Tipps für Mietwagen USA, Californien

  • Liebe MWTler,


    wir planen für Mai/Juni eine dreiwöchige Tour durch den Westen der USA (Californien bis Utah). Ich habe mich bereits durch die Threads zum Thema gearbeitet, hätte aber noch ein paar Fragen und würde mich über Tipps freuen, vielleicht könnte dieser Thread ja auch als Sammelung von Hinweisen für die US-Westküste fungieren. Dies ist keine Preisanfrage, sondern es geht mir mehr ums Generelle:


    Was ist eurer Erfahrung nach ein guter Zeitpunkt zum buchen (jetzt scheint noch zu früh, aber ab wann sollte man (abgesehen von Sonderangeboten) Preise vergleichen)?


    Was würdet ihr als angemessenen oder guten Preis bezeichnen? (3 Wochen, 2 Fahrer über 30, wir wollen einen SUV, aber brauchen keinen AMI oder gar Suburban) Aktuell finde ich von 800 bis 2000 Euro Angebote, je nach Anbieter (Broker sind für mich völlig okay).


    Zu den SUV Klassen, habt ihr Erfahrungen wie es um Allrad steht? Suche ich explizit danach, werden mir meist nur Pickups angeboten, und die Modelle in den Klassen gibt es oft sowohl mit 2 alsauch mit 4Rad Antrieb.


    Ist eine Buchung über Deutschland oder aus den USA (ich lebe hier) sinnvoller und kostengünstiger?


    Oneway Fees gibt es ja in Californien nur selten, aber gibt es eurer Erfahrung nach signifikante Preisunterschiede zwischen SFO, LAX oder Las Vegas?


    Zur Versicherung - da diese oft ordentlich zu Buche schlägt - gibt es hier sinnvolle Alternativen (wie eine M&M Kreditkarte, ADAC Mietgliedschaft, externe Versicherung etc.)?


    Thema Extras:

    Da US Mietwagen in der Regel ohne Navi daherkommen und die Zuschläge teuer sind, einfach ein Navi kaufen oder reicht das Handy mit US Sim zur Navigation (an der Ostküste hatten wir keine Probleme, allerdings habe ich etwas Angst vor Funklöchern)?


    Und Toll-pass - da immer öfter die Barzahlung abgeschafft wird, der Pass aber auch oft teuer ist vom Vermieter - kennt ihr hier Alternativen?


    Beste Grüße und Danke für jeden Tipp

    Bob_Lee

  • Hallöchen,


    zunächst mal habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Buchungszeitpunkt kaum eine Rolle spielt. Habe im vergangenen Jahr 3 Monate vor Urlaub bei Sixt gebucht und öfter die Preise gecheckt, viel hat sich nicht geändert (in etwa gleiche Buchungsdauer - 3 Wochen, Preisschwankung max. 50$). Vorteil für dich bei Sixt nebenbeibemerkt, ohne Werbung machen zu wollen, dass Zusatzfahrer umsonst sind, ebenso wie 0€ SB Versicherung (zumindest bei Anmietung in Californien). Sixt war zudem bei mir letzten Oktober mit Abstand der günstigste Vermieter (mehr als 500$ Unterschied zur Konkurrenz).


    Zum Thema Allrad: Ich hatte aufgrund eines minimal minderbemittelten Möchtegerneinbrechers das Glück das Auto tauschen zu dürfen und bin sowohl einen GMC Yukon XL ohne Allrad, als auch nach Tausch einen Suburban mit Allrad gefahren. Scheint also zumindest bei Sixt tatsächlich eher Glücksspiel zu sein, im Zweifelsfall kann man ja aber bei Buchung den Wunsch angeben. Das Monument Valley (ja, ich weiß, laut AVB nicht erlaubt :S) wäre aber auch mit 2WD problemlos gegangen, da fahren auch Leute mit Kleinwägen rein und wieder raus.


    Bei der Versicherung habe ich sowohl mit HanseMerkur als auch mit Allianz und deren Reiseversicherungen gute Erfahrungen gemacht. War zwar beides in Kanada für Wohnmobile, jeweils mit Schadensfall (durch Fahrerflucht auf Parkplätzen :cursing:). Allgemein bin ich da allerdings eher unerfahren und andere Leute können dir in Sachen Versicherung mit Kreditkarte etc sicher besser weiterhelfen.


    Thema Navi: Bei mir war auch ohne Buchung eins festverbaut, eine Handy-App solltes aber natürlich auch tun. Gegen Funklöcher empfehle ich die "Here Maps" App. Sollte sich da nichts in letzter Zeit geändert haben kann man da auch kostenlos Karten vorab runterladen. Tatsächlich hatte ich mit at&t Netz mehr Funklöcher als mir Lieb gewesen wäre, grade in der Einöde und in Nationalparks siehts da ziemlich mau aus.


    Spar dir aber bitte in jedem Falle den Toll-Pass. Die einzige Maut die mich betroffen hat (Touristen-Fahrstrecken ähneln sich ja meist ziemlich) ist die Bay Bridge und Golden Gate. Erstere kann man Bar bezahlen, bei zweiterer einfach bei der Kennzeichenerkennung durchfahren und hinterher die Maut plus 5$ Bearbeitungsgebühr vom Vermieter in Rechnung gestellt bekommen anstatt hunderte von Dollar für dieses blöde Mautgerät zu bezahlen. Viele Mautstrassen gibt es meiner Erfahrung nach eher vorwiegend an der Ostküste.


    LG

    Luca

  • Danke schonmal für die Info, was hast du denn für die drei Wochen bezahlt?


    Zum Thema Zusatzfahrer, die müssen in Californien per Gesetz umsonst sein (zumindest einer, soweit ein Ami mir das berichtete). Aber Sixt scheint tatsächlich interessant, die bieten auch einen Wrangler als garantiertes Modell für einen annehmbaren Preis :)

  • Danke schonmal für die Info, was hast du denn für die drei Wochen bezahlt?


    Zum Thema Zusatzfahrer, die müssen in Californien per Gesetz umsonst sein (zumindest einer, soweit ein Ami mir das berichtete). Aber Sixt scheint tatsächlich interessant, die bieten auch einen Wrangler als garantiertes Modell für einen annehmbaren Preis :)


    So hab ich das auch gehört, anscheinend gilt selbiges vom Gesetz her für die Versicherung.


    Die drei Wochen haben ohne Young Drivers Fee, das für dich ja entfallen dürfte, 1400$ gekostet, war aber auch wie gesagt ein Suburban. Wenn für dich eine kleinere SUV-Kategorie ausreicht lagen die Preise letzten Oktober glaube ich um die 1200$ beim Tahoe und 1000$ bei den Standard-SUVs.

  • Also wir hatten im November 7 Tage GFAR von Sixt. Die Preise von Juni bis kurz vor Urlaubsbeginn regelmäßig beobachtet. Schwankte zwischen 290€ und 550€ für 7 Tage.

    Buchung aus Deutschland war billiger.

    Thema Tollpass: Die grobe Route durchrechnen, ob der Festpreis beim Vermieter drüber oder drunter liegt und dementsprechend dann mitbuchen oder selbst kümmern.

    Sixt hat bei GFAR Navi drin, soviel kann ich sagen. Navigieren geht ja zur Not auch ohne Handynetz solang GPS vorhanden ist.

  • Ich kann fahre gerade mit einem LTAR BMW 430i Cabrio durch Kalifornien, daher kann ich dir mit generellen Infos, nicht jedoch zu deiner Buchungsklasse dienen.


    Meine Miete startete bei Sixt Hollywood West (angekommen in Santa Ana, mit dem Uber nach Hollywood ins Inn) und wird in Las Vegas enden. Insgesamt täuschen die angezeigten Preise, wenn man direkt über die US-Seite schaut, da kommen zum Schluss noch Feed und Taxes drauf, daher habe ich mich über einen VPN nach Deutschland verbunden und von dort aus gebucht. Ich habe Platin-Status und bin Shareholder, entsprechend hätte ich für 12 Tage E-Klasse (XCAR) 287€ bezahlt. Vor Ort habe ich dann für $200 ein Upsell auf LTAR gemacht, damit bin ich über $150 günstiger, als bei direkter Buchung - was allerdings auch etwas Verhandeln + Platinstatus benötigte. Die Preise für SUVs - respektive Mercedes GLC oder dergleichen waren auch in diesem Range.


    Je nach dem, wie viel du für Sprit ausgeben möchtest, empfiehlt sich die Auswahl einer entsprechenden Motorisierung. Ich fahre den 430i jetzt mit 9,1l/100km, was bei rund $3/Gallone einen vernünftigen Kilometerpreis ergibt und viel Spaß macht. Fastrak kann man auch selbst online bezahlen, dann spart man sich die Service-Gebühr. Google gibt gute Auskünfte zu den verschiedenen Mautstellen.


    Ich kann noch empfehlen, den Zustand des Autos zu checken, bei uns fehlte rund 1 bar Druck in den Reifen und er wollte neues Öl. Ersteres habe ich selbst korrigiert, letzteres quittieren lassen, falls uns der Motor um die Ohren fliegt ;-)


    Viel Spaß in CA!

  • Ich weiß nicht, ob sich das seit 2014 geändert hat, aber damals mussten wir unsere Route nach der Buchung bei Sixt am Flughafen Los Angeles ein klein wenig anpassen, da man nur in die Nachbarstaaten Kaliforniens einreisen durfte (sprich Oregon, Nevada und Arizona). Der Trip zum Bryce Canyon musste daher entfallen. Mir wurde das auf Nachfrage bei Sixt mit dem zu dünnen Stationsnetz erklärt, dass man im Schadensfall nicht schnell genug handeln könne. Aber ist wie gesagt schon mehr als vier Jahre her. Andere Forenmitglieder können bestimmt schnell Licht ins Dunkel bringen, ohne dass wir lange AGBs lesen müssen. Ansonsten schon einmal eine gute Reise und viel Spaß!

  • Die meisten Tipps sind nett gemeint, aber eigentlich nicht hilfreich, da der TE US Resident ist, habe ich das richtig verstanden? Da gelten andere Regeln bezüglich Versicherung und Preisen.


    Ich habe für eine Woche Midsize bei Alamo via Billiger-Mietwagen 175 Euro gezahlt, inklusive einer Tankfüllung, aller Kilometer und ich glaub mindestens einem Zusatzfahrer. Oneway auch inklusive, genau wie die 0 SB.


    Nur: auf dem Vertrag stand irgendwas von „prices and conditions only valid for non US residents“, also belies dich da mal besser.

  • Ich habe bisher am besten immer so ca. 2-3 Monate vor Mietbeginn gebucht. Auch mit vielen Vergleichen bin ich jedes mal mit Hertz am Besten gefahren, allerdings muss man dafür einiges an Arbeit investieren.


    Was du haben solltest:

    -Hertz Gold Rewards Mitgliedschaft, spart dir ausserhalb von Kalifornien die YDF für deinen Partner

    -ADAC Mitgliedschaft mit CPD 10489

    -Augen offen halten nach coupons


    Preisunterschiede:

    Wir sind dieses Jahr grob die Tour Las Vegas - Phoenix - San Diego - L.A. gefahren, wohin wir fliegen war somit egal, die Mietwagen in LAS waren allerdings deutlich günstiger als in den anderen Städten.


    Hertz Klasse XTAR (U4) Chevy Camaro SS Convertible für 2 Wochen und 4 Extra Tage.

    PHX, SAN, LAX ca. 1.200$

    LAS 860$


    cam.jpg


    Außerdem kann ich dir nur empfehlen die Raten außerhalb der Flughafen Stationen zu checken. In Los Angeles gibt es z.B. eine Station im Marriott und Hilton direkt vor dem Flughafen, die sind näher dran als die offizielle Flughafen Station und kosten teilweise die Hälfte. In SFO ist es am Westin um die Ecke z.B. deutlich günstiger als am Flughafen.


    Für die 2 Wochen und 4 Tage dieses Jahr hätte ich z.B. einen garantierten Escalade oder Mercedes GLS für ca. 890$ erhalten, wollte aber lieber ein Cabrio.

    Hertz bietet dir in den USA auch garantierte 4WD Buchungen. Meine beste Rate bisher war diese für eine Woche:


    sub.jpg


    Wie kommt man auf diese Raten?


    Indem man verschiedene Hertz Länderseiten ausprobiert und tagelang verschieden Anmietstationen (teilweise eklatante Unterschiede innerhalb derselben Stadt), Zeiten und Klassen ausprobiert.


    Die besten Erfahrungen habe ich bisher mit NL, DE und FR gemacht. Teilweise führt das wilde hin- und herprobieren mit aktivierten Cookies dazu, dass die Hertz EDV aufgibt und Traumpreise ausgibt, die dann auch buchbar sind. Bei der Suburban Buchung oben kosteten in der Fahrzeugauswahl z.B. alle SUV, egal welche Größe 295,68$. Woher da kam, keine Ahnung, aber die Buchung ging problemlos durch.


    Wenn man sich die Zeit nicht nehmen will, dann bleiben nur die Broker.


    Bei Buchungen über die EU sind Versicherungen eigentlich immer inkludiert.


    Navi: Ich habe mir vor 6 Jahren mal ein Tomtom gekauft, das tut es wenn es keinen oder schlechten Handyempfang gibt, ansonsten steige ich zunehmend auf die Apple/Android CarPlay um.


    Zum Thema One-Way kann ich dir nichts sagen.

  • Ich weiß nicht, ob sich das seit 2014 geändert hat, aber damals mussten wir unsere Route nach der Buchung bei Sixt am Flughafen Los Angeles ein klein wenig anpassen, da man nur in die Nachbarstaaten Kaliforniens einreisen durfte (sprich Oregon, Nevada und Arizona). Der Trip zum Bryce Canyon musste daher entfallen. Mir wurde das auf Nachfrage bei Sixt mit dem zu dünnen Stationsnetz erklärt, dass man im Schadensfall nicht schnell genug handeln könne. Aber ist wie gesagt schon mehr als vier Jahre her. Andere Forenmitglieder können bestimmt schnell Licht ins Dunkel bringen, ohne dass wir lange AGBs lesen müssen. Ansonsten schon einmal eine gute Reise und viel Spaß!


    Ist prinzipiell Richtig, allerdings ist (mittlerweile) Utah zum Vertragsgebiet hinzugekommen.

  • Wir haben von LAX im August / Sept 2018 ca. 30 EUR für einen Nissan Murano inkl. Versicherung mit SB 350 USD über Billiger-Mietwagen.de bei Dollar gebucht.


    Die wollten uns beim Abholen natürlich noch die erweiterte RoadSave für 8 USD pro Tag für fahrlässig verursachte Schäden und die RoadToll "Allinclusive" für 70 USD pro Woche - also 210 USD "andrehen".


    Wir sind dann eine grosse 8 von LAX - Las Vegas - Grand Canyon - Lake Powel - Monument Valley - Arches - Capitol Reaf - Las Vegas - Yosemety - San Fancisco - HW No 1 - LAX gefahren. Insg. 3500 Meilen.


    Maut haben wir dabei nur für die Oakland Bridge Richtung San Francisco 5 USD bezahlen müssen. Barzahlung wäre dabei gegangen - leider hatten wir da gerade kein Bargeld und somit wurde 8 USD Aufschlag fällig. Wegen der Toll hatte ich mir vorab auch einige Gedanken gemacht - was sich dann als unnötig herausgestellt hat.


    Wegen Oneway gibt es schon einige Anbieter die Kostenlos oder günstig LAX - San Francisco - Las Vegas anbieten. Hier kann man sich auch telefonisch beraten lassen.


    Ich hatte übrigens ein halbes Jahr vor Reise gebucht - als zwei Monate vor Reise der Preis gefallen ist haben die bei Billiger-Mietwagen bei meinem Anruf den Preis meiner Buchung korregiert.