Einführung eines automatischen Speed-Limiter in Planung

  • Da wird einem erstmal bewusst wie gut das menschliche Gehirn ist. Das wird lange dauern bis das eine KI nachmachen kann.


    Ihr könnt mal googlen wie man durch einfache kleine Aufkleber auf z.B. Stopschildern dafür sorgt, dass das Auto ein Geschwindigkeitsschild etc. stattdessen erkennt. Stichwort KI Hacking im Auto. Gruselig.

  • Moral und Ethik. Ahja. Zwei absolute Unworte, da sie ständig missbraucht werden. Ich fahre seit 400.000 km unfallfrei, nimmt man mal Felge gegen Bordstein aus. Mensch = Fahrer ist sehr wohl tragbar. Und es sollte jedermanns Recht sein, das für sich selbst entscheiden zu können.


    Wer sich lieber fahren lässt, ich zeige euch gerne den Weg zum nächsten HBF der deutschen Bahn - wenn sie denn dann mal fährt - schwören doch alle so auf die Öffentlichen. :D


    Dann sind die Mittelspurschleicher von den Straßen und ich kann wieder „fahren“.

  • Wir wollen mal nicht übertreiben. Einige Menschen fahren ja noch gerne Auto weil sie es lieben...nicht weil sie von A nach B kommen wollen. Ethisch nicht tragbar? Wow....was für ein Käse.

    Wir entwickeln uns langsam zu einer Gesellschaft von nichtdenkern. Bloß nichts alleine machen, alles machen lassen. Filme zeigen wohin das führt und ich glaube den Filmen langsam immer mehr.

  • Ethisch nicht tragbar ist die Unfallrate von menschlichen Fahrern. Es hilft nichts, dass einzelne vorbildlich und unfallfrei fahren, wenn der Rest der Masse jährlich >3.000 Verkehrstote verursacht.

    Ob man das jetzt gut oder schlecht findet, spielt am Ende keine Rolle. Heute schon macht der durchschnittliche Arbeitsweg durch die staugeplagte Stadt keinen Spaß mehr und ist für die meisten vergeudete Zeit, die sie besser anders nutzen könnten. Am Smartphone zum Beispiel, was ja auch reichlich Leute "nebenbei" machen.

    Die ersten Level-4-Autos werden dann ab und zu noch selber gefahren, aber wer erstmal merkt, wie praktisch das doch ist, wird sich fast ausschließlich fahren lassen. Der Schritt zu Level-5 ist dann nur noch ein kleiner.


    Ich will hier auch niemandem den Spaß am Autofahren nehmen, aber der Trend zu dieser Mobilitätswende wird sich dadurch nicht aufhalten lassen.

    EUROwoman. Tesla, Experimentalstadium. Ansonsten: >40.000 Verkehrstote in den USA, Tendenz steigend.

  • Ich finde die Diskussion hier gerade auch sehr schwarz-weiß. Es legt je niemand den Schalter um und ab dem 1. Januar 2020 darf niemand mehr selbst fahren. Das Auto an sich gibt's schon länger, und ich darf trotzdem noch mit einem Pferd über die Landstraße.


    In einem Auto zumindest die Wahl zu haben, ob ich selber fahre oder nicht, ist für mich eine ganz nette Vorstellung, auch als jemand der Autofahren liebt. So inspirierend ist es nicht, durch eine überfüllte 120er-Zone zu tuckern. Dann lieber Autopilot einklinken und Füße hoch, sowas verwaltet ein Algorithmus, der Daten von anderen Fahrzeugen um mich herum bekommt, viel besser und sicherer.


    Die Fahrer hier im Forum, die alle immer garantier zu 100% perfekt und aufmerksam fahren, sind ja nicht das Problem. Ein großer Teil der Leute hat aber einfach keinen Bock auf Fahren - und entsprechend ist der Fahrstil. Diese Leute hängen beim Fahren sowieso die ganze Zeit am Handy, checken Instagram und schreiben WhatsApp-Nachrichten. Denen nehme ich lieber die Kontrolle ab und übergebe sie dem Auto.

  • Für Leute die nicht selbst fahren wollten gibt es aber bereits Möglichkeiten: BlaBlaCar - Taxi - Chauffeur - Zug - Flugzeug - Fähre - Fahhrrad - U-Bahn - Bus - Laufen.


    Tendenz in Amerika:

    - durchschnittlicher IQ = -2, Tendenz Richtung -3.

    - Fahren als Nebentätigkeit zu Instagram und Co.

    - Autos zu groß für viele Fahrer, die das dann gar nicht einschätzen können.


    PrognoseBumm Leute, die nicht fahren wollen und nur am Handy hängen, sollten einfach nicht fahren - es zwingt sie niemand dazu und Alternativen gibt es genug. Wer das nicht versteht, den übergebe ich nicht ans Auto sondern dem nehme ich den Lappen weg.

  • Ich korrigiere mal meine eigene Aussage:

    Wenn die volvo nur noch 180 fahren, dann werden die auch so entwickelt. Das dürfte Geld sparen und den Preis des Autos senken. Egal ob in Deutschland oder woanders.

    Das war mein erster Gedanke, als ich davon gehört habe. Aber ich frage mich, wo genau dadurch Kosten gespart werden können.

  • PrognoseBumm Leute, die nicht fahren wollen und nur am Handy hängen, sollten einfach nicht fahren - es zwingt sie niemand dazu und Alternativen gibt es genug. Wer das nicht versteht, den übergebe ich nicht ans Auto sondern dem nehme ich den Lappen weg.

    Da bin ich ganz bei Dir, nur funktioniert doch gerade das eben so nicht.

    Und warst Du nicht derjenige, der weiter oben noch selber bestimmt hat, wann er wie schnell fahren darf, weil er dann nach eigenem Ermessen niemanden gefährdet? Wie passt das zusammen? Vielleicht sind die Smartphonefummler ja auch der Meinung, jetzt gerade niemanden zu gefährden.

  • Es ist ein kleiner Unterschied, ob ich dabei die Augen auf der Straße habe und Auto fahre, oder ob ich am Handy spiele und NEBENBEI Auto fahre.

    Da habe ich nämlich Kontrolle über die Situation und kann reagieren - ich spreche hier nicht von 250 in der Baustelle oder 150 in der Innenstadt. Die habe ich aber überhaupt nicht, wenn ich gerade wichtigere Sachen mache, wie z.B. Facebook zu checken, und die Straße überhaupt nicht mehr im Blick habe.


    Wer nicht in der Lage ist, ungeteilte Aufmerksamkeit zur Verfügung zu stellen(das betrifft heute bereits die Mehrheit der Menschen), sollte lieber ein alternatives Verkehrsmittel nehmen, bei dem er sich fahren lassen kann.

  • Stimmt, Du meintest, 50 in einer 30er Zone sei nachts ok. Wieso kann man nachts schneller fahren? Ich möchte Dich auch gar nicht provozieren, sondern sehe es als Grundproblem im Straßenverkehr, dass jeder die Regeln oft nach eigenem Ermessen auslegt. Been there, done that, auch ganz klar. Du bist beim Tempolimit laxer und beim Smartphone streng. Andere meinen, mit 1,0 Promille noch gut fahren zu können. Oder auf der Autobahn am Handy chatten, weils ja eh nur geradeaus geht.

    Selbstüberschätzung ist mMn der Killer Nr. 1 im Straßenverkehr. Und weil man das nicht rausbekommt aus den Leuten, wird man irgendwann ausschließlich autonom fahren. Darauf wollte hinaus.

  • Selbstüberschätzung ist mMn der Killer Nr. 1 im Straßenverkehr.

    Meine Zustimmung! Und insbesondere wenn frische Führerscheinbesitzer dann von sich behaupten, auf der Autobahn bei Tempo jenseits 180km/h volle Kontrolle zu haben und noch dazu aufgrund ihrer "ausgeprägten" Erfahrung meinen, Gesetzesempfehlungen zu mehr Verkehrssicherheit auf Autobahnen in Lächerliche ziehen zu können - solche soll es wohl auch in diesem Forum geben -, dann ergibt in solchen Fällen die Einführung von Speed-Limitern v.a. für eine solche Adressatengruppe doch durchaus Sinn. Um mal zum ursprünglichen Thema zurückzukommen...

  • Also ich denke, dass mir fast jeder zustimmen wird, dass blind Auto fahren (ist ja nichts anderes wenn man nicht auf die Straße schaut) etwas anderes ist, als wenn man in einer 30-er Zone (am besten mit spielende Kinder Schild) nachts ein wenig schneller als 30 fährt.


    Selbstüberschätzung ist es meiner Meinung nach weniger als abgelenkt sein und die Aufmerksamkeit anderen Dingen zukommen zu lassen. Alleine schon Rückspiegel nutzen, Blinker nutzen, nicht aufs Mobiltelefon schauen könnte viele Unfälle vermeiden - dazu das Rechtsfahrgebot, und Autobahn fahren wäre fast wie Urlaub.


    Wobei Multitasking am Ende auch eine Form der Selbstüberschätzung darstellt.