Auto nach Reparatur beschädigt

  • Hey,


    hatte vor ca. 1,5 Monaten mein Auto in einer Vertragswerkstatt. Reparatur und Ersatzwagen lief alles soweit wunderbar.


    Die Abholung hat sich an dem besagten Tag ziemlich in die Länge gezogen, sodass ich nach dem Einsteigen ins Auto nach Hause gefahren bin.


    Als ich nun das Auto mal wieder etwas gründlicher putzen wollte, ist mir nun also aufgefallen, dass im Einstiegsbereich der Beifahrerseite mehrere tiefe Kratzer drin sind.


    Das AH weist natürlich die Behauptung zurück, dass sie - also ein Werkstattmitarbeiter - die Kratzer dort reingemacht hätte. Schließlich hätte man an diesem Bereich des Autos gar nicht gearbeitet. :/


    Die Beweislast dürfte für beiden Seiten nicht gerade einfach werden, der Schaden von ca. 500 € (?) ist trotzdem da. Polieren ist nicht mehr drin, da man mit dem Fingernagel hängen bleibt. :|


    Wäre ein Anwalt für Verkehrsrecht hier der richtige Ansprechpartner?

  • Du musst beweisen, dass es das Autohaus war. Nach 6 Wochen kann man sich die Mühe eigentlich auch sparen, da wird nichts bei rumkommen.



    Würde an deiner Stelle zu nem Smartrepair gehen und mal nachfragen. Wenn’s nur ein paar Kratzer sind, dann gehts eventuell mit ner guten Politur oder ner Schicht Klarlack raus. Zur Not halt beilackieren und fertig.

  • Jens111 woher weißt du überhaupt, dass die Kratzer vom Autohaus verursacht wurden und nicht schon vorher da waren, wenn sie dir auch erst jetzt nach mehreren Wochen aufgefallen sind?

    also vor der Reparatur hatte ich den Wagen gereinigt -auch im Innenraum. Das wäre mir also aufgefallen.

    Ansonsten bin ich seit dem Werkstattaufenthalt mit dem Privatwagen nur äußerst selten gefahren, da Prüfungen Mitte/Ende Juli anstanden.

    Hab nur kleine Besorgungen in dieser Zeit gemacht, sprich mal zum Bäcker gefahren.

    Beifahrertüre wurde natürlich dann nicht geöffnet.

    ja, es sind nun einige Wochen vergangen. Eine kleine Chance sehe ich da schon noch. Schließlich bin ich zu einer Vertragswerkstatt gefahren und eine Reparatur auf Gewährleistung/Garantie durchführen lassen.

  • Außer auf Kulanz wird da nicht viel gehen. Du musst beweisen, dass der Schaden im Rahmen des Werkstattaufenthaltes entstanden ist. Sprich, bei Abgabe war er noch nicht da, was selbstverständlich auch dokumentiert wurde. Da nach Übernahme des Fahrzeuges so viel Zeit vergangen ist, wird der Beweis von dir nicht zu führen sein. Außer du hast Fotos, Zeugen sind in der Regel nie gut geeignet.

  • Du musst beweisen, dass es das Autohaus war. Nach 6 Wochen kann man sich die Mühe eigentlich auch sparen, da wird nichts bei rumkommen.



    Würde an deiner Stelle zu nem Smartrepair gehen und mal nachfragen. Wenn’s nur ein paar Kratzer sind, dann gehts eventuell mit ner guten Politur oder ner Schicht Klarlack raus. Zur Not halt beilackieren und fertig.

    Smartrepair kenne ich in meiner Umgebung keinen. Lackierer wird vermutlich einiges an Geld verlangen, deswegen auch die geschätzten ~500 €.

    Auch wenn ich kein Lackierer bin, der Kratzer geht relativ tief rein sprich bis zur Grundierung.

    Das "Schuhkratzer" Argument finde ich hier eher haltlos.


    Ja es war dumm von mir, dass Auto nicht rundum zu kontrollieren. Andererseits wer protokolliert schon bei Abgabe/Abholung des PKW rundum den kompletten Fahrzeugzustand. Also mir fällt in meinem Bekanntenkreis niemand ein, der das so macht.

    Btw.. in Puncto Schäden hatte ich bei Mietwägen noch nie irgendwelche Probleme. Ein Vorschadensprotokoll hat unter Umständen eine positive Seite, wie ich nur erfahren musste.


    Ein Kostenvoranschlag wird zeigen, wie hoch der Schaden ist.


    Außer auf Kulanz wird da nicht viel gehen. Du musst beweisen, dass der Schaden im Rahmen des Werkstattaufenthaltes entstanden ist. Sprich, bei Abgabe war er noch nicht da, was selbstverständlich auch dokumentiert wurde. Da nach Übernahme des Fahrzeuges so viel Zeit vergangen ist, wird der Beweis von dir nicht zu führen sein. Außer du hast Fotos, Zeugen sind in der Regel nie gut geeignet.

    Kulanz möchte man nicht, hat man mir per Telefon mitgeteilt. Begründung.. es wäre eben viel Zeit vergangen und und...

    Vom ein/aussteigen wird es definitiv nicht gekommen sein.. kein Mensch* der Welt schleift seine Schuhe beim Ein/Aussteigen über diesen Holm (oder wie man das genau nennt)...

    *Kinder mal ausgenommen.


    Wie auch immer die Sache ausgeht, auf dem Ärger und zusätzlichen Kosten werde ich vermutlich sitzen bleiben. X/

    Einmal editiert, zuletzt von Jens111 ()

  • Wie auch immer die Sache ausgeht, auf dem Ärger und zusätzlichen Kosten werde ich vermutlich ziemlich sicher sitzen bleiben.

    Noch einmal: Wie möchtest du beweisen (nicht behaupten), dass der Kratzer unmöglich innerhalb der vergangenen sechs Wochen entstanden sein kann, und dass er bis unmittelbar vor dem Werkstattaufenthalt nicht da war?

    Ganz ehrlich, bei einem oder zwei Tagen würde ich da als Autohaus Kulanz walten lassen, aber doch nicht mehr nach sechs Wochen.

  • Also stell dir einfach mal vor, du betriebest ein Autohaus. Du würdest ein Auto reparieren. Der Kunde würde das Auto abholen. Nach über einem Monat käme dieser Kunde zu dir zurück. Zwischenzeitlich hättest du hunderte andere Fahrzeuge repariert und könntest dich an dieses Auto nicht erinnern. Nun würde der Kunde meinen, er hätte nun einige Kratzer entdeckt und möchte, dass du für die Behebung dieser 500 € zahlen sollst.

    Würdest du dort sagen

    a) Na klar, hier sind 500 €!
    b) bitte was?

  • Also stell dir einfach mal vor, du betriebest ein Autohaus. Du würdest ein Auto reparieren. Der Kunde würde das Auto abholen. Nach über einem Monat käme dieser Kunde zu dir zurück. Zwischenzeitlich hättest du hunderte andere Fahrzeuge repariert und könntest dich an dieses Auto nicht erinnern. Nun würde der Kunde meinen, er hätte nun einige Kratzer entdeckt und möchte, dass du für die Behebung dieser 500 € zahlen sollst.

    Würdest du dort sagen

    a) Na klar, hier sind 500 €!
    b) bitte was?

    Das "lustige" ist ja, dass mir heute am Telefon gesagt wurde, dass sich der Werkstattmitarbeiter erinnern konnte, dass da keine Kratzer gewesen sind.

    ..stinkt doch bis zum Himmel..


    Mir kommt es so vor, als hätte man genau gewusst, was falsch gelaufen ist.

    Außerdem müsste die Werkstatt doch für genau solche "Unfälle" versichert sein... oder sind Kfz-Werkstätten nicht für alle Eventualitäten versichert? :/

  • Außerdem müsste die Werkstatt doch für genau solche "Unfälle" versichert sein... oder sind Kfz-Werkstätten nicht für alle Eventualitäten versichert? :/

    Und die Versicherung wird bestimmt sagen: "Ach ja, einer ihrer Kunden von vor sechs Wochen sagt sie hätten etwas kaputt gemacht, klar, hier bekommen Sie 500€. Ach, und zum Dank senken wir ihre Prämie nebenbei auch noch"

  • Außerdem müsste die Werkstatt doch für genau solche "Unfälle" versichert sein... oder sind Kfz-Werkstätten nicht für alle Eventualitäten versichert? :/

    Und wenn Sixt/Europcar/Avis dir eine deiner Meinung nach ungerechtfertigte Schadensforderung sendet, schickst du diese dann unkommentiert an deine SB-Versicherung weil du diese hast, oder legst du Einspruch gegen die Forderung ein um auch weiterhin von günstigen Versicherungsprämien profitieren zu können?



    .... ;)

  • Natürlich erinnert er sich das da nichts war. Was hast du denn erwartet. ^^

    mal abgesehen von dem Schaden der Laden ist meiner Meinung nach 0.0 im Griff… Mitarbeiter, die ihre Arbeit nur halbherzig machen, auch noch helfen.
    die Sicherung wär mir heute fast noch durchgebrannt, wenn dann kommt: „haben sie da etwa in der Zwischenzeit an dem Auto dran geschraubt…“

    Eine billigere Schiene kann man wohl nicht fahren..