Sie sind nicht angemeldet.

JonasGötz

Anfänger

  • »JonasGötz« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1

Registrierungsdatum: 10. Dezember 2013

  • Nachricht senden

1

Dienstag, 10. Dezember 2013, 22:37

Kostenübernahme bei verursachtem Unfall

Hey Leute,

Erstmal ein herrliches Hallo, habe mich jetzt extra für diese Frage hier angemeldet und hoffe ihr könnt mir Weiterhelfen.

Also es geht um Folgendes:

Ich hab vor ca.2 Jahren für eine Promotionsagentur gearbeitet (freiberuflich). Zu diesem Job gehörte auch ein Mietwagen (Opel Astra). Als ich dann auf dem weg zum Einsatz war hatte ich ein Unfall, der auch von mir verschuldet wurde. Ich hab mehr oder weniger rechts Überholt... Auslegungssache... :103: diese bescheuerten penetranten links fahrer :evil: ... naja wie auch immer ich wirde verurteilt und erhilt sogar noch ne Geldstrafe über 2400€, welche natürlichst schön längst bezahlt ist.

Worum es mir jetzt geht. Ich habe eine Rechnung von Europcar über 10.000€ bekommen wovon ich auch schon ca 7000€ gezahlt habe... aber irgend wie kann ich es immer noch nicht glauben, dass ich SOVIEL Geld zahlen muss, dafür gibt es doch Versicherungen?! Ich habe Heute noch mal gegoogelt und Festgestellt das es dazu auch schon ein Urteil gibt, da ich aber kein Rechtsexperte bin kann ich damit natürlich nichts anfange.

Ich würde mich Sehr freuen wenn mir wer weiterhelfen kann oder mir wenn (anwalt) Empfehlen kann der mir helfen kann.

Danke

LZM

Launch Controller

Beiträge: 5 332

Danksagungen: 8932

  • Nachricht senden

2

Dienstag, 10. Dezember 2013, 23:30

Willkommen im Forum...
Urteil
Aktenzeichen?
Mietwagen
Genau: ein Mietwagen-Forum, kein Rechtsberatungsforum.
Ich erlaube mir, die vorsichtige Vermutung zu äußern, dass dein Sachverhalt auch mit einem privaten PKW anstatt des Mietwagens kaum anders verlauten würde. Daher werden die Mietwagen-Erfahrenen aus dem Forum nur bedingt weiterhelfen können. Alle mit evtl. rechtlicher Expertise dürfen dir hier nicht helfen und werden es auch nicht wollen, weil für eine zutreffende Einschätzung sehr viel mehr Informationen notwendig sind.
verurteilt
Das ist das Problem: die rechtskräftige (ich gehe davon aus, dass keine Rechtsmittel eingelegt wurden, da du ja schon 7.000 von 10.000 EUR gezahlt hast) Verurteilung erlaubt es den Geschädigten, vorliegend wohl der Versicherung von Europcar (Chartis als Teil von AIG in Deutschland, für Europcar in Deutschland gemanaged durch die Assekuranz Arnold GmbH) dir gem. der AVB den gesamten Schaden anstatt nur einer Selbstbeteiligung zu berechnen, da eine Haftungsverteilung von vermutlich 100% zu deinen Lasten angenommen wurde. Oder anders gesagt: die Verurteilung wurde zu deinen Lasten ausgelegt, ähnlich einem Bußgeld nach einem kleineren Verkehrsunfall, diese werden von Versicherungen gerne zu Lasten des Betroffenen des Bußgeldes verwertet.

Da du eine Geldstrafe erwähnst, nehme ich jedoch an, dass die gegen dich ergangene Verurteilung allein die Verkehrsstraftat (das Rechtsüberholen) und nicht den Schadensfall als zivilrechtliche Angelegenheit zum Gegenstand hatte.
Du hättest daher u.U. auf dem zivilrechtlichen Weg unabhängig von dieser strafrechtlichen Entscheidung gegen die Entscheidung der Versicherung vorgehen können. Dafür wird es jedoch wahrscheinlich zu spät sein. Überdies bietet die strafrechtliche Verurteilung schlechte Voraussetzungen für eine zivilrechtliche Auseinandersetzung mit der Versicherung. Genau beurteilen kann das aber nur ein Anwalt in Kenntnis aller Schriftsätze, Fristen usw.
mir wenn (anwalt) Empfehlen
Dein Sachverhalt klingt nicht besonders komplex, dich dürften die meisten Anwälte, am besten Anwälte mit Schwerpunkt Verkehrsrecht und/oder Versicherungsrecht (Fachanwälte) beraten können.
Der ADAC bietet seinen Mitgliedern wohl eine kostenlose anwaltliche Erstberatung an. Alternativ könntest du auch versuchen Beratungshilfe bei deinem zuständigen Amtsgericht zu beantragen und dann einen Anwalt deiner Wahl aufsuchen (oder diesen die Beratungshilfe beantragen lassen, birgt aber ein Kostenrisiko für den Fall der Versagung des Antrages).

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

Break (11.12.2013)

jimmy

Meister

Beiträge: 2 316

Registrierungsdatum: 4. September 2008

Danksagungen: 1094

  • Nachricht senden

3

Dienstag, 10. Dezember 2013, 23:43

Man kann es auch ganz kurz fassen: Europcar geht davon aus, dass du grob fahrlässig gehandelt hast und verweigert daher die Regulierung......nach der Zahlung von 7000€ sich aber erst Gedanken zu machen ob das alles so ok ist kann aber auch als kritisch gesehen werden

Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

Mojoo (10.12.2013), Break (11.12.2013), Zwangs-Pendler (11.12.2013)

bahn

Profi

Beiträge: 742

Registrierungsdatum: 11. April 2008

Danksagungen: 289

  • Nachricht senden

4

Mittwoch, 11. Dezember 2013, 02:02

Im Grunde ist es recht simpel, wenn auch leider zu Deinen Lasten.

Wenn Du rechtskräftig verurteil worden bist, ist das, was Du als Auslegungssache definierst, eben genau das nicht mehr. Wenn Du sicher gewesen wärst, dass das Gericht Deine Sache falsch auslegt, hättest Du Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen können und müssen. Da Du das vermutlich nicht getan hast, bist Du Dir ja im Umkehrschluss sicher, dass es vermutlich zu Deinen Ungunsten ausgegangen wäre, woraus wiederrum folgt, dass es keine Auslegungssache ist.
Um die Sache abzukürzen, Du hast rechts überholt, dabei einen Unfall gebaut und daran auch noch Schuld.
Dass da jemand vermutlich eine ganze Weile (hoffe ich jedenfalls) vor Dir gefahren ist und kein Platz gemacht hat, ist ärgerlich, entschuldigt aber das Vergehen nicht. Es obliegt auch nicht Dir, aus der Stuhrheit anderer eine Erlaubnis zum Rechtsüberholen herzuleiten. Dafür gibt es andere Organe.
Falls Du nun wegen Rechtsüberholens schuldig gesprochen wurdest, wird das vermutlich den Fall der groben Fahrlässigkeit erfüllen und der ist bei den Versicherungen in den allermeisten Fällen ausgeschlossen.
Was die Höhe des Schadens angeht, hast bzw. hattest Du ebenfalls die Möglichkeit, Rechtsmittel dagegen einzulegen, sofern sie unschlüssig oder überhöht erscheinen.
Da keiner von uns die genaue Situation kennt bzw. den Richterspruch, auch von mir die Empfehlung, einen Anwalt in der Sache aufzusuchen. Nur der darf Dir die Rechtsberatung geben.

Copyright © 2007-2018 - mietwagen-talk.de alles über Mietwagen, Autovermietung und Carsharing.