Verbrenner-, Elektro- oder Wasserstoffantrieb, die Diskussion

  • Puh, weiß nicht ganz, was du meinst. Das Preis orientiert sich am höchsten?


    Letztendlich wäre das ja wie ein Börsenpreis, nur eben vollautomatisch und über intelligente Geräte. Grundlage ist erstmal, dass ich die EE-Einspeisung als Vorgabe nehme. Die EE speisen immer ein und sollen möglichst dann auch komplett verbraucht werden. Wenn ich mehr Nachfrage habe, muss ich flexible Erzeuger zuschalten (z.B. Pumpspeicher, Gasturbinen, Biomasse, Akkuspeicher) und wenn ich zu viel Angebot habe, kann ich flexible Lasten zuschalten. Es gibt vielleicht Erzeuger x der einen gewissen Preis pro kWh braucht, sonst fährt er nicht hoch.


    Ich stelle mir das so vor, dass man einen Algorithmus am Stromzähler hat, der eine Netzbewertung macht. Wenn der erkennt, "Strom grad toll, Strom billig", dann gibt der das Signal an flexible Verbraucher weiter, das Elektroauto erkennt dann: Jetzt laden.


    Das ganze ist in der Praxis halt nicht so einfach, weil auch die Vorhersagen nicht immer ganz so genau sind und es viele Rückkopplungen gibt. Was wenn Abends schon kein Wind ist, die Elektroautos daher eher das Laden verschieben wollen, und dann muss aber morgens um 7 definitiv das Akku voll sein für die Fahrt zur Arbeit? Schalten sich dann alle Verbraucher um 5 Uhr auf volle Leistung und das Netz bricht zusammen? Da wird in die ganze Logik dahinter noch viel Entwicklung geleistet werden müssen.

  • Ganz plump gesagt: Sowas muss schon halbwegs planbar bleiben, dein Gehalt steigt ja im Zweifel auch nicht täglich abhängig vom Tagesumsatz deines Arbeitgebers.

    Ja, wie man das in der Praxis ausgestaltet wird man dann sehen müssen. Ich kann mir auch ein vereinfachtes Modell gut vorstellen: Man zahlt einen Normalpreis und dann einen ermäßigten Preis für den Fall, dass gerade eine gute Netzbewertung existiert, weil hohes Angebot an EE. Wenn grade kein Wind oder Sonne da ist, dann fällt man eben maximal auf den Normalpreis zurück.

  • Ich glaube langsam fängt auch der letzte Häuslebesitzer an sein Haus mit Photoviltaik auszustatten um im zweiten Schritt sein Auto zu elektrifizieren. Alleine heute tauschten sich unterschiedliche Kollegen im "Small-Talk Teil" von zwei Meetings über diese Themen und deren Pläne aus.


    Was ich gelernt habe: Preise für Photovoltaikanlagen steigen wohl gerade auch kräftig und zumindest in meiner "Bubble der Wohlhabenden" will keiner VW oder PHEV.

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  • Ja, wie man das in der Praxis ausgestaltet wird man dann sehen müssen. Ich kann mir auch ein vereinfachtes Modell gut vorstellen: Man zahlt einen Normalpreis und dann einen ermäßigten Preis für den Fall, dass gerade eine gute Netzbewertung existiert, weil hohes Angebot an EE. Wenn grade kein Wind oder Sonne da ist, dann fällt man eben maximal auf den Normalpreis zurück.

    Gibt es schon, schaust du bei stromdao oder corrently.


    Für die technisch versierten Menschen oder SmartHome-Bastler bietet man dort auch eine API an, da bekommt man einen GreenPowerIndex von 0...100, wobei ein Wert über 50 heißt, dass der aktuelle Strommix besser als der durchschnittliche Strommix ist.

    https://corrently.io/#tag/GreenPowerIndex-(GrunstromIndex)


    Beim Stromtarif wird das dann verknüpft. Wenn man dann "guten" Strom verbraucht, sammelt man Punkte und die werden zum Teil in Baumpflanzprojekte umgesetzt.


    Soweit die Theorie, ich bin dort aber kein Kunde, bin nur mal aus anderen Interessen heraus über die APIs zum Thema Grünstromindex gestolpert.