Jaguar E-Pace - P250 AWD (R-Dynamic SE) | Europcar BRE

  • Jaguar E-Pace - P250 AWD (R-Dynamic SE)




    Vorlauf


    Eigentlich sollte es dieses Wochenende als Belohnung für den ersten Monat im neuen Job einen TTS geben. Ich hatte zu Beginn der Verfügbarkeit eig. am HAM gebucht, bin dann aber, nachdem er auch hier zu haben war, zum BRE gewechselt, da ich Hin- und Rückweg mit Flixbus nicht unbedingt haben muss.



    Hatte mir ein langes WE genommen um damit durch den Harz zu fahren und na ja, wurde dann herbe enttäuscht von Europcar (haben vllt. einige mitgelesen...)



    Hatte mich dann unter der Woche vom Thema Sportwagen verabschiedet, da mich der angebotene E53 AMG nicht wirklich interessiert und mit dem SL besprochen, dass er mir was nettes hinstellt zu einem reduzierten Preis.



    Und so kam es dann, dass die RSA mir gestern den Schlüssel für eine E400 T-Modell hinhielt. Soll gute Ausstattung haben und die Leistung spricht natürlich auch für sich. Da ich aber Mercedes (im Verhältnis zu Audi/BMW) nicht ganz so viel abgewinnen kann, bin ich noch ein zweites Mal durchs Parkhaus und habe den Jaguar gesehen. Zudem ist in 3 Wochen dann LWAR gebucht und ich hatte noch nie einen SUV und habe dann entschieden, dass es heute so weit.



    Des Weiteren auch noch Mal ein Ecke günstiger als die E-Klasse (wobei es die Benzinkosten bestimmt wieder reinholen) und so wird das WE genau der Gegensatz zu dem was geplant war.




    Erster Eindruck



    Ich habe den Trend "SUV" nicht richtig verstanden. Gerade für "junge" Leute. Die Fahrzeuge sind nur begrenzt sportlich, und nützlich schon mal gar nicht. Also im Alltag würde ich nen SUV vllt. geschenkt nehmen, aber sonst... selbst als Rentner würde ich einen Kombi bevorzugen. Der hohe Einstieg ist echt nur nötig, wenn man ne neue Hüfte hat.



    Aber ich wollte einem "Exoten" mal eine Chance geben. Also fahre ich dieses WE eben diesen Range Rover Ev.. ähh, einen Jaguar E-Pace.





    Interior



    Zu erst ist mir der Sitz augefallen. Diesen kann man in alle Himmelsrichtungen verstellen - hoch und runter gehts gefühlt 50cm. Da sitzt man echt aufm Boden oder mit dem Kopf direkt unter der Ecke. Nach vorne und hinten auch. Denke, da kommt man mit 2,02 so gut klar, wie mit 1,50m. Dazu ist er wirklich sau-bequem und mit Leder bezogen. Klassich schwarz - macht sich ganz gut.


    Das Infotainmet ist leider für meine Verhältnisse etwas zu weit weg vom Fahrer. Ich muss mich doch schon recht stark nach vorne lehnen, so dass es unbequem wird, wenn man sich etwas länger damit beschäftigen möchte. Für eine schnelle Zieleingabe reicht es. Grundsätzlich werden die Eingaben schnell umgesetzt und außer, dass das System etwas altbacken aussieht, tut es gute Dienste und verfügt über alle Funktionen, die man ab der Mittelklasse erwarten kann. ACC ist verbaut und lässt sich intuitiv bedienen. Einfacher als bei VW, finde ich.




    Die Verarbeitung im Innenraum ist 50:50.


    Teilweise sieht es nach 'Premium' aus und fühlt sich auch gut an. Andererseits gibt es billige Knöpfe und Schalter aus Hartplastik, die sich gar nicht wertig anfühlen.


    Die Getränkehalter sind schön groß, halten aber 0,33 Flaschen nicht sicher - diese sind einfach zu dünn. Weiterhin muss man relativ Druck bzw Zug anwenden, um das Getränk zu bewegen. Handelt es sich dann um eine offene Dose hat man den Inhalt schnell über der Hand.



    Die Mittelkonsole ist bei Dunkelheit chic beleuchtet (kommt immer besser rüber, als auf den Fotos wie die meisten wissen). Habe leider keine Einstellungsmöglichkeit gefunden. Die Beifahrerseite ist sehr clean gehalten und sogar durch einen kleinen Balken abgetrennt. Es dreht sich also alles um den Fahrer.


    Weiterhin befindet sich in der Mittelkonsole unter der Armlehne eine große Ablagemöglichkeit mit 2 USB-Anschlüssen. Hier befindet sich auch das Lesegerät für die SD-Karte mit den Daten für das Navi.


    Die Mischung der Materialien ist echt verwunderlich - von billig bis Premium alles dabei. Für einen Jaguar dann insgesamt an der falschen Stelle gespart.






    Exterior


    Von der Seite ist das Gefährt echt hässlich. Von hinten finde ich es doch interessant. Zwar etwas gedrungen, aber durch die Lichter und die beiden, sehr hochgelegenen, Auspuffrohre finde ich das ganze doch gelungen. Von vorne dann eher neutral - wobei die beiden seitlichen Lufteinlässe nicht stimmig sind. Jeses Mal wenn ich gucke, habe ich eine anderen Meinung vom äußeren Design. Eher keine gute Note für den "Kleinen".


    Felgen sind recht langweilig dazu kommen die Winterreifen bzw Allwetter.





    Fahreindruck


    Er schwimmt über die Spuren. Aber anscheinend rechnet die Nebenspur damit und es wird einem immer genug Platz eingeräumt. Also ne, ist wirklich etwas indirekt das ganze (da vor aber auch Golf R und Fiesta ST gefahren - das sind Welten). Lässt sich aber leicht unter Kontrolle behalten und nach einigen Kilometern gewöhnt man sich dran.



    Leistung reicht aus bzw. ist sogar schon überdimensiert mit knappen 250PS. Hat natürlich ganz guten Schub so, aber dafür säuft er auch wie ein Großer. Wer sowas in der Innenstadt bewegt, muss echt Hardcore-SUV-Fan sein und/oder zu viel Geld haben (oden den Diesel fahren).



    "Quirks"



    - App zum tracken von Flügen

    - div. Wallpaper

    - beheizbare Frontscheibe (denke ich!? Spiegelt in der Dämmerung sogar etwas - nicht optimal gelöst)

    - beheizbares Lenkrad

    - beheizbare Außenspiegel + projiziertes Logo

    - automatische Heckklappe




    Daten



    183KW

    0-100: 7,0 Sek.

    BLP: ~55.000 EUR

    Verbrauch: 7,7 (angegeben;kombiniert), 14,5 (Innenstadt), 10,1 (Landstraße).








    Spaß mit dem Auto: 6/10.


    Langeweile, die mich zum Schreiben dieses Berichts getrieben hat: 8/10.





    peace out

  • Warum der E-Pace E-Pace und der I-Pace I-Pace heißt und nicht umgekehrt werd ich wohl nicht mehr verstehen.

    Weil der E-Pace das Äquivalent zum XE ist, und so in die Nomenklatura mit F-Pace passt.


    Zudem ist im Design Thinking-Projekt unter der Leitung des Scrum-Managers auf dem Moodboard herausgekommen, dass alle Assoziationen die man mit dem Elektroauto in SUV-Form hervorrufen wollte eben auf das vorgestellte i am besten passen - siehe iPhone, i8, i3, etc..

    Dass man sich so jetzt die Namensgebung für die Zukunft echt verbaut, weil keine Größenvariable mit eingebaut wurde, haben sie dann über den Lärm knallender Sektkorken ganz vergessen.