Verbrenner-, Elektro- oder Wasserstoffantrieb, die Diskussion

  • Auch wenn ich (unter anderem aus den genannten Punkten) dem Thema Wasserstoff im Individualverkehr eher kritisch gegenüber stehe, so sind das doch Punkte, die auch auf normale E-Autos so ähnlich zutreffen. Ja, auch ich lade während des Einkaufs und verliere somit keine Zeit.
    Wenn die Ladesäule aber bei meiner Ankunft belegt ist, dann muss ich warten bis sie frei ist.

  • ... mit dem Unterschied, dass du während des Einkaufs tanken kannst. Bei den Wasserstofftankstellen musst du beim Auto bleiben.


    Das Eineisen kann aber technisch gelöst werden. Die Shell-H2-Tankstelle in Berlin-Tempelhof beispielsweise hat angeblich eine Heizung im Zapfhahn.

    Dan ja, aber ich hatte zuletzt drei mal in Folge den Fall bei Kaufland, dass entweder beide Parkplätze belegt waren oder zwei mal ein Nissan per Chademo geladen hat und somit DC nicht mehr möglich war. Klar kann ich jetzt warten, bis der Fahrer wieder kommt und dann anschließen und einkaufen, aber naja. Darauf verlassen sollte man sich nicht. Übrigens war in einem Fall der Nissan-Fahrer im Auto und hat gewartet und im zweiten Fall stand das Auto auch noch da, als wir zurückkamen.


    Was aber in dem Artikel oben nur so beiläufig erwähnt wird, da steht dass es gerade bei „billigen“ Zapfsäulen für eine Million ein Problem ist. Für eine Million bekomm ich aber viele Ladesäulen....

  • Der Vorteil des E-Autos, was gleichzeitig sozial sehr unfair ist, ist auch, dass viele auf die Ladeinfrastruktur nicht angewiesen sind und fast nur am eigenen Haus und auf der Arbeit laden können. Bei einem Wasserstoffauto funktioniert das nicht.

    nee, der Vorteil ist, dann zu laden, wenn das Auto eh parkt. Das dürfte bei den allermeisten Menschen zwischen 20 und 23h pro Tag sein. Nur da muss dann die Infrastruktur auch da sein, unabhängig davon wo.

  • Hier mal ein aktueller Beitrag von ARTE zu dem Thema

    hab nur die ersten paar Minuten gesehen und dann war es mir zu viel. Lustigerweise hatte der Film im Original den Titel „La face cachée des Énergies vertes“ bzw. „Die verborgene Seite der grünen Energien“. Klingt gleich weniger dramatisch.
    Der Blog Graslutscher hat sich tiefer mit dem Beitrag auseinander gesetzt und deutliche Kritik an ihm geübt: https://graslutscher.de/arte-f…kraft-und-e-autos-loesen/

  • hab nur die ersten paar Minuten gesehen und dann war es mir zu viel. Lustigerweise hatte der Film im Original den Titel „La face cachée des Énergies vertes“ bzw. „Die verborgene Seite der grünen Energien“. Klingt gleich weniger dramatisch.
    Der Blog Graslutscher hat sich tiefer mit dem Beitrag auseinander gesetzt und deutliche Kritik an ihm geübt: https://graslutscher.de/arte-f…kraft-und-e-autos-loesen/

    nextmove hatte ja wohl auch einen langen kritischen Kommentar unter das video geschrieben der mittlerweile gelöscht wurde

  • Ein sehr pessimistischer Ausblick für die deutschen Fahrzeughersteller


    https://www.elektroauto-news.n…-deutschen-autohersteller

    Und eins ist nun mal auch Fakt: ab 2030 aufwärts wird’s in vielen Ländern Verkaufsverbote für Verbrenner geben. Bis 2060 (Stand heute) wird es nicht mehr möglich sein, circa 50% der heute verkauften Autos noch zu verkaufen. Sieht das Bild, Quelle: https://www.auto-motor-und-spo…bote-zukunft-elektroauto/


    Ich denke, noch kann das Ruder rumgerissen werden. Aber es ist natürlich ein Balanceakt. Gerade viele eingefleischte Petrolheads akzeptieren einfach nicht, wenn „ihre“ Marke plötzlich „Elektroschrott“ anbietet und sich darauf einschließt...

  • Und eins ist nun mal auch Fakt: ab 2030 aufwärts wird’s in vielen Ländern Verkaufsverbote für Verbrenner geben. Bis 2060 (Stand heute) wird es nicht mehr möglich sein, circa 50% der heute verkauften Autos noch zu verkaufen. Sieht das Bild, Quelle: https://www.auto-motor-und-spo…bote-zukunft-elektroauto/


    Ich denke, noch kann das Ruder rumgerissen werden. Aber es ist natürlich ein Balanceakt. Gerade viele eingefleischte Petrolheads akzeptieren einfach nicht, wenn „ihre“ Marke plötzlich „Elektroschrott“ anbietet und sich darauf einschließt...

    ab 2030 dürfen keine "reinen" Verbrenner verkauft werden. Ein Verbrenner mit 48V-Bordnetz aka "Mildhybrid" ist davon schon ausgenommen.

    Wegen mir können wir 2030 gerne alle E-Autos fahren. Ich frage mich nur in welcher Großstadt und welchen Wohnvierteln (auch die besonders neuen Eco-friendly Wohngebiete der letzten Jahre) in den Tiefgaragen mehr als 0% einen Ladeanschluss für auch nur ein einziges E-Fahrzeug anbieten und die Infrastruktur überhaupt diese Nachrüstung zulässt. Ich denke niemand hat das Interesse die ganzen Fahrzeuge wieder oberirdisch an öffentlichen Ladesäulen zu parken. SChon heute gilt ein "kostenloses" Zeitlimit von 4h an EnBW Ladesäulen, d.h. danach zahlt man pro Minute für seinen "Parkplatz".
    Und wenn man dann auch außerhalb von diesem Land, das den Nabel der Welt darstellt, schaut, dann sieht es nicht besser sondern "schlimmer" aus. Es soll einfach eine bestimmte Quote erreicht werden. Es wird nie und nimmer in 10-20 Jahren infrastrukturell möglich sein. Und das nicht nur im Altbestand sondern auch in den meisten aktuellen Neubauten.

  • Bedenkt auch bitte, dass Europa mit dem Diesel Jahrzehnte sich seine eigene Autoindustrie aufgebaut hat, zu der die nicht europäischen Hersteller nie wirklich Zugriff drauf bekommen haben.


    da sitzen nicht nur Deppen, die werden sich schon was überlegen, wie sie sich abschotten. Ob das positiv ist, sei mal dahingestellt, aber da gibts ganz sicher Möglichkeiten, über die bisher noch keiner nachgedacht hat.

  • Naja, es gibt einfach unterschiedliche Technologien, in denen die verschiedenen Firmen und Länder sehr unterschiedlich wettbewerbsfähig sind. Dass diejenigen die auf einem Markt wenig wettbewerbsfähig sind versuchen diesen zugunsten des Marktes auf dem sie stark sind zu torpedieren, ist ja relativ normal. Fakt ist ja, der Diesel war viele Jahre konkurrenzlos effizient und viele Hersteller waren in dem Bereich technologisch sehr schwach aufgestellt. Auch heute hat diese Technologie ja in vielen Anwendungsfeldern noch Vorteile. In Ländern wie den USA, wo Verbrauchkosten sowieso traditionell niedrig sind, braucht sich natürlich niemand drum zu kümmern ob er nun 10 oder 12 Liter Super raushaut.


    Wenn es dann darauf hinausläuft, dass ein Diesel-Hybrid wie im C300de stärker etabliert wird, dann wird man damit sicherlich ganz gut leben können, da dieser ja eigentlich die Vorteile beider Technologien kombiniert und sicherlich insbesondere auf Langstrecke den Benzin-Hybriden stark überlegen ist, in emissionskritischen Innenstadtbereichen wird dann eben der E-Motor mehr genutzt.

  • ab 2030 dürfen keine "reinen" Verbrenner verkauft werden. Ein Verbrenner mit 48V-Bordnetz aka "Mildhybrid" ist davon schon ausgenommen.

    Wegen mir können wir 2030 gerne alle E-Autos fahren. Ich frage mich nur in welcher Großstadt und welchen Wohnvierteln (auch die besonders neuen Eco-friendly Wohngebiete der letzten Jahre) in den Tiefgaragen mehr als 0% einen Ladeanschluss für auch nur ein einziges E-Fahrzeug anbieten und die Infrastruktur überhaupt diese Nachrüstung zulässt. Ich denke niemand hat das Interesse die ganzen Fahrzeuge wieder oberirdisch an öffentlichen Ladesäulen zu parken. SChon heute gilt ein "kostenloses" Zeitlimit von 4h an EnBW Ladesäulen, d.h. danach zahlt man pro Minute für seinen "Parkplatz".
    Und wenn man dann auch außerhalb von diesem Land, das den Nabel der Welt darstellt, schaut, dann sieht es nicht besser sondern "schlimmer" aus. Es soll einfach eine bestimmte Quote erreicht werden. Es wird nie und nimmer in 10-20 Jahren infrastrukturell möglich sein. Und das nicht nur im Altbestand sondern auch in den meisten aktuellen Neubauten.


    Nicht mal die Tiefgeragen sind das ganz große Problem, sondern die, die in den Vororten an der Straße parken müssen. Die sind auf mehren Ebenen aktuell bestraft, da sie:

    1. Nicht die Sicherheit haben, dass immer eine freie Ladestation haben an der sie laden können, wie und wann sie wollen. Wer eine eigene Lademöglichkeit hat, der kann fast immer mit vollen Akku starten, im Winter auch vorgewärmt, und hat deutlich weniger Reichweitenprobleme und ist auch kaum auf die Ladeinfrastruktur angewiesen.

    2. Die laufenden Kosten sind deutlich geringer. Über den Hausstrom zu laden ist deutlich billiger, als an öffentlichen Ladesäulen. Dazu kommt noch die Abhähnigkeit, wie sich die Preise entwickeln werden.

    3. Über die Steuern bezahlen diese Personengruppen die Wallbox anderer mit.


    Seltsamerweise wird darüber kaum diskutiert, aber langfristig wird das noch ein enormes Problem werden für die E-Autos. Ich bleibe bei meiner Einschätzung.

    Ich bin ein Fan der E-Mobilität, aber ohne eigene Lademöglichkeit, Schuko würde bei allem unter dem E-Tron in den meisten Fällen schon reichen, hätte ich keine Lust auf ein E-Auto.

  • naja, da muss ich teilweise widersprechen. Ich fahre aktuell ja auch E, ohne eigene Lademöglichkeit und kann zum Stand heute in meiner Stadt dazu folgendes sagen (das mag in einigen Jahren anders aussehen).


    1. Vorwärmen geht in der Regel auch ohne, dass das Auto angesteckt ist, kostet dann natürlich ein paar Kilometer Reichweite, aber das ist mir der Mehrkomfort wert. Warum muss der Akku immer voll sein? Solange ich ausreichend Restreichweite habe, reicht das doch aus

    2. Die Kosten soviel geringer, wirklich? Die kWh Haushaltsstrom kostet aktuell rund 30 Cent. An den meiste AC-Ladesäulen mit EnBW o.ä. 29 Cent. Zuhause kommen die Kosten für die Säule und deren Anschluss dazu (ggf. abzukühlen der 900€ aktuell, ok). Öffentlich gibt’s dazu noch einige kostenlose Ladesäulen. Also, dass man zuhause grundsätzlich billiger lädt als öffentlich stimmt so derzeit nicht


    Ja, es ist anders und ja, es muss genügend Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum geben. Und ja, dann muss man auch mal bereit sein, das Auto dort zu parken und ein paar Minuten heimzulaufen

  • Naja sehr lustig wird es für E Autos wenn die Netzbetreiber wirklich mit der Spitzenglättung kommen.

    Dann willst du das Auto laden um in 2 Stunden weiterfahren zu können und dein Auto hat nicht geladen.

    Denke spätestens dann werden einige das nicht so lustig finden.

    Die Alternative wäre das wenn eine Spitzenglättung kommt , der welcher wirklich unbedingt laden will/muss dann Höhere Entgelte an den Netzbetreiber zahlen muss.

    Da wird wieder klar die Netzbetreiber wollen auch noch ordentlich Kasse machen. Anstatt Geld zu investieren und endlich richtig auszubauen (gibt noch genügend Anlagen welche weit über 60 Jahre alt sind).

    Einmal editiert, zuletzt von Scimidar ()

  • Naja sehr lustig wird es für E Autos wenn die Netzbetreiber wirklich mit der Spitzenglättung kommen.

    Dann willst du das Auto laden um in 2 Stunden weiterfahren zu können und dein Auto hat nicht geladen.

    Denke spätestens dann werden einige das nicht so lustig finden.

    Die Alternative wäre das wenn eine Spitzenglättung kommt , der welcher wirklich unbedingt laden will/muss dann Höhere Entgelte an den Netzbetreiber zahlen muss.

    Da wird wieder klar die Netzbetreiber wollen auch noch ordentlich Kasse machen. Anstatt Geld zu investieren und endlich richtig auszubauen (gibt noch genügend Anlagen welche weit über 60 Jahre alt sind).

    theoretisch ginge es auch in die andere RIchtung: günstiger Strom für die Wallboxen und Ladestationen zu den Uhrzeiten mit der geringsten Auslastung. Da die Uhrzeiten auch relativ vorhersagbar sind, könnte man gerade bei den Wallboxen dafür sorgen, dass die meisten nachts laden.

  • Es führt nichts an einem intelligent vernetzten Stromnetz vorbei wo auch Wallboxen integriert sind in die Kommunikation.


    95% Der Nutzer werden sicherlich das Auto irgendwann zwischen 18-20 Uhr in die Garage stellen, anschließen und morgens ab frühestens 5 Uhr weiterfahren wollen. Da ja auch selten mehr als 20-30% Hub geladen werden muss kann die Wallbox schön selber entscheiden mit dem Stromnetz zusammen wann geladen wird.

    Immer diese extremen Randerscheinungen (ich komme um 17 Uhr heim und will um 19 Uhr 300 km fahren, also muss ich 22 kW bekommen sofort!) als Kritikpunkt aufzuführen finde ich schwierig. Dann bekommt diese Wallbox, die eben meldet "Strombedarf sofort" die 22 kW und alle anderen Nutzer (im Umkreis weniger hundert Meter) die auch um 3 Uhr nachts laden können eben erst dann Strom.

  • es ist einfach die Gewohnheit der Tankstelle in 5min jederzeit volltanken zu können, mit der man Lernen muss umzugehen zukünftig. Da sind ja auch noch nicht alle Lösungen aufm Tisch.


    früher hat man Benzin literweise in der Apotheke gekauft. Die hatte bestimmt auch nicht Sonntag Nacht um 2.37 Uhr offen

    Einmal editiert, zuletzt von EUROwoman. ()