Aus Liebe am Fahren: Der like2Drive-Trackday

  • Als Kinder dachten wir, Autoscooter wäre das höchste der Gefühle. Seitenkräfte, die uns aus den Wagen zerrten. Rempler, die uns die Hände stauchten. Aber Spaß, bis die Zuckerwatte zum breitesten Grinsen wieder rauskam.

    Trackday mit dem Tracktool: Bilster Berg und Ford Focus ST

    Breites Grinsen: Darum drehte es sich beim Trackday von like2drive auf dem Bilster Berg. Wer sich mit den Teilnehmern unterhält, erntet Beifall und Begeisterung - in Worte gefasstes, schallendes Lachen. Erzählt wird von Geruch (Benzin und Gummi), G-Kräften (Mausefalle) und Alltag vergessen - Oder auch Fokussierung. Für den Moment mit der Strecke, dem Auto und dir alleine sein. Ein Hochgefühl für Petrol-Heads, Auto-Narren und Menschen, die Vortrieb durch Benzin erzeugen.


    Und davon wurde eine Menge durch die Brennräume gejagt. Mitleid konnte man haben. Mit den 15 fast brandneuen Ford Focus ST, die like2drive während des Trackdays zur Verfügung stellte. Mitleid mit dem Hintergedanken, dass man eine solche Achterbahnfahrt dem eigenen Auto wohl nur gezielt zumuten würde, wenn überhaupt. Aber einmal zu spüren, wozu so ein Auto in der Lage ist, löste bei den Teilnehmern aus dem MietwagenTalk Respekt und Begeisterung aus.


    l2d Trackday: Herantasten ans eigene Limit

    Gefahren wurde in drei Gruppen à fünf Autos – zwei für Fahrer ohne Rennstreckenerfahrung und eine Gruppe, die es fliegen lassen wollte. Jede Gruppe wurde von einem Instruktoren-fahrzeug angeführt. Hinter diesem Führungsfahrzeug wurde nach jeder Runde fleißig gewechselt. So konnten sich alle mindestens einmal eine saubere Linie anschauen. Die ist auf dem Bilster Berg gar nicht so einfach zu treffen. Da war sanftes Herantasten angesagt. Denn der Trackday diente nicht zum Erreichen von Höchstgeschwindigkeiten so die Instruktoren, sondern dem Ausloten des eigenen Limits und den Folgeabstand zu den Instruktoren nicht abreißen zu lassen. Was manchmal kaum machbar war.


    kiwitronic beschreibt seine Sicht des Fahrens: „Mein erster Trackday. "Geführte Fahrten" stand auf dem Programm, was kann man da schon groß erwarten? Ein paar Runden über die Rennstrecke, die Ideallinie nachvollziehen und mit etwas Glück die Gänge ausfahren und spät schalten. Was für eine Fehleinschätzung.


    Schon nach den ersten Metern auf der Strecke hatte ich ein breites Grinsen auf dem Gesicht, das dann auch für den Rest des Tages nicht mehr vergehen sollte Ich muss zugeben: Anfangs hatte ich Probleme das Tempo der Instruktoren und anderen Teilnehmer mitzugehen. Das lag dabei aber nie am Auto ("euch wird das Talent lange ausgehen, bevor das Auto an sein Limit kommt"), sondern eher an Barrieren im Kopf.


    Einem Straßenauto hätte ich nicht zugetraut, solche Kurvengeschwindigkeiten (speziell in der Mutkurve), Lastwechsel und Bremsvorgänge so problemlos wegzustecken. Dass Schaltvorgänge oft mit einem satten Ploppen aus dem Auspuff belohnt wurden war dann das i-Tüpfelchen.“


    cram ergänzt: „Erstmal eine Einführungsrunde, in der der Instrukteur die Ideallinie präsentierte und über Funk alles sehr detailliert erklärte. Die weiteren 4 bis 5 Runden wurden dann immer zügiger zurückgelegt, und auch hier gab's immer wieder Tipps, um so wenig wie möglich über die Reifen zu schieben oder sich perfekt hinaus tragen zu lassen mit dem Wagen. So wurde auch der je nach Abschnitt passende Lenkeinschlag wiedergegeben.“

    Bis zu 10 Stints auf dem Bilster Berg

    Eigentlich gab es eine feste Timeline, in der jedem Teilnehmer fixe Stints zugewiesen waren. Im Laufe des Tages stiegen einige aus – oder in die Renntaxen um. So konnte man, wenn Magen und Lust es hergaben, locker flockig bis zu 10 Stints abreißen. Normal ist das bei einem Trackday nicht. Wer Trackdays oder Fahrvorstellungen kennt, weiß um die arg limitierten Fahrzeiten.


    Während sich die Grenze des Erlebten mit dem Fahren des Focus ST schon weit über das gewohnte Autofahren erhob, schoss die Mitfahrt in einem der Instruktoren-Fahrzeuge die Synapsen in den Gefühlsorbit. Neben dem Ford Focus ST zum Selbstfahren standen noch folgende Boliden bereit: Mini John Cooper Works mit der berühmten „1-Zellen-Kattechnologie“ sowie 718 Boxster GTS, 911 GT3 RS und 911 GT3 Cup bereit. Ersterer aus Zuffenhausen (also Serie), der Zweite aus Flacht mit Semislicks und der Dritte aus Meuspath am Nürburgring aus dem Hause Manthey Racing. Speziell das Rennauto war in den Händen von Fleetpool-Inhaber Gerd Schaub praktisch im Dauereinsatz und fühlte sich vom Beifahrersitz aus so an:


    „Vor allem wenn man dann mal drinsitzt und von den Mitarbeitern im Schalensitz angeschnallt wurde. Der Sound der von außen bereits brutal klang, fühlte sich innen einfach nur brachial an. Und eine Kraftentfaltung. Mit 220 km/h auf die Kurve zu und voll auf die Bremse, dass es dich nur so in den 6-Punkt-Gurt presst. Für mich ein absoluter Adrenalinschub.[…]Und egal welches Renntaxi unterwegs war, wenn du es nicht gesehen hast, hast du es gehört. Eine wahnsinnige Atmosphäre.“

    10 MWT-Plätze für den l2d-Trackday 2020

    Wann der nächste Trackday stattfindet, steht noch nicht fest, aber wir werden sicher Informiert. Marc hat schonmal angeklopft, dann gern 10 Plätze für den MWT bereitzustellen. Ob das gelingt, wird sich noch entscheiden. Sein Dank geht raus an Niels und das ganze Team von like2drive, die eine perfekte Organisation an den Tag und an die Strecke gebracht haben. Das ist neben dem Beruf nicht selbstverständlich und zeigt, mit wie viel Lach- und Beugemuskeln sie bei der Sache sind. Autoscooter? Kindergarten dagegen.


    Was hat der Spaß gekostet? Aus dem regulären Preis von 799 € hat like2drive 299 € gemacht und für die MWT-Mitglieder nochmal um 50€ reduziert. Der Preis war also kaum eine Hürde. Auf ein nächstes Mal!


  • Marc war es auch, der uns beim nächsten Trackday von like2drive 10 Plätze organisiert hat. ( Das kann ich nicht versprechen. Daher bitte ergänzend schreiben: Wann wieder ein Trackday stattfindet, steht noch nicht fest. Wir werden aber bestimmt darüber informiert) Sein Dank geht raus an Niels und das ganze Team von like2drive, die eine perfekte Organisation an den Tag und an die Strecke gebracht haben. Das ist neben dem Beruf nicht selbstverständlich und zeigt, mit wie viel Bizeps und Risorius ( was heißt das ? ) sie bei der Sache sind. Autoscooter? Kindergarten dagegen.

    Ich glaube, da muss noch was moderiert werden :210: