Beiträge von koelsch

    Audi: wir hauen mit dem C8 die größte Verschlimmbesserung eines Oberklasse-Fahrzeugs auf den Markt seit langer Zeit.


    BMW: hold my Weizen...


    :rolleyes:


    Da bin ich froh dass ich den im Dezember vom EuropaService nicht genommen habe für ein Schweinegeld. Vielleicht levelt sich die Ausstattung ja im weiteren Verlauf ja was ein, dass man vlt. auch mal einen adaptiven Tempomaten dabei hat. In 2019. In X***.

    Nein, es gibt einige mit R-Line die auf 110k€ kommen. Die haben dann HUD, Nachtsicht, Sitzlüftung und auch sonst quasi alles was geht. Der hier etwa:

    438035B0-7912-41D6-9911-080CAD6D5D6B.jpeg

    Ich fahre gerade genau so einen, und der kommt nie auf 110k€. Ich habe das im Konfigurator nachgebaut, bevor ich ihn abholte, aber ohne Softclose und 360 Grad Kamera knackte ich „gerade so“ 100k€.


    Ich werte auch mal die VIN aus, vielleicht wurden ja keine Pakete genommen, sondern nur die Einzeloptionen. 🤷🏻‍♂️


    PS: übrigens soll das kein Geheule First World Problem sein, ist immer noch ein sehr volles Auto, und entsprechend zu genießen. ;)

    haben wir uns mal wieder um nur 3 Stunden verpasst, 8mal8  ^^


    Wollte dazu auch schreiben, dass die Q3 bei EC durchaus gemischtere Ausstattung haben als die bisher von Sixt gesichteten. Da sind auch mal nur Halogen verbaut. Fairerweise muss man sagen dass aber auch EC die sehr guten haben.


    Ach und die 110k€ sind wohl dezent übertrieben vom EC-RSA. Aber das folgt in einem anderen Thread ausführlicher. ;)


    PS: es standen noch 7 C43 AMG bei EC, 5 A7, und mehrere Stelvio und A250. War wohl insgesamt eine eher entspannte Situation, da am Counter nebenan für IW** locker ein LWAR A6 als Upgrade rausging. :thumbup:

    Und was ist das für eine tolle Location? Erinnert mich son bisschen an die alten Steinbrüche oder Kiesgruben wo Cobra11 manchmal dreht.

    Auch auf dem bayrischen Hinterland gilt - wenn man nett fragt, kommt man nahezu überall rein. Und wenn man sich phonetisch dann sogar etwas angleichen kann (österreichische Familie & Aufwachsen in Bayern sei Dank), hat man sowieso gewonnen.


    Auch wenn man mehrfach dem ungläubigen Senior-Chef erklären muss, dass man Bilder von Mietwagen für das Internet macht. :D

    Danke für den tollen und ausführlichen Bericht! Hätte durchaus einen eigenen Thread verdient. Kleine Anmerkung: Das Burmester HighEnd System kann ich auf den Fotos leider nicht entdecken.

    Ich schrieb auch nichts von Burmester?! Das würde auch Surround-Soundsystem heißen. Es handelt sich um das Advanced Soundsystem, da sind die Bezeichnung durcheinander geraten. Ich habe das angepasst.

    Seniorengleiter erwartet - Freizeitsportler bekommen



    Nachdem sich der MUC ja letzte Woche nicht mit Ruhm bekleckerte, habe ich dem Team von :202: nochmal eine Chance gegeben, und wurde nicht enttäuscht. Die Tiefgarage gab nicht den erwünschten A1 GB für die bestehende HCMR-Reservierung, sodass direkt offensiv nach einem Upsell am Privilege-Schalter gefragt wurde. Nachdem sich mein Lachflash auf das komplett ernst gemeinte Anfangsangebot des RSA in Form von "Wir hätten da ein S560 Cabrio!" gelegt hat, wurden realistischere Optionen durchgegangen. Die Alternativen waren Kia Sportage, VW Touareg (mit 110k€ BLP) oder eines der von GianniMontana gesichteten, frisch gelieferten MB Cabs (E oder C). Da der Preis stimmte, und man als Heuschnupfengeplagter die Cabrio Saison so früh wie möglich einläuten muss, gab es also ein




    C300 Cab.



    Die Ausstattung ist nicht voll, aber sehr sinnvoll, mit einem BLP von ca. 65k€.


    • AMG-Line mit Night-Paket
    • Assistenz-Paket inkl. Spiegelpaket
    • High-End Infotainmentpaket, zusätzlich Advanced Soundsystem & DAB
    • Komfort-Paket
    • High-End Lichtpaket
    • Advanced Parkpaket
    • Cabriolet Komfort-Paket
    • Zierelemente Holz Esche schwarz offenporig :love: / Aluminium mit Längsschliff hell :|


    Für mich persönlich würde ich noch Keyless-Entry, High-End Assistenz-Paket und Headup-Display hinzufügen. Ansonsten ist alles drin was drin sein muss, und deutlich besser als die Gurken aus dem letzten Jahr.


    Exterieur



    Die C-Klasse der 205er Baureihe wurde gerade geliftet, so auch das Cabrio. So sind die aktualisierten Scheinwerfer dabei, soweit ich das erkenne wurden die Rückleuchten so belassen wie sie waren.



    Die AMG-Line macht das Auto eher zum Sneaker als zum Lederslipper, und das gefällt mir ganz außerordentlich.



    Dann das Night-Paket dazu, und es wird schon sehr stimmig. Mit einer anderen Lackfarbe würde es mir noch besser gefallen, aber so passt das schon auch ganz gut.



    Auch die Silhouette gefällt, egal ob mit offenem oder geschlossenem Verdeck. Da hilft mMn. massiv das Stoffverdeck, das sich einfach besser modellieren lässt als die Konkurrenz aus Metall.



    Ja, so gibt es kein Panoramaglasdach für den Rentner von heute (ja, gab's bspw. am Focus Cab), spart Gewicht, dämmt fast genauso gut und wie erwähnt, macht es einfach hübscher.




    Das einzige Element, dass die Silhouette stören kann, bringt aber massiven Mehrwert. Das ist das Aircap.




    Die Lippe an der Frontscheibe, auch Insektenfriedhof genannt, leitet die Luft derart zuverlässig über die Passagiere, und das elektrisch hochfahrenede Element (es gibt noch zusätzlich einen Windschott, deswegen benenne ich es nicht so) verhindert dass die kalte Luft wieder zurück zwischen die Vordersitze wirbelt. So ist im Zusammenspiel mit dem Airscarf und der sehr guten Klimaautomatik ein Offenfahren selbst bei 1° C Außentemperatur problemlos möglich ist. Auch wenn gerade größere Passagiere eine Bommelmütze tragen sollten. :D



    Interieur






    Das Interieur wurde ebenso sachte überarbeitet wie das Exterieur, wie das Bild oben zeigt. Mein Modell hat zumindest die Mittelkonsole aus Esche schwarz offenporig, was grandios aussieht, was sich grandioser anfühlt und was das unwürdige Knarzen verhindert, was die Klavierlackflächen auszeichnet.





    Größte Veränderung ist das größere Infotainment-Display, das geupdatete Comand und wenn verbaut, die volldigitalen Armaturen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel ein guter Bildschirm für einen Innenraum tut, um es zeitgemäß wirken zu lassen.


    Ja, auch hier schränkt die fehlende Touchtechnik die Funktionalität für die gespiegelten Smartphone-Inhalte ein, das wird aber durch die Touchflächen zumindest teilweise kompensiert.




    Der zentrale Schalter ist für größere Menschen wie mich etwas zu weit hinten montiert, um ihn entspannt zu nutzen. Die Reaktionszeit auf Eingaben haben sich über die Jahre deutlich verbessert, wenn ich da an die B-Klasse aus meinen Anfangszeiten des Mieten denke.



    Mit dem Facelift ist zwar nicht das MBUX eingezogen, wie es jetzt beim GLC passieren wird. Dafür aber die Bedienlogik der MuFu-Lenkräder aus den größeren Modellen. Das Lenkrad an sich ist ein Lenkrad, wie man es von Mercedes gewöhnt ist: dicker Kranz, mit weichem Leder - nur ist es leider kein Standard, sondern heißt "Supersport-Lenkrad".

    Von den Touchflächen und kleinen Tasten bin ich nach wie vor kein Fan, selbst mit Eingewöhnung.


    Hochkantformat, bitte öffnen.


    Großer Fan bin ich jedoch von den Sitzen, die die AMG-Line mitbringt. Teilelektrisch einstellbar mit Lordosenstütze sind sie sehr bequem, ohne dabei den Seitenhalt zu vergessen. Ja, die Sitzfläche könnte etwas mehr davon vertragen, aber das ist sehr pingelig.


    Ich persönlich habe damit keine Probleme, aber Passagiere haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass die Kopfstützen, naja, speziell sein können.



    Wenn sie hoch geholt werden, gehen sie auch direkt nach vorne. Das kommt mir entgegen, ist aber wie gesagt nicht für jeden. "Schuld" daran ist der Airscarf, der da wohl die Möglichkeiten einschränkt.


    Der Vollständigkeit halber: ja, es gibt eine Rückbank, offiziell ist das Fahrzeug in Viersitzer. Wie bei so vielen Fahrzeugen ist das aber praktisch eher schwierig, es sind maximal Kindersitze.




    Die Lehnen sind zu steil, der Einstieg für Erwachsene nur bei offenem Dach auch nur ansatzweise würdevoll zu machen, und danach darf der Fahrer nicht größer als 1,50m sein, sonst verliert der Hintermann die Beine, oder der Vordermann kann mit seinem Oberkörper lenken. Zumal der Mechanismus zum Vorfahren der Sitze auch nur in eine Richtung wirklich funktioniert, zwar wird die Lehne wieder aufgerichtet und rastet ein, den Sitz darf man aber manuell nach hinten fahren. Nunja.



    Leider führen die nicht versenkbaren Kopfstützen, die im Ernstfall auch als Überrollbügel fungieren, zu folgendem Ausblick aus dem Innenspiegel bei geschlossenem Dach.



    So wird Rangieren oder Parkieren ohne RFK zu einem Abenteuer. Und kommen wir zum letzten Punkt, dem Kofferraum.



    Bei geöffnetem Dach und auf den ersten Eindruck wirkt das nicht sehr alltagstauglich, und generell muss man da zustimmen.



    Dabei ist der Kofferraum selbst dann überraschend tief, und ironischerweise bringt ausgerechnet die AMG-Line die klappbaren Rücksitze mit. Die Öffnung ist jetzt dann nicht riesig, aber besser als nichts. Die Rücksitze lassen sich sogar über Taster im Kofferraum fern entriegeln.



    Übrigens: mit geschlossenem Dach lässt sich das Fach nach oben drücken, sodass auch die volle Ladehöhe erreicht wird. Das Fach lässt sich dann über eine Taste am Kofferraumdeckel wieder herunterfahren. Apropos Kofferraumdeckel - dieser hat keinen Taster, sondern lässt sich nur über den Schalter im Innenraum oder den Schlüssel öffnen, letzteres dann auch nur wenn der Motor nicht läuft.


    Fahren



    Der Motor war die Wildcard an der Miete. Die technischen Eckdaten waren bekannt, R4-Motor mit 258 PS, 370 NM, in 6,2 Sekunden auf 100 km/h und bei 250 km/h abgeregelt. Klingt überragend, aber meine Annahme war, dass es ähnlich wie beim großen 2.0 TFSI aus A4 & Co. ist. Sehr schnell, sehr laufruhig, aber auch ziemlich emotionslos. Die ersten beiden Punkte kann ich unterschreiben, nur das mit dem emotionslos, da macht die AMG-Line einen Strich durch die Rechnung.




    Denn diese bringt eine Klappenabgasanlage mit. So ist der Motor klanglich in Comfort zwar schon sportlich, aber mit den langsameren Schaltvorgängen der 9G-tronic nie aufdringlich, grummelt eher vor sich hin. In Sport bzw. Sport+ liegen wir aber klanglich knapp hinter einem FL-GTI, inkl. Schaltfurzen und -Wummern.


    Ich war so überrascht, dass ich es anfangs noch für Töne aus der Soundanlage hielt, womit wir zur Überschrift kommen. Ich hatte, ganz Mercedes, einen entspannten Gleiter erwartet, und das AMG-Paket für rein optische Retusche gehalten.



    Das ist gerade in diesen Einstellungen aber mehr Vorurteil denn Realität. Der Motor dreht willig hoch, das 9G-Getriebe drückt die Gänge unwiderstehlich rein, und klanglich überzeugt es ebenso. Einzig das Fahrwerk ist dann etwas zu weich, auch wenn die 19 Zöller mit den Sommerreifen ihr bestes geben. Glückwunsch auch noch an die Ingenieure die das ESP entwickelten - eine sehr schöne Spreizung, gerade in Sport perfekt für die sportliche Runde über die Landstraße. Jedoch ohne je wirklich gefährlich zu werden.


    Quirks & Features



    Aircscarf ist eines der besten Features für den Cabriofahrer. Es saugt Luft an, und bringt diese dann erwärmt an den Nacken von Fahrer und Beifahrer.



    Bei Geschwindigkeiten bis 120 km/h funktioniert das derart zuverlässig, dass es schon fast surreal ist. Danach tut es sich sehr schwerer, wie auch schon bei der gelegentlichen Windböe vorher. Die Mercedes-typisch sehr kräftige Sitzheizung tut ihr übriges.



    Exklusiv dem Cabrio vorbehalten sind auch diese zusätzlichen Tasten in der Mittelkonsole. Links werden alle Fenster geöffnet, rechts die Aircap gesteuert. Die obere Taste in der Mitte öffnet und schließt das Dach.




    Das passiert sogar bis zu 60 km/h, was ich persönlich eine sehr selbstbewusste Ansage finde. Gerade wenn es leicht windig ist, merkt man schon wie das ganze Fahrzeug mit aufgestelltem Dach arbeitet.


    Übrigens, die Taste innerhalb der für's Öffnen ist die für die Mittelkonsole. Eigentlich unspektakulär, würden sich da nicht beide USB-Anschlüsse verstecken, der für die Smartphone-Integration als auch der charge only. Leider gibt es keine Öffnung, um die Kabel nach oben zu führen.



    Zudem muss man die Klappe dann mit etwas Nachdruck schließen.


    Und man kriegt zwar den alten Mann aus dem Mercedes mit dem AMG-Paket, aber auch nicht ganz. So ein bisschen Komfort wie in der "guten, alten Zeit" muss halt auch bei allem Schaltploppen schon sein.



    So wird, sollte jemand auf den Vordersitzen sitzen, der Gurt gereicht. Wie gesagt, nicht automatisch auf beiden Seiten, sondern ausschließlich sollte da jemand sitzen. Nettes Detail.


    Ach und übrigens, Europcar, wenn ihr schon eure super abschreckenden GPS-Aufkleber anbringen müsst, dann doch bitte auch so, dass man nicht das Gefühl hat dass sie nach einer Woche hinter der Türverkleidung verschwinden und sich mittelfristig zu einem Problem für den elektrischen Fensterheber entwickeln.



    Ich meine, come on. Ich lasse ja außer bei LZM wirklich alle Aufkleber drauf, aber da bin ich schon versucht diese abzunibbeln.


    Fazit



    Ich bin wahnsinnig positiv überrascht. Einmal, dass nach den Gurken letztes Jahr, dieses Mal derart hübsche Cabrios nachgekommen sind, denn auch die E450 sind derart sinnvoll ausgestattet!



    Dann das Fahrzeug an sich, habe ich für einen Gleiter gehalten, was vollkommen in Ordnung gewesen wäre. Dass sich der C300 dann aber als derart dynamischer Zeitgenosse entpuppte, machte diese Miete noch schöner als eh schon.



    Schade ist, dass ich als Erstmieter*, der den Wagen mit 11km übernommen hat, bereits zwei Schäden nachtragen durfte. Einmal eine schon vollkommen verschrammelte Ladekante, als auch einen Steinschlag(?) bis Grundierung auf dem Kotflügel. Jeder unbedarfte andere Mieter wäre da richtig angesch*ssen gewesen, wenn da einer der ultra engagierten ARWE-Checker bei Rückgabe darauf gestoßen wären. Zusammen mit dem nicht so wirklich vollen Tank ist das schon ein bisschen traurig.



    *ich habe den Wagen die ersten 100km entspannt bewegt, erst danach dann Sport & Co ausprobiert, und selbst dann erst warmgefahren sportiv bewegt. Und den Begrenzer hat der Motor noch nicht gesehen.


    Und wie immer zum Abschluss: das Fahrzeug war diesmal sogar schon in der SB-Waschbox, allein wegen der Insekten auf der WSS.

    Quizfrage: was haben die meisten Beiträge noch mit "Audi A6 C8 Kühlerschaden" zu tun?



    Vorschlag: Titel einfach in "Qualitätsprobleme Audi A6 C8" umbenennen, dann ist's ein Sammelthread, und alle Gesichter sind gewahrt. :)

    Sorry dass es kurz politisch wird - aber ist es nicht absurd dass die Aktien eines Unternehmens mit Millionengewinn absinken, weil es bei steigenden Investitionen *gleichbleibenden* Millionengewinn prognostiziert? Oder ist das aktuell eher Dividendenmitnahme?


    Hat mich schon bei Siemens & Co. angewidert.

    Exot oder nicht Exot, das ist hier die Frage.




    Nachdem der MUC sich nicht gerade mit Ruhm bekleckerte, gab es von der lokalen :202:-Station bis morgen ein Fahrzeug, das wirklich auf der Grenze zum Exotentum steht. Auf der einen Seite stehen die Marke, die Zulassungszahlen und die Bauform. Auf der anderen Seite stehen die Verbreitung im Forum, beim Vermieter als auch auf der lokalen Straße, wobei letzteres wohl dem Umstand geschuldet ist, in einer wohlhabenden Gegend zu wohnen. Insofern weiß ich nicht, ob es unter #einHerzfürExoten fällt.



    Wir reden über den Alfa Romeo Stelvio. Von mir im "Basis"-Benziner mit 200 PS gefahren, in guter Ausstattung.


    • Veloce-Interieur mit Leder schwarz und den eigentlich obligatorischen Sportsitzen :love:
    • Assistenzpaket (PDC rundherum, RFK, BLIS, Spurverlassenswarner akustisch :rolleyes:, Innen- & Außenspiegel abblendend)
    • große Bi-Xenon-Scheinwerfer mit statischem FLA, Scheinwerferreinigungsanlage und Kurvenlicht
    • großes 8,8 Zoll Navi mit Carplay
    • Keyless-Entry mit elektr. Heckklappe
    • Scheibentönung & Winterpaket

    Was fehlt ist das Performance-Paket mit den hübschen Alu-Schaltpaddels, die mMn. gerade in einem Benziner noch irgendwie Sinn ergeben.


    Und es wäre kein Italiener, wenn es nicht komische Fehlermeldungen gäbe.



    Fahren



    Der Basisbenziner ist einer der GME-Motoren aus dem FCA-Konzern, eine Motorenbasis die für Giulia und Stelvio entwickelt wurde. Und ich bin kein Fan. Der Klang als auch die Kraftentfaltung erinnern stark an einen Diesel, erst obenrum bessert es sich klanglich. Die 330 NM stehen wie das Drehmoment bei den Dieseln bereits bei 1750 U/min an, sodass es beim Beschleunigen nicht immer einem Kickdown benötigt. Ich möchte für den Verbrauch kein Fazit ziehen, das wäre beim Fahrprofil dem Fahrzeug ggü. unfair.



    Die ZF Automatik schaltet in n gewohnt geschmeidig, in a wird seeeeehr viel gesegelt, und in d benötigt es einer volldigitalen Fahrweise, um die Software nicht zu überfordern. Sonst wird schonungslos genickt.


    Und das ist schon der größte Minuspunkt beim Fahren - der dna-Schalter. Jeder Hersteller schafft es, den Fahrerlebnisschalter zumindest rudimentär konfigurierbar zu machen. Bei Alfa ist es "Friss oder stirb". So fühlt sich der Motor in d so viel spritziger, so viel freier an, aber dadurch dass man das Getriebe nicht verstellen kann (bspw. dass ein S-Modus deaktiviert wird) ist d quasi unfahrbar. Und n ist derart auf Komfort getrimmt, dass man trotz 200 PS, 7,x Sekunden auf 100 auf Autobahnauffahrten zum Bremsklotz wird.



    Der Allradantrieb ist sehr spaßig, sorry, "fahraktiv" abgestimmt. Das merkt man besonders beim Abbiegen auf Nässe, das hintere kurveninnere Rad quitscht gerne, bevor die Elektronik denkt "Moment, wir haben da ja noch eine Vorderachse die wir anschieben können". Das macht es einerseits sehr spaßig, die Lenkung bleibt frei von Antriebseinflüssen bis es nicht mehr geht und trotz nicht deaktivierbarem ESP geht es so flott um die Kurve. Andererseits stört es im alltäglichen Betrieb, denn auch in n tritt es immer wieder auf.



    Und wer hätte gedacht, dass ein Alfa Romeo mal so aussehen kann, ohne dass man Angst haben musste dass man sich das Auto komplett ruiniert indem man alle Schürzen abreißt und sich die Ölwanne aufreißt.



    Die Federung ist komfortabel genug um auch im leichten Gelände nicht stuckerig zu werden, und straff genug um auch die Spaßrunde auf der Landstraße zu überstehen. Und auch wenn das ESP zwar spät regelt, und so nur ganz leicht nervt, nervt es nichtsdestotrotz.


    Interieur



    Das Interieur ist zu 100% bekannt aus der Giulia. Die Sitzposition ist leicht anders, man sitzt nicht so tief im Vergleich zum Armaturenbrett, sodass man zwar die Spitze des Fahrzeugs besser sieht, dafür Ampeln als Erster schwieriger werden. Und ja, der Sitz ist ganz unten.



    Das Lenkrad mit dem eingesetzten Engine Start-Button ist mittlerweile schon fast ikonisch, wenn auch mir nach wie vor etwas zu dünn. Die LHZ wird dafür überall warm, und das auch sehr schnell sehr angenehm, ohne dann großartig nachzulassen.



    Das Infotainment gibt sich die größte Mühe, und wenn man bedenkt woher Alfa kommt, und was noch in Giulietta verbaut wird, ist es wirklich ein Sprung in die Gegenwart.

    Absolut gesehen jedoch, hängt es gegen die angestrebte Konkurrenz trotz guter Ansätze noch hinterher.



    Der Bildschirm zwischen den überaus hübschen Rundinstrumente gibt sich alle Mühe in dem er schnell auf Eingaben reagiert, gut auflöst und sich an den Rändern streckt. Dafür ist er nahezu null individualisierbar, und auch Navigationsanweisungen kann er maximal als Pfeile darstellen.



    Der große Dreh-Drück-Schalter hat kein Touchpad, und auch der gut auflösende Bildschirm ist nicht berührungssensitiv. Das beschneidet gerade die Funktionalität für Carplay drastisch. Auch wenn das System bei Audio-Ausgabe über Carplay Interpret, Titel und Cover korrekt abgreift und darstellt, das können nicht alle Systeme von sich behaupten.



    Und auch die Grafik der Navikarte ist eher als Spielzeugstil zu bezeichnen, schlimmer noch als das Garmin aus Mercedes der letzten Generation.

    Dafür werden Routen schnell und zuverlässig berechnet, TMC ist auf dem Stand des Möglichen, und auch der Sound ist trotz nicht verbauter h/k überraschend gut. Also zumindest für meine ungeübten Ohren.



    Und wo die Klimaautomatik in "meiner" Giulia, die ich als LZM hatte, noch einer der Gründe für den Fahrzeugtausch war, tut sie sich im Stelvio, im Kühlen, mit einem Benziner sehr viel leichter. Bereits nach nach wenigen Metern bläst es warm aus den Lüftungsdüsen, und auch dank defektem Start/Stopp weiß ich nicht ob es wie bei der Limousine müffelt wenn der Motor abgeschaltet wurde.



    Der Kofferraum leidet etwas unter der stark schräg abfallenden Heckscheibe, dennoch denke ich dass der rationale Deutsche lieber zum Kombi-Ersatz SUV greift, "weil er doch so viel praktischer ist".



    Und auch wenn Alfa so stolz auf das Auto ist, das selbst die feststehende Abdeckung beidseitig mit dem Markennamen versehen wird (und ja, das Bild soll auf dem Kopf stehen), ist auch hier Mittelmaß das Ergebnis.



    Die Abdeckung ist pfriemelig manuell zu lösen, die Abdeckung des doppelten Boden geht nicht weit genug auf. Dafür gibt es eine nur wirklich kleine Ladekante, und die Heckklappe öffnet über die nahezu komplette Breite, sodass der Raum gut nutzbar ist.



    Leider führt die flache Heckscheibe zu dieser mäßigen Aussicht aus dem Innenspiegel, die ein Rangieren auch nur mit einer RFK wirklich ungefährlich werden lässt.


    Exterieur



    Anfangs war ich vom Stelvio nicht überzeugt. Der Buckel, der fast ein Coupe-Heck im Stile eines X4, die großen Xenon-Linsen, der Unterfahrschutz aus Plastik - all das war eine ungute Mischung. Nach einem Wochenende und einer Foto-Session relativiert sich das alles.



    Ja, die LED-Beleuchtung rundherum ist natürlich immer ein schneller Weg in mein Herz. Und auch der ikonische Scudetto, der spärliche Einsatz von Chrom und die beiden dicken, und vor allem, echten Endrohre sind Details, die gefallen.



    Der Buckel hilft vor allem der Aerodynamik und verhindert, dass die Scheibe bei Regen übermäßig nass wird, oder dreckig.



    So kommt mit den 19 Zöllern doch irgendwie alles zusammen, selbst wenn als Lack das eher langweilige Grau Grigio Stromboli ausgewählt wurde.



    Auch wenn mich die großen Linsen nach wie vor stören, trotz sehr sportlicher, schöner Schürzen, mit optischen Eckzähnen die das aggressive Maul umschließen. Dabei ist es mit dem o.g. Scudetto doch filigraner als bspw. das Audi Single-Frame Desing.


    Und vielleicht wird es ja beim Facelift was mit LED-Scheinwerfern. ;) Dann klappt es auch mit den Nachbarn Fernlicht, das nicht den Eindruck macht die rechte Linse sei defekt. ^^


    Fazit


    Kurz zusammengefasst: ja, ich habe einen Softspot für moderne Alfas. Ja, ich genieße ab und zu den gelegentlichen SUV.


    Würde ich also den Stelvio kaufen? Definitiv nein. Dafür ist er zu "wertstabil" aka teuer, auch junge Gebrauchte fallen nicht nur aus dem persönlichen Budget, sondern auch aus der Preis/Leistungs-Skala. Da können einfach viele Konkurrenten, auch günstigere, vieles besser.



    Würde ich den Stelvio wieder bei ner Autovermietung mitnehmen? Für PFBR direkt ganz sicher nicht (mal abgesehen dass ich das nie direkt buchen würde), aber als Upgrade wie hier gerne und mit Handkuss. Selten kommt man mit einem Auto auch mit nicht Auto-affinen Nachbarn leichter ins Gespräch, nie fühlt man sich exklusiver mit einem günstigeren Auto.


    Und als Auto ist der Stelvio als auch die Giulia nicht so schlecht wie es Alfas Ruf dem gemeinem Deutschen vorgaukeln möchte.



    Abschließend noch ein Danke an die lokale :202:-Station, das Auto war in nahezu gelecktem Zustand. Außen sogar gewachst und innen bis auf zwei, drei Spots in Neuwagenzustand. Und für einen netten Plausch inklusive Testsitzen war auch noch Zeit.


    Und wie immer der Hinweis für die ganz Peniblen: ja, das Fahrzeug kriegt vor Abgabe noch eine Behandlung in der lokalen Waschbox. 8o

    Also wer heute einen 7er fahren will, ist am MUC gut aufgehoben.


    :203: hat jegliche Form und Ausstattung, selbst der Hybride ist vorhanden. Aber Achtung: die miesen Touaregs matchen das 1:1, könnte also ärgerlich werden am Counter. Außer man lässt sich auch einen Maserati andrehen, davon stehen sich sehr viele die Reifen eckig.


    Notfalls geht es halt einen Schalter weiter zu :204:, die ebenso mit sehr vielen BMWs glänzten, davon überdurchschnittlich vielen 7ern.


    Und wem die Lust mehr nach A8 steht, wird im Keller bei :202: fündig.


    Also für jeden was dabei, insgesamt sehr BMW-lastig, auch bei den eher unüblichen Verdächtigen.

    Zumal, wer vor kurzem ein Auto mit Verkehrszeichenerkennung gefahren ist, weiß dass diese noch einiges an Verbesserungspotential aufweisen. Ich kenn allein in "meinem" Landkreis zweistellig Orte, an denen die falschen Verkehrszeichen erkannt werden, und man bspw. statt erlaubter 60 km/h 20 km/h angezeigt bekommt. Und da macht es keinen Unterschied ob man im ~90k€ BMW oder im ~27k€ Hyundai sitzt.


    Da hängt derart viel dran, was es noch zu verbessern gilt, dass ich nicht glaube dass es innerhalb der nächsten 3 Jahre kommt. Zumal ja auch noch die rechtliche Grundlage für die ans ISA angehängte Blackbox* durchdekliniert werden müsste.


    (*der oben verlinkte Artikel klingt so, dass ISA nicht nur die Geschwindigkeit begrenzt, sondern "vermeintliche" Geschwindigkeitsübertretungen logged. Das würde ja nur Sinn ergeben, wenn die GPS-Koordinaten auch gespeichert werden. Insofern verwendete ich den Begriff.)

    Hab sogar noch eines rumliegen, welches bis Mitte 2018 genutzt wurde.


    Wäre ja optimal. Ist nur die Frage, ob man sein Profil auf 2 Geräten laufen lassen kann.

    Du kannst dich auf so vielen Geräten anmelden wie du willst - ist ja nicht WhatsApp oder sonstiges. Ich habe das auch auf android und ios laufen, letzteres sogar auf zwei Geräten.

    Duuuude, du hast in Kalk gemietet? Kleine Welt, das war auch meine Stammstation bis Ende 2017. Ja gut, da kann ich mir vorstellen dass da das ein oder andere Upgrade bei rumkam.


    In Ehrenfeld herrscht ein anderes Regime durch die SL, da stimmt mein oben geschriebener Beitrag 100%.

    Wann hast du denn bei Starcar ein Upgrade bekommen? Also da müssen schon Weihnachten und Ostern zusammen fallen, lieber stornieren die die Buchung.


    (Oder man hat persönlichen Kontakt zur Station wie ich es hatte, und selbst da kann ich die Upgrades an einer Hand abzählen.)


    Aber um zielgerichtet zu antworten: nein, du musst nicht jedes Upgrade akzeptieren.


    Ich bin so stolz wie ich das Konjunktiv vermieden habe :D