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kiter77

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Montag, 25. Mai 2009, 15:36

bahn.bonus Prämie - Europcar Mietwagen mit km-Begrenzung - legitim?

Hallo zusammen.

Ein Kollege von mir hat bissel Stress mit Europcar wegen einer fetten Nachzahlung von zu viel gefahrenen Kilometern. Ein klärendes Telefonat mit der Hotline heute morgen verlief bereits erfolglos.

Kurz zum Sachverhalt:
Er hatte sich über das bahn-Bonusprogramm bahn.comfort einen Mietwagen bei Europcar übers Wochenende gemietet, mit dem er insgesamt 1400 km gefahren ist (war auch so geplant). Leider gab es nun auf seinem Mietvertrag eine Begrenzung auf 600 km und er muss nun die zu viel gefahrenen Kilometer bezahlen. Er hat im Vorfeld leider keine Reservierungsbestätigung bekommen, wo irgendwelche Infos zur Anmietung drin stehen. Auch eine Anforderung bei EC vor der Anmietung scheiterte aufgrund von technischen Problemen bei EC.
Er hat zum ersten Mal bei EC gemietet und ihm war die Begrenzung der Kilometer nicht bekannt. Da seine Fahrzeugklasse nicht verfügbar war, bekam er ein Upgrade. Trotz explizierter Nachfrage nach Besonderheiten bei dieser Anmietung und Darstellung seiner langen Fahrstrecke wurde er nicht auf die Kilometerbgerenzung hingewiesen.
Ist EC in diesem Zusammenhang nicht auch verpflichtet auf die Kilometerbeschränkung hinzuweisen, besonders wenn man Erstkunden bedient?

Wenn ich mir diesen Link direkt bei Europcar durchlese, dann müssten doch die Kilometer alle frei sein, oder? Wenn er sich darauf beruft, dann kann er wohl auch davon ausgehen, dass alle km inklusive sind. Durch das Upgrade wurde scheinbar der Vertrag abgeändert und dort dann die 600 km begrenzt. Das kann es ja auch nicht sein und ist mir bei EC auch schon passiert.

Wie seht ihr die Chancen, dass er die zu viel gefahrenen Kilometer nicht bezahlen muss? Der geschlossene Vertrag ist sicherlich die eine Sache (auf die beruft sich EC), aber die Passagen auf der Europcar-Seite und die mangelnde Kommunikations seitens der EC-Station stellen für mich auch einen irreführenden Vertragsabschluss dar.

Würde gerne mal eure Meinung zu dem Thema hören.

Falls es das Thema schon mal gab, bitte verschieben. Ich habe auf die Schnelle in der Suche nichts gefunden...

Edit by René GER: Titel überarbeitet, da es sich hier ja um bahn.bonus und nicht um bahn.comfort handelt.

//René

René GER

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Montag, 25. Mai 2009, 15:41

Wenn ich dem Link folge steht da Bahn.bonus und nicht bahn.comfort. Liegt da eine Verwechslung des Angebotes vor?
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Timberwolf

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3

Montag, 25. Mai 2009, 15:41

Hat er vor der Abfahrt den Vertrag mit den 600km Begrenzung in der Hand gehalten?

kiter77

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4

Montag, 25. Mai 2009, 15:53

Also das Bonusprogramm heisst natürlich bahn.bonus.

Er wollte sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf so einem Terminal durchlesen und wurde dann durch den Mitarbeiter darauf hingeweisen, dass er sich die AGB's und weitere Infos dann auch noch im Vertrag durchlesen kann. Also hat er dann ohne zu lesen auf dem Terminal unterschrieben. Laut seiner Aussage hat er die AGB's gecheckt, aber die Kilometerbgerenzung nicht gelesen (Steht die Begrenzung in den AGB's ?). Dabei hat er aber scheinbar die erste Seite des Vertrages mit der Kilomterbegrenzung übersehen.

Also ich würde mir als Kunde da auch verarscht vorkommen, aber Recht haben und Recht bekommen ist ja immer so eine Sache.

René GER

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Montag, 25. Mai 2009, 15:56

Ist vielleicht ein ähnliches Problem wie hier: Payback/Europcar Cabrio-WE: Kein Cabrio trotz Reservierung! Was tun???
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broki

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6

Montag, 25. Mai 2009, 16:04

Ich würde mich da von Europcar nicht so leicht abspeisen lassen. Auf der Homepage der Bahn wird ja mit allen Kilometern inkl. geworben. Ich würde dort auch sofort einen Screenshot davon machen, zur Beweissicherung.

7

Montag, 25. Mai 2009, 16:06

Sorry, aber kurz und knapp: Pech gehabt. Homepage hin oder her. Es zählt was im Vertrag steht.

Wenn die Kilometerbegrenzung ausdrücklich im Vertrag aufgeführt war und er diesen unterschrieben hat, dann ist es bindend.

Ich wundere mich immer wieder wie leichtfertig heute Verträge unterschrieben werden.

Die AGB haben wohl nur unmittelbaren Einfluss auf die Miete, die Vertragsbedingungen jedoch einen mittelbaren, da dort ja der Mietzeitraum, Mietpreis und u.a. auch die Freikilometer vermerkt sind.

Er kann hier wohl nur auf die Kulanz von EC hoffen.

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8

Montag, 25. Mai 2009, 16:11

Ich wundere mich immer wieder wie leichtfertig heute Verträge unterschrieben werden.
:59:

Wenn aber groß und breit bei Partnerunternehmen (Bahn, Payback) mit Freikilometern geworben wird, dann sollte man auch Anspruch darauf haben - egal was im Vertrag steht. Allerdings ist natürlich das bindend was im Vertrag steht. -> sehr komplizierte Situation :!:
:202:

9

Montag, 25. Mai 2009, 16:15



Wenn aber groß und breit bei Partnerunternehmen (Bahn, Payback) mit Freikilometern geworben wird, dann sollte man auch Anspruch darauf haben - egal was im Vertrag steht. Allerdings ist natürlich das bindend was im Vertrag steht. -> sehr komplizierte Situation :!:


Ich verstehe natürlich die Verärgerung, würde mich da auch verar***t fühlen, aber aus der Sache wird er ohne Kulanz nicht rauskommen.

Ohne die Internet-Angebote gesehen zu haben, vermute ich dass in den AGB irgendwo eine Ausschlussklausel steht.

Wie gesagt, die Kulanz von EC könnte da helfen.

Ein Internetangebot alleine ist halt nicht bindend. Wäre dann eher ein Fall für die wettbewerbsrechtliche Sicht (á la Lockangebot).

Harald

Irgendwann, möglicherweise aber auch nie, werde ich dich bitten, mir eine kleine Gefälligkeit zu erweisen.

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Montag, 25. Mai 2009, 16:32

Bei den Bahn.Bonus und Bahn.Comfort Tarifen sind schon seit der Umstellung (ist ja nu schon einen Monat her) die gegebene KM-Begrenzung zu beachten.
Wenn er an nem Terminal unterschrieben hat, hat er den kleinen Mietvertrag (Flugticketgröße) bekommen. Der ist mal so was von übersichtlich, dass alles sofort ins Auge springt.
Die Details (Anmietort, Abgabeort, Versicherung, KM, Preis) werden auf dem Display vor Unterschrift angezeigt. Hat mit den AGBs mal gar nix zu tun. Die hängen in der Station übrigens auch ganz altmodisch aus.

Mein Tipp:
Schließt NIEMALS ne Versicherung (nicht auf Mietwagen bezogen!) ab in eurem LEBEN ab. Ich frag mich was ihr macht, wenn ihr nach 20Jahren das erste mal eure Lebensversicherung durchlest und zum erstem mal merkt, das der Name des Begunstigten falsch geschrieben ist.

Kopfschüttel...


Die BÖSEN BÖSEN Autovermietungen....

ps: in den AGB unter Punkt 13.5 D steht, dass wenn man nicht innerhalb von 24h nach Mietbegin unter München - 32168 anruft ne Waschmachiene an die Rechnungsadresse geliefert bekommt für die das 10Fache des Mietpreises der Miete bezahlt werden muss....

Nun Schluss mit der Ironie:
Der Bekannte soll auf seinen Vertrag gucken. Steht da 600km drauf kann er nur noch BETTELN.
Hat er den Vertrag nicht mehr sollte er sich schämen und dann BETTELN.
Hat er den Vertrag und es stehen 99999 frei km drauf, dann darf er ein Fass aufmachen und sich beschweren.
Wenn auf der Seite der deutschen Bahn falsche Angaben zum Angebot stehen müssen die dafür gerade stehen, sei denn, die haben das irgendwie in den Klauseln ausgeschlossen (werden sie, indem sie auf die Anmietbedingungen vor Ort hinweisen!!).

broki

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Montag, 25. Mai 2009, 16:32

Andererseits, wenn ich aus dem Bahn.Bonus eine Sachprämie bestelle, würde ich sie auch nicht in abgewandelter Form aufgrund eines Mangels akzeptieren.

Naja und zu dem Kommentar, wie leichtfertig Menschen Verträge unterschreiben. Ich habe bestimmt nicht jedesmal Zeit mir die AGB eines UNternehmen durchzulesen. Wenn man nicht so häufig mietet und bisher bei Europcar auch immer Freikilometer gewohnt war und das im Angebot auch so steht, wäre mir das ohne das Forum auch nicht aufgefallen.

kiter77

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Montag, 25. Mai 2009, 16:32

Ok erst mal vielen Dank für die Meinungen.

Ich habe ja in meinem Beitrag auch schon angedeutet, dass ein unterschriebener Vertrag nicht gerade förderlich für die ganze Angelegenheit ist. Ich kenne dieses elektronische Terminal nicht, aber wenn man vom Mitarbeiter gesagt kriegt, da gibts keine Besonderheiten und ist alles noch im ausgedruckten Vertrag nachzulesen, hat man ja eigentlich schon verloren, wenn man unterschreibt.
Für mich sieht das bissel danach aus, als wenn der neue Kunde mal schön übern Tisch gebuttert wird. ;-) Ich weiß, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, aber man muss sich schon ein bissel auf die Angebotsbedingungen verlassen können, zumal sie so ja auch auf der Homepage von EC stehen. Ich glaube auch, dass erst durch das Upgrade die Kilometerbegrenzung in den Vertrag gekommen ist, was ja nun auch nicht zu Lasten des Kunden gehen kann.
Wie gesagt ist mir auch schon passiert und ich hatte dann Glück, dass ich trotz freier Kilometer in der Reservierungsbestätigung keine 600 km mit dem Upgrade gefahren bin.

Harald

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Montag, 25. Mai 2009, 16:34

Ich habe bestimmt nicht jedesmal Zeit mir die AGB eines UNternehmen durchzulesen.


AGBs lesen ist für diesen Fall völlig unwichtig.
Die KM Geschichte wird auf dem Terminal und auf dem Vertrag mehr als deutlich dargestellt.
Sorry...

Leto

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14

Montag, 25. Mai 2009, 16:36

Nun Schluss mit der Ironie:
Der Bekannte soll auf seinen Vertrag gucken. Steht da 600km drauf kann er nur noch BETTELN.
Hat er den Vertrag nicht mehr sollte er sich schämen und dann BETTELN.
Hat er den Vertrag und es stehen 99999 frei km drauf, dann darf er ein Fass aufmachen und sich beschweren.
Wenn auf der Seite der deutschen Bahn falsche Angaben zum Angebot stehen müssen die dafür gerade stehen, sei denn, die haben das irgendwie in den Klauseln ausgeschlossen (werden sie, indem sie auf die Anmietbedingungen vor Ort hinweisen!!).
Schluss mit Lustig.
Bessere Worte hätte ich auch nicht treffen können! Du bekommst einen Dank dazu :D :107:

15

Montag, 25. Mai 2009, 16:38


Naja und zu dem Kommentar, wie leichtfertig Menschen Verträge unterschreiben. Ich habe bestimmt nicht jedesmal Zeit mir die AGB eines UNternehmen durchzulesen. Wenn man nicht so häufig mietet und bisher bei Europcar auch immer Freikilometer gewohnt war und das im Angebot auch so steht, wäre mir das ohne das Forum auch nicht aufgefallen.


So funktioniert halt leider der Trick.

Aber einen Vertrag, der finanzielle Folgen für mich hat, den lese ich mir genauestens durch!

Und ich habe auch keine Scham nachzufragen, wenn ich etwas nicht verstehe, auch wenn ich das Geschäft schon zig mal abgeschlossen habe.

Noch eine kleine Klugscheisseranmerkung: Bitte niemals mehr AGBs oder AGB's schreiben. AGB = Allgemeine Geschäftsbedinungen ;)

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