Was kostet mieten? Zahlen & Fakten

  • Frohes Neues zusammen! :115:


    Das Jahr 2013 ist Geschichte. Es gab Höhen und Tiefen - und natürlich viele Mietwagen :thumbup:


    Ich habe mir im letzten Jahr die Mühe gemacht, die Kosten und Kennzahlen aller meiner Mieten in einem Spreadsheat zu sammeln. Mein Ziel war, herauszufinden, was mich meine Mobilität und mein Mietwagen-Hobby eigentlich so kostet. Diese Zahlen und Fakten möchte ich euch zur Verfügung stellen. Warum? Um etwas Transparenz zu schaffen. Vor allem auch für Neulinge und Mietwagen-Einsteiger. Denn die Kosten werden hier im Forum doch eher verschwiegen - vermutlich auch, weil Vergleiche eher schwierig sind bzw. eher zu unerwünschten Diskussionen führen (z.B. im "Meine aktuelle Miete"-Thread).


    Daher dieser Thread und ich erhoffe mir, dass noch mehr MT-Mitglieder Zahlen und Fakten beisteuern. Um die Zahlen und Fakten halbwegs vergleichbar zu halten, sollten wir eine gewisse Struktur beim Posten der Daten beibehalten. Ich würde vorschlagen, dass sich jeder Diskussionsteilnehmer in einem kleinen Absatz "Mein Mietprofil" kurz vorstellt, in einem weiteren Absatz "Zahlen und Fakten (Zeitraum)" die Zahlen genannt werden und zum Schluss folgt ein Absatz "Persönliches Fazit". Ich mache mal den Anfang :106:


    Mein Mieterprofil:
    Ich habe kein eigenes Auto, lebe mitten in einer Stadt und nutze Mietwagen seit mittlerweile 2 Jahren zur rein privaten Fortbewegung (Wochenendtouren/Erledigungen, Familienbesuche und Urlaube). Meistens miete ich am Wochende die bekannten Wochenendtarife des ADAC. Für die eher seltenen Langzeitmieten vergleiche ich meist zwischen ADAC, Sixt-DE und Sixt-International (CA, AT). Meistens reserviere ich CPMR und upgrade dann auf F***, P*** oder L*** - gemietet wird in der Regel bei Sixt.


    Zahlen & Fakten (Jahr 2013):
    Insgesamt hatte ich im Jahr 2013 17 Anmietungen. Bis auf eine Ausnahme alle bei Sixt. 8x habe ich ein kostenloses Upgrade erhalten. 6x habe ich via Voucher oder Choice upgegradet. Nur 2x wurde ich "wie gebucht" bedient (mit CPMR). Meistens hatte ich Fahrzeuge aus P***, L*** und F***. Der durchschnittliche Bruttolistenpreis der Fahrzeuge betrug 54.703€ (der teuerste, ein BMW X5 40d, kostete 92.490€). Insgesamt komme ich auf 69 Miettage, im Schnitte ist ein Auto 4 Tage bei mir. Die erhaltenen Fahrzeuge hatten ~12.400km auf dem Tacho - wobei diese Hohe Zahl durch einige Ausreißer mit mehr als 20.000km auf der Uhr zu erklären ist. Durchschnittlich hat mich ein Fahrzeug (ohne Sprit) 130€ gekostet. Zurückgelegt habe ich insgesamt 14.400km. Dabei habe ich im Schnitt 8,2Liter/100km Kraftstoff verbraucht, insgesamt waren es 1.130 Liter zu einem durchschnittlichen Literpreis von 1,43€. Die Mieterei hat mich insgesamt 3.900€ gekostet, jeder gefahrene Kilometer kostete 27 Cent. Mehr Zahlen könnt ihr dem angehängten Spreadsheat entnehmen.


    Persönliches Fazit:
    :61:
    Klar, 3.900€ sind im ersten Moment viel Geld. Aber wenn ich mir überlege, was ich früher für meinen Kleinwagen bei gleicher Fahrleistung bezahlt habe und was ich jetzt dafür im Gegenzug beim Vermieter bekomme, relativiert sich das Ganze schon wieder. Aktuell lohnt und rechnet sich ein eigenes Auto einfach nicht. Und da ich mit Mieten meinem Auto-Spleen relativ günstig bedienen kann, werde ich an meiner Mobilitäts-Strategie erstmal nichts ändern...



    Anregungen, Spartipps und weitere Zahlen erwünscht! 8)

  • So viel Arbeit um dann festzustellen: du zahlst zu viel!
    Hast Du keine Kreditkarte mit Versicherung, oder wie kommst Du auf die hohen Mietpreise?


    PS: magst Du mal das Feld: Mietkosten Gesamt prüfen? (da wo die reinen Mietkosten der 17 Mieten addiert werden)

  • So viel Arbeit um dann festzustellen: du zahlst zu viel!

    Das ist ja nicht negativ - ich dachte, ich sei vergleichsweise günstig unterwegs. Insbesondere, wenn ich mir überlege, was ich früher für das eigene Auto so bezahlt habe. Für weitere Optimierungen bin ich natürlich offen :thumbup:


    Hast Du keine Kreditkarte mit Versicherung, oder wie kommst Du auf die hohen Mietpreise?


    PS: magst Du mal das Feld: Mietkosten Gesamt prüfen? (da wo die reinen Mietkosten der 17 Mieten addiert werden)

    Nein, eine CC mit eigener Versicherung habe ich nicht, da ich bisher meistens über den ADAC buche und da die VK mit SB dabei ist. Auf was genau soll ich prüfen? Die Zahlen an sich sollten IMHO korrekt sein...


    Also eigentlich ist der Grund, dass hier über Preise nicht geredet wird, dass man es nicht sagen will, um 200 PNs zu entgehen, wie das denn geht und blabla...

    Das auch. Daher die Möglichkeit, kurz zu sagen, was für ein Mieter man ist. Dann sollte sich das erübrigen oder man verzichtet einfach auf die Teilnahme der Diksussion hier :)

  • Und ich dachte schon ich wäre der einzige, der gerne alles in Zahlen und Fakten festhält :rolleyes:



    Mein Mieterprofil:


    Ich habe kein eigenes Auto, bin Schüler und wohne in einer Kleinstadt. Ich fahre gerne und viel, dabei auch viel Langstrecke, da ich oft quer durch Deutschland fahre. Ich habe meinen Führerschein erst seit März 2013, aber bereits nach wenigen Tagen hatte ich meinen ersten Mietwagen und die Leidenschaft war geweckt. Ich miete immer unterschiedlich, mal nur 3 Tage, mal eine Woche, mal zwei Wochen, aber auch mal einen ganzen Monat. Am Anfang war ich relativ unerfahren, habe bei meinen ersten Mieten immer direkt über Sixt.de gebucht, was natürlich den Durchschnittspreis in die Höhe treibt, mittlerweile buche ich meistens über den ADAC oder Sixt International. Ich reserviere so gut wie immer CPMR bei Sixt, meistens erhalte ich dann auch CPMR, aber auch das ein oder andere FDMR-Schätzchen war bereits dabei. :love:


    Zahlen & Fakten (Jahr 2013):


    Insgesamt hatte ich im Jahr 2013 13 Anmietungen, davon 12 bei Sixt und eine bei Mercedes-Benz-Rent. Insgesamt hatte ich 152 Miettage und 16 verschiedene Fahrzeuge, manche natürlich mehrmals. Ich hatte bisher 6 Upgrades, davon eines kostenlos und 5 als Choice Upgrade. Ich bin mit Mietwagen 19.712 Kilometer gefahren, hatte dabei einen durchschnittlichen Verbrauch von 6,93 Litern bei einem Durchschnittsliterpreis von 1,41€. Bei 1366 Litern verbrauchtem Kraftstoff ergeben sich somit Benzinkosten in Höhe von 1926€, die Summe aller Mieten beläuft sich auf 5677€, somit entsteht ein Gesamtpreis von 7603€ für die Zeit von März-Dezember. Auf die gesamte zurückgelegte Strecke ergibt sich ein Kilometerpreis von 0,385€. :whistling:


    Persönliches Fazit:


    Eine Menge Geld für ein Auto, aber wenn ich bedenke, dass selbst ein "popeliger" A3 1.6 TDI bereits Kilometerkosten von knapp 40ct hat, bin ich noch ganz gut dabei weggekommen, schließlich war das meistgefahrene Auto der A3 2.0 TDI, der mit knapp 50ct zu Buche schlägt. Fahrzeuge wie der 330xdA, den ich gerade fahre, retten dann endgültig die Statistik, bei einem Kilometerpreis von knapp 80ct. :thumbup:


    Billiger als ein eigenes Auto in der Größenordnung, aber immer noch zu teuer. Jetzt kenne ich mich aus, weiß wo und wie ich buchen muss, sodass das Ziel für 2014 ein Kilometerpreis von maximal 25ct ist. Realistisch, wie ich denke, und damit wäre ich dann sehr zufrieden, sodass Sixt für mich weiterhin die Alternative zum eigenen Auto bleibt :thumbsup:

  • Auf was genau soll ich prüfen? Die Zahlen an sich sollten IMHO korrekt sein...


    schon ok, Du hast nicht die Summe gebildet, sondern den Durchschnitt. Dann stimmt der Wert natürlich.

    und fährt den Thread mit unqualifizierten Kommentaren gegen die Wand


    …und schaut sich den MWT mal ne Zeit an ohne schreiben zu dürfen! Also OBACHT! :103:

  • Was mich interessieren würde:
    -Welche Kosten gab es während der mietwagenfreien Tage (ÖPNV/ Fahrrad/ Taxi/ andere Autos etc.)
    -Wie ist eure Schadensbilanz (selbstverschuldet & fremdverschuldete Schäden)?
    -Wie oft mussten Schäden nachgetragen werden?
    -Wie oft war die Endabrechnung nicht korrekt?

  • Ich finds äußerst Interessant, auch wenn mir in deiner Excel Tabell zuviele Spalten drin sind.
    Find ich etwas unübersichtlich.


    Aber nichts desto trotz! Vielen Dank für die Statistik.
    Ich hab leider erst dieses Jahr damit angefangen. Bislang bin ich bei 9 Cent pro Km, aber das ist natürlich nicht Vergleichbar, bei zwei Mieten bisher.

  • racer X:
    Magst du bitte noch kurz erläutern, was du Eingangs mit "Du zahls zu viel" meintest? Oder geht das schon in die von EUROwoman angeschnittene Abteilung "Top-Secret", die nicht öffentlich diskutiert werden sollte?


    @Testfahrer75:
    Ich habe versucht, ALLES mitzunehmen. Wirklich interessant sind aber nur die grüne/rote Spalte in Verbindung mit der erhaltenen Klasse. Unübersichtlich ist es, da hast du schon recht. BTW 9 Cent bei 2 Mieten ist aber auch erstaunlich wenig 8|


    linie32 :
    Der erste Punkt ist schwierig zu beantworten, da ich diese Daten nicht wirklich festhalte. Meine bessere Hälfte hat noch ein altes Auto (bis der TÜV "Nö" sagt...), was wir meist nur noch für Kurzstrecke nutzen. Kostet aber mehr Geld als es Nutzen bringt und steht daher schon auf der Abschussliste. ÖPNV und Taxi wird sehr selten verwendet, wir wohnen zentral und alles ist (auch die Arbeit) ist zu Fuß/Fahrrad zu erreichen. Letztes Jahr hatte ich einen unverschuldeten Schaden (250€), den hat die Leihwagenversicherung übernommen. Schäden muss ich nur selten nachtragen lassen, da ist meine Stammstation ziemlich zuverlässig. Bin aber auch wegen der Leihwagenversicherung eher gelassen bei dem Thema. Abrechnungen waren bis auf 1-2 Fälle immer korrekt.


    Zwangs-Pendler :
    Verrätst du uns dein Profil? :P

  • Was mich interessieren würde:
    -Welche Kosten gab es während der mietwagenfreien Tage (ÖPNV/ Fahrrad/ Taxi/ andere Autos etc.)
    -Wie ist eure Schadensbilanz (selbstverschuldet & fremdverschuldete Schäden)?
    -Wie oft mussten Schäden nachgetragen werden?
    -Wie oft war die Endabrechnung nicht korrekt?



    Während den mietfreien Tagen fahre ich Fahrrad, die Kosten dafür betragen bei mir grob überschlagen 200€/Jahr, inkl. Wertverlust und Wartung. Das ein oder andere Mal fahre ich auch Taxi, die Kosten dafür beliefen sich im Jahr 2013 auf knapp 100€, aber davon entfallen allein 60€ auf die Zeit Januar-März, in der ich noch keinen Führerschein hatte.


    Ich hatte bisher erst einen Schadensfall, ich bin mit der neuen A-Klasse im Parkhaus gegen einen niedrigen Betonschweller gefahren, das Auto war noch ganz neu für mich, und ich wusste nicht, dass die PDC erst kurz vor knapp das Piepen anfängt, und vorher die Distanz nur über einen Leuchtbalken am Dachhimmel anzeigt. War aber unkompliziert, da über den ADAC gebucht, war die Vollkasko mit 850€ bereits inklusive, und aus purem Glück habe ich für diese Miete mal den Anbieter APPsichern mit seiner Selbstbeteiligungsversicherung getestet. Vorfall ist mittlerweile erledigt, komplett ohne weitere Kosten für mich. :thumbup:


    Schäden mussten leider regelmäßig nachgetragen werden, bei mir in ca. 50% der Fälle. Mal kleinere Kratzer, aber auch mal komplette Dellen :63:


    Die Endabrechnung war bei mir 3 Mal nicht korrekt, einmal wurde mir unberechtigterweise ein Miettag aufgeschlagen, einmal wurde ein Choice Upgrade über die komplette Mietdauer berechnet, statt nur die wirklich genutzten 7 Tage und einmal wurde mir ein Zweitfahrer berechnet, der gar nicht eingetragen war .. ?(
    Nach jeweils einer Mail an den Kundenservice waren die Probleme aber schnell behoben und ich habe eine korrekte Rechnung erhalten.

  • Kurz und knapp: Die Auslastungsstufen verbessern. Das ist z.B. durch die Nutzung von einer CC inkl. Versicherung möglich, womit Du 2 Fliegen mit einer Klappe schlägst. Lediglich ein zu geringes Alter (Jungfahrerzuschlag) spräche dagegen.
    Nutzung von Groupon-Gutscheinen würde jede Miete um effektiv 10€ günstiger machen. Immerhin 170€ bei Dir über das Jahr gesehen.


    Es ist an sich alles hier im Forum zu finden, was notwendig ist. Wer nen Flughafen in der Nähe hat, konnte mit den Glücksautoangeboten ja auch einiges sparen. So gibt es über das Jahr eigentlich immer irgendwo einen Schlupfwinkel, der Deine 27Cent noch deutlich schmelzen lassen kann.

  • Sowohl als auch - leben und leben lassen. Ich frage mich halt, ob es möglich ist, z.B. unter 20 Cent pro Kilometer (inkl. Sprit) zu kommen - für ein Fahrzeug der Kategorie F***. Für mein Mieterprofil ist das echt sportlich. Mein Ziel für 2014 sind 25 Cent...

  • Danke für die Infos. Wenn der tägliche Weg zur Arbeit ohne eigenes Auto problemlos machbar ist, ist es eine sinnvolle Option.
    Leider scheidet es bei mir aus, da für den Arbeitsweg bei nur ein PKW in Frage kommt.
    Ansonsten kann ich sagen, dass ich beruhigt bin, dass die anderen Punkte gewisse Analogien zu meinen Mieten hat ;-)


    Bei den km-Preisen ist ganz klar das Benutzerprofil zu unterscheiden. Privatmieten, weit im Voraus gebucht, oft übers Wochenende etc. sind ja wenig mit dienstlichen Mieten vergleichbar. Da komme ich locker auch mal auf bis zu 1€ pro km, bedingt durch die Kombinationen aus Flughafenzuschlag, wenig gefahren km, Firmentarif, kurzer Vorbuchungsfrist und zu guter Letzt erhöhtem Verbrauch (sowie sehr selten auch Tankservice).