Audi TT Roadster 2.0 TFSI quattro S-tronic | VWFS Eching (bei München)

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    Normalerweise miete ich bei Sixt, jedoch hatte ich mal wieder Lust auf etwas spaßiges. Ja, Spaß haben kann ich mit einem knapp 300 PS starken Diesel auch haben – aber ich wollte ein Fahrzeug mit Benzinmotor, dass ein bisschen Lärm machen kann. Also entschied ich mich dieses Wochenende für ein Fahrzeug der Euromobil GmbH, da ich wusste, dass ich dort eine „Fahrzeug-Garantie“ habe. Wenn ich einen Audi TT fahren möchte, dann buche ich den Audi TT und erhalte ihn im Normalfall auch. Das ist bei Sixt natürlich nicht garantiert. Zumal momentan solche Autos noch Mangelware in der Mietwagen-Flotte sind.


    Anmietung

    Reserviert habe ich in der Station Eching (Heisenbergstr. 4, 85386 Eching), da ich dort schon mal ein Mietfahrzeug hatte und der Service wirklich sehr gut war.


    Nach der Reservierung habe ich der Station eine E-Mail geschickt um zu fragen, welche Motorisierung denn auf mich wartet. Kurz darauf hatte ich schon die erhoffte Antwort: 2.0 TFSI mit 230 PS – perfekt!


    Vor der Abfahrt in Nürnberg habe ich noch in der Station angerufen ob soweit alles klar ginge mit der Reservierung. Man hat mir mitgeteilt, dass ich statt des reservierten Audi TT Coupé einen Roadster bekäme, da der Coupé eine Reifenpanne hat. Dafür hat der Roadster aber quattro.


    Bei Ankunft in der Station ohne Wartezeit direkt den Mietvertrag aufgesetzt. Da Zusatzfahrer kostenlos sind, ließ ich meine Freundin auch eintragen, schließlich gönne ich ihr auch ein bisschen Spaß. Die Kaution betrug 500,00 € und wurde auf der Kreditkarte geblockt.


    Ich hatte den Mitarbeiter gefragt, ob er mir die genaue Ausstattung sagen könnte – würde mir schließlich ein wenig Arbeit abnehmen. Im System konnte er leider nichts finden, jedoch waren wir ja in einem großen Audi-Zentrum. Der RSA hat einen Serviceberater aufgesucht, der schließlich die Ausstattungsliste anhand der VIN ausdruckte. Vielen Dank für die Bemühungen!


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    (Fahrzeugschlüssel mit VWFS-Anhänger)



    In dem Audi-Zentrum gibt es keinen Schlüsseleinwurfkasten, sondern einen Automaten, der ein kleines Schließfach öffnet in dem der Schlüssel deponiert werden kann. Für jeden Kunden ein extra Schließfach. Das letzte Mal gab es aber Probleme, da kein Fach öffnen wollte. Deswegen sprach ich den Mitarbeiter darauf an, der mir dann den kompletten Vorgang zeigte. Dann stellte sich auch heraus, warum es das letzte Mal nicht ging. Man darf nicht auf Mietwagen-Rückgabe gehen, sondern musste quasi ein Fahrzeug einchecken, dass für die Werkstatt abgegeben wird. Okay, kein Problem – nur wissen muss man’s halt!


    Danach hat der Mitarbeiter das Fahrzeug auch schon vorgefahren. Ein kurzer Check um das Fahrzeug ergab, dass lediglich beide Felgen auf der Vorderachse beschädigt waren. Weitere Schäden waren im Regen nicht zu erkennen. Dies wurde auch so auf dem Übergabeprotokoll vermerkt.


    Fakten

    Vermieter: VWFS Rent-A-Car (Euromobil GmbH)


    Anmietstation: Eching (Heisenbergstr. 4, 85386 Eching)


    Rückgabestation: Eching (Heisenbergstr. 4, 85386 Eching)


    Gebuchte Klasse: Audi TT Coupé


    Erhaltene Klasse: Audi TT Roadster


    Erhaltenes Fahrzeug: Audi TT Roadster 2.0 TFSI quattro S-tronic


    Bruttolistenpreis: 53.810,00 €


    Leistung: 230 PS


    Kilometerstand bei Abholung: 25.025 km


    Gefahrene Kilometer: 865 km


    Verbrauch: ca. 12,7 Liter/100 km


    Mietzeit: 3 Tage


    Bereifung: Winterreifen auf 18-Zoll-Leichtmetallfelgen



    IMG_20190303_181558.jpg(Winterreifen in der Größe 245/40 R18)


    Fahrzeug

    Ausstattung

    Folgende Ausstattung hatte das Fahrzeug:

    • Farbe: Mythosschwarz Metallic
    • S-Line Exterieur
    • LED-Scheinwerfer
    • 18-Zoll Leichtmetallfelgen mit Bereifung 245/40R18
    • Sport-Sitze aus Leder mit Sitzmittelbahn in Alcantara
    • 4-Wege-Ledenwirbelstütze
    • MMI Navigation Plus mit MMI touch
    • Verkehrszeichenerkennung
    • Komfortzugang
    • Spurhalteassistent
    • Geschwindigkeitsregelanlage
    • Diebstahlwarnanlage
    • Einparkhilfe Plus (PDC vorne und hinten)
    • Komfort-Klimaautomatik


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    Exterieur

    Optisch gefällt mir der Audi TT wirklich sehr gut. Sein aggressives Auftreten durch den großen Kühlergrill und den wirklich sehr schönen Scheinwerfern (insbesondere mit aktiviertem Tagfahrlicht) machen im Rückspiegel deutlich, dass hier ein paar PS mehr unter der Haube sind.


    Von hinten lachen einen zwei relativ große Endrohre an, die das aggressive Auftreten nochmal unterstreichen. Der Heckspoiler, der ab ca. 120 km/h von alleine oder auf Knopfdruck ausfährt, wirkt dazu sehr sportlich und erhöht sicherlich auch den Abtrieb bei höheren Geschwindigkeiten.



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    Interieur

    Der Innenraum ist Audi-typisch wirklich gut verarbeitet. Kein klappern, keine Spaltmaße. Die Platzverhältnisse sind wirklich üppig, sodass man sich zu keiner Zeit eingeengt fühlt. Ablagemöglichkeiten waren auch in ausreichender Zahl vorhanden.


    Lediglich der Kofferraum wirkt auf den ersten Blick sehr flach, jedoch geht auch ein Getränkekasten bzw. eine Klappbox von der Höhe gerade so in den Kofferraum. Für die Fahrzeugklasse fällt der Kofferraum mit ca. 280 Litern schon sehr groß aus. Auch verkleinert er sich nicht bei geöffnetem Verdeck.


    Vom Innenraum-Design gefällt mir die aufgeräumte Optik wirklich sehr gut. Neu war für mich, dass die komplette Bedienung über das Virtual Cockpit stattfindet. Auch die Klimabedienung war mir neu und gefällt mir wirklich gut. Auf die beiden Punkte gehe ich später noch genauer ein.


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    Motor, Getriebe und Fahrwerk

    Beim Motor handelt es sich um einen turboaufgeladenen Reihenvierzylinder, der an ein 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und Audis Allradantrieb „quattro“ gekoppelt ist. Der 2-Liter-Vierzylinder leistet 230 PS und ein maximales Drehmoment von 370 Nm.


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    In den ersten drei Gängen spurtet der Audi in wahnsinnigen 5,5 Sekunden auf Tempo 100. Gerade unter 100 km/h schiebt der Audi richtig an. Dank quattro und der 6-Gang-Automatik wird die Leistung perfekt auf die Straße übertragen. Ab 200 km/h wird es jedoch etwas träge und man merkt, dass es sich nur um einen 2-Liter-Vierzylinder handelt.


    Was mich sehr gewundert hat, ist die Tatsache, dass ich auf dem Tacho kurzzeitig eine Geschwindigkeit von 278 km/h angezeigt bekommen habe, bevor ich wieder bremsen musste. Eigentlich war ich der Meinung, dass die Fahrzeuge ab Werk auf Tempo 250 begrenzt sind. Auf jeden Fall eine coole Sache mal ein „offenes“ Fahrzeug zu bewegen. Die 245er-Winterreifen waren übrigens mit einem Speedindex von 270 km/h (W) ausgestattet.


    Der Sound des Vierzylinders ist kernig und beim Schalten unter Last hört man es auch ordentlich knallen, was an der Automatik liegt (DSG-Furzen). Natürlich hat man da sofort ein Lachen im Gesicht, allerdings hätte ich mir ein wenig mehr Sound bei der Gaswegnahme bzw. beim Abtouren gewünscht.


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    Beim Getriebe handelt es sich um das „DQ250“, welches ebenfalls in meinem Seat Leon 2.0 TDI verbaut ist. Das 6-Gang-Automatikgetriebe ist in verschiedensten Fahrzeugen des VAG-Konzerns zu finden, da es sich durch hohe Zuverlässigkeit auszeichnet. Die Schaltvorgänge könnten aber teilweise etwas schneller von statten gehen. Gerade beim Benutzen der Schaltwippen ruckte es teilweise deutlich. Allerdings muss man auch erwähnen, dass ein Automatikgetriebe auch lernt und sich anpasst – deswegen war das Getriebe von der Schalt-Charakteristik überhaupt nicht mit meinem vergleichbar, da der TT deutlich anders bewegt wurde als mein Seat Leon und das Getriebe entsprechend gelernt hat anders zu schalten.


    Beim Fahrwerk war alles Serie, somit war das Fahrwerk schon sportlich abgestimmt, jedoch war mehr als genug Restkomfort vorhanden. Das Magnetic Ride (verstellbares Fahrwerk) oder S-Line-Sportfahrwerk wäre hier sicherlich noch schöner gewesen. Ein Aufschaukeln in Kurven oder beim starken Bremsen war nicht vorhanden, was mir sehr gut gefiel. Auch für Langstrecken ist das Fahrwerk auf jeden Fall geeignet. In Verbindung mit den 18 Zoll-Leichtmetallfelgen merkt man Schlaglöcher aber trotzdem deutlich. Selbst bei 250 km/h auf der Autobahn fühlt sich der Audi TT dank des guten Fahrwerks jederzeit sicher und kontrollierbar an.


    Letztendlich ist der Audi TT sehr gut abgestimmt, was ein wirklich sportliches Fahren möglich macht. Vortrieb ist dank quattro-Allrad jederzeit garantiert – untermalt vom kernigen Sound der Abgasanlage macht das Auto wirklich sehr viel Spaß.


    Verdeck

    Das Stoffverdeck ist relativ gut gedämmt, so wird es erst ab 200 km/h so laut, dass man sich nur noch schwer unterhalten kann. Darunter sind die Windgeräusche schon zu vernehmen, jedoch nicht störend.


    Das Verdeck kann bei einer Geschwindigkeit bis zu 50 km/h geöffnet und geschlossen werden, was es einem deutlich erleichtert das Cabrio-Feeling spontan in der Stadt zu genießen. Innerhalb von ca. 10 Sekunden öffnet das Verdeck, was ich einen relativ guten Wert finde. Ein Windschott war leider nicht mitbestellt, jedoch war es in der Stadt meiner Meinung nach auch nicht nötig. Wegen der aktuellen Wetterlage hatte ich sowieso keine Lust mit offenem Verdeck über die Landstraße zu fahren.


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    Verbrauch

    Natürlich bin ich alles andere als sparsam gefahren und deshalb standen auch 12,7 Liter auf 100 km im Bordcomputer. Finde ich für die abgerufene Leistung völlig in Ordnung. Als meine Freundin gefahren ist, waren auch Verbräuche von 6,8 Liter/100 km auf der Landstraße möglich.


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    (Auch ein Mietwagen hat das Recht auf Liebe: Handwäsche in der SB-Waschbox)


    Virtual Cockpit im Audi TT

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    Generell bin ich ja eher ein Fan von analogen Geschwindigkeitsanzeigen mit echten Zeigern. Im Audi TT hat das Virtual Cockpit allerdings einen wirklichen Sinn – nicht nur optische Spielerei. Ein Verzicht auf das komplette Display in der Armatur ist für mich ein wirklicher Fortschritt.


    Die Bedienung ist fast dieselbe wie in jedem anderen Audi-Fahrzeug. Mittels Dreh-Drück-Steller navigiert man sich durch die bekannten Menüs. Auch über das Lenkrad kann man sich durch die Menüs drücken, jedoch manchmal recht umständlich. Hat man den Dreh mal raus, geht die Bedienung auch leicht von der Hand. Falls etwas mal nicht so klappt wie erhofft, steht einem ja noch die Bedienung per Sprachbefehl zur Verfügung, was wirklich einwandfrei funktioniert.


    Klimabedienung

    Mein wirkliches Highlight ist aber die Klimabedienung. Ist die Zündung aus, fragt man sich, wo man bitte die Temperatur einstellen soll, denn es sind im Armaturenbrett keine Knöpfe dafür vorgesehen. Im Audi wurde neben dem Display auch noch die Klimabedienung wegrationalisiert. Ein super Schritt, wie ich finde. Sobald man die Zündung aktiviert, bzw. den Motor startet, erwachen die fünf kleinen Displays zum leben.


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    Inmitten der fünf Luftauslässe finden sich kleine dreh- und drückbare Displays, mit denen sich zum einen die Klimaautomatik steuern lässt und zum anderen (an den äußeren Düsen) die Sitzheizung. Somit fällt das klassische Klimabedienteil weg und Audi zeigt auch hier, dass ein anderes Konzept nicht immer Nachteile bringen muss.


    Das Armaturenbrett wirkt dadurch noch viel aufgeräumter und macht einen etwas futuristischen Eindruck. Mir gefällt’s!

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    Fazit

    Der Audi TT kann in meinen Augen ein schönes Alltagsfahrzeug sein, dass durchaus sportliche Ambitionen hat, dabei aber auch durchaus alltagstaugliche Verbräuche erzielen kann. Ein sehr schön abgestimmtes Fahrzeug, dass auch mal richtig aggressiv kann. Wer es noch sportlicher braucht, bestellt sich noch das Audi Magnetic Ride dazu oder direkt den Audi TTS, der dieses Feature serienmäßig besitzt.


    Rückgabe

    Sonntag Abend war es dann soweit – der Abschied naht. Ein wirklich tolles Fahrzeug, dass ich gerne länger gefahren wäre. In der Station angekommen, war natürlich niemand vor Ort. Also musste ich mich an der Audi Service-Station zurechtfinden, was relativ leicht von der Hand ging, da es mir bei der Abholung schon ausführlich gezeigt wurde.


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    Leider funktionierte die Technik nicht so wie sie sollte und zeigte mir zum Abschluss an, dass sich gerade ein Fach geöffnet hätte und ich den Schlüssel einlegen sollte. Das Fach öffnete sich leider nicht, somit blieb mir nichts anderes übrig, als den Notdienst anzurufen. Durch die Telefonate und der Anreise des Mitarbeiters aus Unterschleißheim, verzögerte sich meine Rückfahrt um eine ganze Stunde. Wie gut, dass ich es nicht eilig hatte.


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    Abschließend möchte ich mich bei dem sehr netten RSA für den reibungslosen Ablauf bei der Anmietung bedanken. Außerdem beim Notdienst-Mitarbeiter, der nach den Telefonaten wirklich sehr schnell vor Ort war. Sofern ich wieder mal einen Audi von VWFS anmieten möchte, wäre die Station wirklich meine erste Wahl.


    Bilder


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  • :D :D so sehr ich die S-Klasse liebe, aber ausgerechnet diesen Wagen als "maskulin" zu bezeichnen halte ich für äußerst gewagt.


    \\Bezug auf Troll entfernt cram also wenn dann musst du schon alles entfernen. Anfänger... :P


    Schade, dass nach einer erneuten Zeit der Roadster und Sportcoupés diese schon wieder dem Ende zu zu gehen scheint. Ich hoffe, dass Mazda wenigstens dem MX5 treu bleibt.