Rettet eine CO2-Steuer die Umwelt?

  • Die Sozen arbeiten am Projekt 4%


    https://www.spiegel.de/auto/ak…autobahnen-a-1299677.html

    ""Wir wollen ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen einführen - das leistet einen Beitrag zur Verkehrssicherheit und ist zudem eine kostenlose Klimaschutzmaßnahme"


    Dazu kommt dann die Dreifachbesteuerung von PKWs/Benzin/Diesel auf Geheiß der SPD

    - Pendlerpauschale steigt vorerst nicht

    - KFZ Steuer wird teurer

    - Benzin wird teurer

    - CO2 Komponente kommt on top


    "In dem Vorschlag wird laut der dpa außerdem erwägt, zur Stärkung der Elektromobilität eine "signifikante Maluskomponente" bei der Kfz-Steuer einzuführen - also eine deutlich höhere Steuerbelastung für Fahrzeuge, die das Klima belasten"





    Einmal editiert, zuletzt von Gravi ()

  • Dazu habe ich heute im Radio was von +70ct/l bei Diesel und +50ct/l bei Benzin gelesen...


    Ist ja nicht so, dass Kraftstoffe eh schon 30-50ct "zu teuer" sind.

    im Radio gelesen also. Respekt :P

    So viel ich weiß, wird der Preis für Benzin im ersten Schritt um rund 3 bis 5 Cent pro Liter steigen. Bei 8l/100km sind es also rund 30 Cent mehr für 100km. Wow. Was eine Abzocke.

    Jedem muss klar sein dass Klimaschutz nicht kostenlos sein wird. Und wir haben nun mal den Vertrag von Paris unterschrieben. Das wird gefühlt oft vergessen.

  • Und zudem auch richtig zuhören - das sind keine Forderungen der SPD, sondern Forderungen des Umweltbundesamts. ;)



    Keine Sorge: ich höre das auf dem Weg zur Arbeit halt auch 3 Mal im 15 Minuten Abstand, deswegen prägt sich das eher ein. ^^

  • Jedem muss klar sein dass Klimaschutz nicht kostenlos sein wird. Und wir haben nun mal den Vertrag von Paris unterschrieben. Das wird gefühlt oft vergessen.

    Was auch oft übersehen wird, dieses stumpfe "wir machen das Autofahren möglichst unattraktiv"-Verhalten schadet uns allen mehr als es hilft.


    Es gibt so viele Themen, auf die man den politischen Fokus setzen könnte (Energie, Fleisch etc.), die effektiver zur Verbesserung des Klimas beitragen würden, als das Auto.


    Und mit einer kaputten Industrie können wir die Klimarettung nicht bezahlen ...:S

  • Wir schützen das Klima und die Umwelt echt ungemein, wenn der Kraftstoff ein paar Cent teurer wird. :210:

    wenn ich irgendwann 1,70 oder 2,00€ für den Liter Diesel bezahlen muss, überlege ich mir schon ob ich nur noch zur Arbeit und nach Hause pendel und den Rest meines Lebens in Fußreichweite meines Hauses verbringe. :D

  • Was auch oft übersehen wird, dieses stumpfe "wir machen das Autofahren möglichst unattraktiv"-Verhalten schadet uns allen mehr als es hilft.


    Es gibt so viele Themen, auf die man den politischen Fokus setzen könnte (Energie, Fleisch etc.), die effektiver zur Verbesserung des Klimas beitragen würden, als das Auto.


    Und mit einer kaputten Industrie können wir die Klimarettung nicht bezahlen ...:S

    Das Argument mit der „wir machen die Autoindustrie kaputt und FFF und Greta sind schuld daran dass es so schlecht läuft“ höre ich oft. Aber ich versteh es nur nicht. Lustigerweise kommt das immer von den selben Leuten, die sich über den geringen Marktanteil an e-Autos lustig machen.

    Ich hab mir mal die Zulassungszahlen von Audi angesehen. Die haben heuer knapp 3% mehr Autos in D verkauft als in 2018. Also: wie genau hat jetzt der Klimahype dazu beigetragen, dass weniger Autos verkauft werden?

  • Das Argument mit der „wir machen die Autoindustrie kaputt und FFF und Greta sind schuld daran dass es so schlecht läuft“ höre ich oft. Aber ich versteh es nur nicht. Lustigerweise kommt das immer von den selben Leuten, die sich über den geringen Marktanteil an e-Autos lustig machen.

    Ich hab mir mal die Zulassungszahlen von Audi angesehen. Die haben heuer knapp 3% mehr Autos in D verkauft als in 2018. Also: wie genau hat jetzt der Klimahype dazu beigetragen, dass weniger Autos verkauft werden?

    Ich kritisiere damit keinesfalls FFF usw. und behaupte auch nicht, dass irgendwelche Einbußen bereits jetzt erkennbar sind.

    Faktisch sind wenige der angesprochenen Maßnahmen (Tempolimit, Doppelbesteuerung, SUV-Verbote etc.) bereits umgesetzt.


    Ich sage nur, dass man mit diesen Maßnahmen m.E.n. zu kurz denkt.


    Und Zulassungszahlen hochrampen und rumrechnen kann man immer.


    - 10 % Audis als Privatverkauf + 13 % mehr nackte A6 50 TDI an Sixt = 3 % mehr Audis. :106:

    Dass sich dann aber weniger Privatleute den Audi gekauft haben, weil man ab 2022 nur noch 100 auf der Autobahn fahren kann (und da tuts auch der Hyundai i10), geht aus der Zahl nicht hervor. Alles natürlich plakativ. :118:


    Elektroautos und co. werden eh kommen. Die Rahmenbedingungen (z.B. EU Vorschriften) stehen bereits. Wo ist der Sinn, der Autobranche, die unsere Rechnungen bezahlt, noch weiter zu schwächen?

  • Was auch oft übersehen wird, dieses stumpfe "wir machen das Autofahren möglichst unattraktiv"-Verhalten schadet uns allen mehr als es hilft.


    Es gibt so viele Themen, auf die man den politischen Fokus setzen könnte (Energie, Fleisch etc.), die effektiver zur Verbesserung des Klimas beitragen würden, als das Auto.


    Und mit einer kaputten Industrie können wir die Klimarettung nicht bezahlen ...:S

    Was ebenfalls IMMER übersehen wird, dass die erste Reaktion stets ist "das bringt doch gar nix, soll man doch lieber dort und dort etwas machen" oder "deutsche Alleingänge haben keinen Effekt, wir sind ja nur für X% verantwortlich".


    Und so drehen wir uns hübsch im Kreis, weil jeder gerade sein Lieblingsthema ausgenommen haben will.


    Auch wenn ich mich über niedrige Preise an der Zapfsäule freue - in Anbetracht der Tatsache, dass der Rohstoff in der Menge wie wir ihn verfeuern nicht schnell genug "nachwächst" ist der Sprit eigentlich zu billig.


    Es ist ja nicht nur eine Maßnahme die gemacht werden muss. Wenn man individuellen Pendelverkehr unattraktiv macht, muss man natürlich entsprechend im öffentlichen aufstocken. Wir müssen einfach endlich mal kapieren, dass das alles nicht mit weiter so zu machen ist. Umweltschutz bedeutet Einschränkungen.

    Einmal editiert, zuletzt von Dresdner ()

  • Ist ja auch so, dass das Elektroauto nicht emissionsfrei ist, sondern wenn überhaupt auf ein vergleichbares Niveau wie ein Verbrenner kommt und ein Erdgasauto besser abschneidet.


    Und hatte ein Auto nach 10 Jahren noch ein zweites Leben vielleicht im Export, ist da bei einem E-Auto vielleicht schon seit 3 Jahren der zweite Akku drin, wenn sich das überhaupt lohnt. Nach spätestens 6 Jahren wird es mit den Akkus deutlich abwärts gehen bei der Kapazität und die Effizienz wird schlechter durch die Akku-Alterung.

  • Es ist ja nicht nur eine Maßnahme die gemacht werden muss. Macht man individuellen Pendelverkehr unattraktiv macht, muss man natürlich entsprechend im öffentlichen aufstocken. Wir müssen einfach endlich mal kapieren, dass das alles nicht mit weiter so zu machen ist. Umweltschutz bedeutet Einschränkungen.

    Ich würde es eher andersrum machen, statt dieser elenden Verbots- und Madig-Mach-Kultur einfach den ÖPNV so attraktiv machen, dass man freiwillig umsteigt, auch wenn man Spaß am Auto hat.


    Saubere, moderne Bahnhöfe, pünktliche Züge, ein sinnvolles Preissystem. Und dann auch einen attraktiven Takt. Meinst du, Millionen Menschen stehen jeden Morgen freiwillig im Stau zur Arbeit? Alle meine Kollegen, die mit dem Auto pendeln, machen das NUR, weil die Bahn viel zu unzuverlässig ist, die Verbindung schlecht ist, die Zustände in den Zügen extrem unangenehm (voll, stinkend, abends komisches Volk...).


    Sicherlich zahlen die meisten in einer Vollkostenbetrachtung heute 300-400 Euro im Monat mehr, als würden sie mit der Bahn pendeln. Meinst du, für 50 oder 100 Euro mehr, würde das aufhören? Muss man die Leute wirklich dazu zwingen, sich morgens eng an eng in stinkende, verspätete Züge zu quetschen?


    Milliardeninvestition in Schieneninfrastruktur, Bahnsteigsperren und Sauberkeitsinitiative zur Unterbindung von Schwarzfahren und Gesindel im Bahnhof, am besten am Bahnhof für alle Kunden zugängliche Warte-Lounges mit W-Lan und Steckdosen. Besserer Takt und Pünktlichkeitsgarantie. Und: Stärkere Etablierung von Home-office, Teams-Meetings, Förderung einer modernen Firmenkultur... statt immer nur immer und immer wieder auf Autofahrern einzuhacken und ihn zur Melkkuh der Nation zu machen.

  • wenn ich irgendwann 1,70 oder 2,00€ für den Liter Diesel bezahlen muss, überlege ich mir schon ob ich nur noch zur Arbeit und nach Hause pendel und den Rest meines Lebens in Fußreichweite meines Hauses verbringe. :D

    Oder aber man sich das Arbeiten fahren spart und Zuhause bleibt, weil man durch die Spritkosten noch weniger hat als würde man zu Hause sitzen und ALG2 oder Co. vom Staat bezieht.

  • Ich bin jedenfalls vorbereitet.
    Leasing E-Auto ist bestellt. Damit tanke ich vorerst kostenlos auf der Arbeit und darf bald trotzdem die erhöhte Pendlerpauschale (20,7km einfacher Arbeitsweg, das runde ich dann auf auf die benötigen 21km) ausnutzen.
    Damit sehe ich dem Thema vorerst gelassen entgegen und freue mich aller weiterer Vorteile der e-Mobilität.

  • Zum ersten Punkt: ich wiederum kenne viele Kollegen die mehr oder weniger den selben Arbeitsweg haben wie ich und sich trotzdem freiwillig jeden Morgen in den Stau stellen, während ich in der Straßenbahn vorbei fahre, die i.d.R. nicht stinkt und auch nicht übermäßig überfüllt ist. Ok, der Bus in den ich umsteigen muss ist oft etwas voller, aber das empfinde ich immer noch als weniger unangenehm als 10 Minuten Kreise zu fahren um einen Parkplatz zu finden. Es wird nie dazu kommen, dass der ÖPNV genauso komfortabel ist wie ein privates Auto. Von diesem Gedanken muss man sich verabschieden. Abgesehen davon kostet die Aufstockung von ÖPNV sehr sehr viel Geld und das muss auch irgendwo her kommen, wenn man nicht denselben sehr viel teurer machen möchte, was ihn wiederum unattraktiver darstellt. Das ist genau das was ich sage - eigentlich ist der Individualverkehr immer noch viel zu billig dafür wieviel Ressourcen er in jeder Hinsicht verbraucht - Rohstoffe, Verkehrssysteme, Platz, Umwelt. Ich finde es gruselig wie zuletzt immer wieder Verbote als die Ausgeburt der Hölle wahrgenommen werden. Ich war zwar noch nicht auf der Welt, aber aus dem Studium kenne ich die Diskussionen darüber als der Sicherheitsgurt verpflichtend eingeführt wurde. Genauso absurd und heute findet es jeder einigermaßen Vernunftbegabte für richtig. Wir regen uns über die Amis auf, die trotz eindeutiger Fakten bzgl. der Todesraten an ihren Waffengesetzen festhalten, selbst sind wir aber genauso schlimm, wenn es uns ans Auto geht.


    Bzgl. deiner Forderungen zum Ausbau stimme ich dir grundsätzlich zu, auch wenn ich Worte wie Gesindel nicht teile, aber auch hier sei wieder gesagt - irgendwo muss das Geld dafür herkommen. Wir müssen verstehen, dass der Autoindividualverkehr insbesondere in der Stadt bisher ein Luxus war, der eigentlich nicht vertretbar ist. Aber es ist nie einfach sich von Annehmlichkeiten zu verabschieden, an die man sicht gewöhnt hat, das ist mir auch klar.