Fanmail von den Behörden erhalten

  • Kannst Du mal begründen warum unsre Regeln deiner Meinung nach verhältnismäßig sind?


    In meinen Augen sind sie es eben nicht. Werd ich nachts auf leerer 4 spuriger Autobahn mit 10drüber (diesen Sommer mit nem Mietwagen erlebt) geblitzt --> 20€. Werd ich vor ner Schule oder Kiga mit 10 drüber geblitzt --> lächerliche 10€ mehr = 30€. Den "Impact" der +10kmh vor der Schule (längerer Bremsweg, Kinder die Zwischen parkenden Autos durchhuschen...) Brauch ich Dir ja glaub nicht zu erklären?


    Wegen mir sind die Preise fürs Knöllchen auf den Autobahnen noch verhältnismäßig. An echten Gefahrenstellen aber einfach nur lachhaft. Vllt stellt man deswegen auch die Blitzer oft nicht an den wirklich wichtigen sondern eher "Geldmacher"-Stellen auf.

  • Kannst Du mal begründen warum unsre Regeln deiner Meinung nach verhältnismäßig sind?


    In meinen Augen sind sie es eben nicht. Werd ich nachts auf leerer 4 spuriger Autobahn mit 10drüber (diesen Sommer mit nem Mietwagen erlebt) geblitzt --> 20€. Werd ich vor ner Schule oder Kiga mit 10 drüber geblitzt --> lächerliche 10€ mehr = 30€. Den "Impact" der +10kmh vor der Schule (längerer Bremsweg, Kinder die Zwischen parkenden Autos durchhuschen...) Brauch ich Dir ja glaub nicht zu erklären?


    Wegen mir sind die Preise fürs Knöllchen auf den Autobahnen noch verhältnismäßig. An echten Gefahrenstellen aber einfach nur lachhaft. Vllt stellt man deswegen auch die Blitzer oft nicht an den wirklich wichtigen sondern eher "Geldmacher"-Stellen auf.

    Für die Verhältnismäßigkeit einer Sanktion muss nicht nur die Gefahr, die vom Fehlverhalten des zu sanktionierenden ausgeht, berücksichtigt werden, sondern zeitgleich auch, wie oft sich diese Gefahr denn überhaupt verwirklicht.


    Und letzteres passiert glücklicherweise - ins Verhältnis zur Gesamtanzahl der Ordnungswidrigkeiten vor Gefahrenstellen gesetzt - kaum.


    Es ist auch m. E. durchaus ein vertretbarer Vorschlag, höhere Verwarn- und Bußgelder vor Kindergärten oder Schulen zwischen 7-17 Uhr zu fordern, aber ein Vorschlag dieser Art wurde durch den Bundesrat vor kurzen abgelehnt.


    Man will „alles oder nichts“ durchsetzen, und dann sollte es meinem Dafürhalten nach so bleiben wie es ist, denn das was sich die Ökopartei gern alles an Sanktionen für rechtschaffene Autofahrer wünscht, ist mehr als unverhältnismäßig. Und wenn man als Minderheit nicht auf die Mehrheit zukommen möchte, muss man halt damit rechnen sich nicht durchzusetzen.


    Maßvolle Erhöhungen vor tatsächlichen Gefahrenstellen hielte ich nicht für völlig unangebracht, nur bezweifle ich, dass das etwas ändern wird, denn der Staat „kontrolliert“ ja bevorzugt dort, wo er schnell & viel Kasse machen kann.


    Das geht mit standardisierten Messverfahren eben nur bei Geschwindigkeitskontrollen an Abzockpositionen so schnell, da vor Gefahrenstellen die überwiegende Mehrheit die Vorgaben richtigerweise einhält.


    Das, auf die Maximierung monetärer Einnahmen gerichtete, Kontrollverhalten des Staates, sollte man nicht noch zusätzlich anreizen.

  • Ich würde ja gern weiterdiskutieren, aber ich habe zu wenig Ahnung von der Materie.


    Aber dazu kommt, dass einem eh die Laune vergeht, wenn du mit "Ökopartei" anfängst. Dann ist dir die "Nazipartei" wohl näher.




    Siehste, bringt nix.

  • Wenn du dich von der Tatsachenbeschreibung einer Partei gleich angegriffen fühlst, obwohl ich in dem Beitrag nicht einmal auf dich repliziert habe, liegt das wohl weniger an mir, als eher an deiner Dünnhäutigkeit.

  • Naja die selbe Partei die höhere Strafen im Straßenverkehr wollte , hat aber sehr laut aufgeheult , als der Vorschlag kam für Fahrräder eine Kennzeichen Pflicht damit dann auch endlich Rotsünder und Rowdys die den Fußgängerverkehr behindern oder Fußgänger an- bzw. umfahren, auch ein Verwarngeld bekommen können bzw. bei Unfallflucht zur Rechenschaft gezogen werden können. Da wurde von einer nicht Verhältnismäßigkeit gesprochen und das ja nicht alle Radfahrer so sind.

    Das fand ich wieder sehr lustig , erst für höhere Bußgelder sein und wenn es dann auch gegen Radfahrer geht , dann nein Danke das nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Scimidar ()

  • ......denn der Staat „kontrolliert“ ja bevorzugt dort, wo er schnell & viel Kasse machen kann.


    Das geht mit standardisierten Messverfahren eben nur bei Geschwindigkeitskontrollen an Abzockpositionen so schnell, da vor Gefahrenstellen die überwiegende Mehrheit die Vorgaben richtigerweise einhält.


    Das, auf die Maximierung monetärer Einnahmen gerichtete, Kontrollverhalten des Staates, sollte man nicht noch zusätzlich anreizen.

    Ich lese diese und ähnliche Sätze öfter. Leider kenne ich mich nicht in ganz Deutschland aus. Aber in den Bereichen, die ich kenne, kann ich das nicht nachvollziehen. Ferner bin ich der Meinung, dass die Regeln den ganzen Tag und das ganze Jahr und an jeder angeordneten Stelle gelten. Sicher mag es für Außenstehende nicht immer nachvollziehbar, warum gerade hier z.B. eine Geschwindigkeitsbegrenzung angeordnet ist. Deshalb sollte man sich auf der kommunalpolitischen Ebene mal dafür interessieren, wie solche Anordnungen zustande kommen. Dies gilt auch für die stationären Geschwindigkeitskontrollen.