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JuanFe

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Mittwoch, 31. Januar 2018, 18:29

Blitzerbescheid / Rechnung nach über 18 Monaten - Verjährt?

Hallo zusammen,

ein Bekannter von mir aus Mexiko wurde in Deutschland mit einem Mietwagen von Hertz geblitzt.
Dies geschah irgendwann zwischen dem 03.02.2016 und dem 09.04.2016. Nun, bald 2 Jahre später hat er einen Brief von
Hertz erhalten, dass er gemäß den Mietbedingungen 115,00 € zahlen müsste. Erstellungsdatum des Brief ist der 06.11.2017,
also mehr als 18 Monate nach dem Mietverhältnis. (Post nach MX kann aus Erfahrung 6-8 Wochen oder länger dauern)

Wie lange hat die Autovermietung Zeit so eine Rechnung zu erstellen?
Was passiert, wenn er diese Rechnung nicht begleicht?
Sollte er Einsicht in den Bescheid von der Behörde verlangen, bzw. hat er da ein Anrecht drauf?
Gibt es hier eventuell sogar Abzock--Maschen von Betrügerbanden die sich als entsprechende AV ausgeben?
Wie ist das normalerweise in AGBs bzw. Mietbedingungen festgeschrieben?


Vielen Dank schon mal im Voraus.


Grüße JuanFe ?(

peak///M

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Mittwoch, 31. Januar 2018, 18:41

Wie setzen sich denn die 115 € zusammen? Was wird da gefordert?

T203004

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Mittwoch, 31. Januar 2018, 18:42

Hallo und herzlich willkommen im Forum. Ich würde deinem Freund raten, in die seinerzeit vereinbarten AGBs zu schauen und zu prüfen, ob dort irgendwelche zeitliche Ausschlussfristen vereinbart sind. Davon gehe ich aber nicht aus. In diesem Fall kann Hertz natürlich berechtigte Forderungen geltend machen, solange diese noch nicht verjährt sind. Die regelmäßige Verhährungsfrist beträgt jedoch 3 Jahre.
Von Betrügerbanden ist mir nichts bekannt. Bei einem Blitzer sollte aber ein Foto beiliegen, so dass es sich ja relativ einfach feststellen lässt, ob dein Freund gefahren ist.
Ob er zahlt oder nicht, ist natürlich seine Entscheidung. Da er seinen Wohnsitz in Mexiko hat ist es wohl relativ unwahrscheinlich, dass Hertz dort klagen und vollstrecken wird. Allerdings wird dein Freund dann auch wohl erstmal keinen Mietwagen mehr von Hertz bekommen.

JuanFe

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Mittwoch, 31. Januar 2018, 18:54

Hm, also die 115€ sind Pauschal angegeben.

Ob er die AGBs von damals noch hat glaube ich nicht. Ich sammel die auch nicht alle in einem Ordner.
Aber ich werde ihn mal drauf ansprechen.
Das die Verjährung allerdings 3 Jahre dauert hätte ich nicht gedacht.

T203004

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Mittwoch, 31. Januar 2018, 19:12

Also ich sag mal so, im umgekehrten Fall, also wenn ich aufgrund eines mexikanischen Mietvertrages nach einer Miete in Mexiko eine „Schadenspauschale“ - wegen eines längst verjährten Bußgeldbescheids in Mexiko - i.H.v. 115€ zahlen sollte, könnte es passieren, dass dieses Schreiben ausversehen im Papierkorb landet und ich mir da keinen weiteren Kopf drum machen würde.

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JuanFe

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Mittwoch, 31. Januar 2018, 20:58

Eigentlich sogar glücklich, dass ein Brief dort ankommt. Haha.
Aber an deine Variante hab ich auch schon gedacht.

Vielen Dank soweit mal.

Dauerstudent

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Mittwoch, 31. Januar 2018, 21:40

Aber wie gesagt, kommt er innerhalb eines bestimmten Zeitraums wieder nach Deutschland und gerät z.B. in eine Verkehrskontrolle, könnte das durchaus auffallen, dass er als Ausländer die Strafe nicht gezahlt hat. Je nach Schwere kann dies durchaus auch direkt vor Ort geregelt und er vorläufig an der Weiterfahrt gehindert werden. Einen MW von Hertz bekommt er sicherlich auch nicht mehr. Wenn dies alles aber keine Rolle spielt: Brief wegwerfen! Übrigens muss der ordnungsgemäße Erhalt der Forderung nicht nachgewiesen werden, die Beweislast liegt, gerade in solchen Fällen, nicht beim Versender, den für ihn reicht ja Nachweis, dass es die Postausgangsstelle verlassen hat und zur Post gebracht wurde!

cram

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Mittwoch, 31. Januar 2018, 21:45

Ich würde die 115 Euro bezahlen und gut. 115 ist nicht gerade viel. Was mich aber wundert, dass da kein Nachweis beigelegt wurde.
Grün oder Orange. Hauptsache 0 SB. :206: :117:

peak///M

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Mittwoch, 31. Januar 2018, 22:08

pauschal angegeben?
Was wollen die denn da auf die OWi-Bearbeitungsgebühr alles draufpacken, um auf 115 € zu kommen? Der Brief nach Mexiko sollte jetzt nicht so teuer sein. Ich würd mal per E-Mail nachfragen, wie sich das zusammensetzt.

Zitat

Aber wie gesagt, kommt er innerhalb eines bestimmten Zeitraums wieder nach Deutschland und gerät z.B. in eine Verkehrskontrolle, könnte das durchaus auffallen, dass er als Ausländer die Strafe nicht gezahlt hat.
Forderungen von Hertz und Forderungen des deutschen Staates sind doch zwei Paar Schuhe.

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Mittwoch, 31. Januar 2018, 22:36

Das lag mir auch noch auf der Zunge. Die Polizei wird ihn wohl kaum aufs korn nehmen. Er bekommt höchstens kein Auto mehr von Hertz bis er zahlt.
Grün oder Orange. Hauptsache 0 SB. :206: :117:

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Mittwoch, 31. Januar 2018, 23:06

ist natürlich Quatsch, kein Polizist wird eine privatrechtliche Forderung durchsetzen.
Ganz ehrlich:
Das Ding gehört in den Mülleimer oder den Kamin.
Keine Email, kein Anruf.....
Beim nächsten Besuch - falls man Bammel ab Hertz meiden.
Gone West

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Mittwoch, 31. Januar 2018, 23:17

Forderungen von Hertz und Forderungen des deutschen Staates sind doch zwei Paar Schuhe.
Das war mir schon klar (auch, dass das jmd. so auf meinen Post reagieren wird), aber seit wann stellt Hertz Blitzerbescheide aus? Dabei geht es mir nicht um die Bearbeitungsgebühren, die Hertz haben will, sondern die Gebühren, die der deutsche Staat vom Fahrer des Fahrzeugs fordert (und die Hertz zzgl. eine Bearbeitungsgebühr nun vom Mieter fordert).

Zumindest dem Threadtitel entnehme ich, dass die Befürchtung im Raum steht, es handele sich bei der Forderung um eine, die ursprünglich etwas mit Blitzern zu tun hat, und nicht z.B. um eine nachträgliche Innenraumreinigung von Hertz! Aber da der Kollege aus Mexiko dies seinem Freund hier scheinbar nicht richtig mitgeteilt hat/mitteilen konnte, werden wir diesem Geheimnis wohl nicht auf die Spur kommen.

T203004

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Mittwoch, 31. Januar 2018, 23:20

Übrigens muss der ordnungsgemäße Erhalt der Forderung nicht nachgewiesen werden, die Beweislast liegt, gerade in solchen Fällen, nicht beim Versender, den für ihn reicht ja Nachweis, dass es die Postausgangsstelle verlassen hat und zur Post gebracht wurde

Ich glaube hier wirfst du einiges durcheinander. Der Polizei wird eine zivilrechtliche Forderung von Hertz her(t)zlich egal sein. Die 115€ enthalten nicht die Kosten für den Bußgeldbescheid. Ein solcher ist ohnehin schon längst nach 3 Monaten verjährt (§ 24 OWiG). Und selbstverständlich muss ich als Gläubiger den Zugang meiner Aufforderungsschreiben beweisen, wenn der Schuldner in Verzug gesetzt werden soll.

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Mittwoch, 31. Januar 2018, 23:25

Es geht mir auch nur um den Bussgeldbescheid. Aber stimmt, wenn es sich nicht um eine Straftat handelt, ist die Forderungen nach 3 Monaten verjährt.




Um irgendwelchen zivilrechtrechtlichen Forderungen von Hertz ging es mir nie. Hertz reicht diese ja nur weiter. Und tatsächlich ging es mir um das Verlassen des Briefes bei der Polizei - wenn Hertz es nicht rechtzeitig packt, diese Summe einzufordern, ist es ja nicht das Problem des TE (oder seines Freundes).

T203004

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Mittwoch, 31. Januar 2018, 23:34

Seit wann wird ein Bußgeld von der Autovermietung eingetrieben? Hertz gibt die Adresse an die Behörden weiter und das wars dann.

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