Beiträge von Excess0r

    Ich bin hocherfreut über die zahlreichen angepassten und gehirngewaschenen auf Linie gebürsteten Autofahrer in diesem Forum.

    Jeden Schwachsinn brav hinnehmen und bloss nicht gegen das Establishment rebellieren.


    Sowas macht ein guter Deutscher ja nicht. 8o



    PS: Ich habe mich gerade erfolgreich gegen diese Praxis gewehrt.



    PPS: Um Vorurteilen gleich mal entgegenzuwirken: Ich bin Ende 40, fahre seit mindestens 30 Jahren unfallfrei und das bei mindestens 80.000km/Jahr.

    Ich bin KEIN Raser, der andere gefährdet und sich dann über ein zurecht verhängtes Bussgeld ärgert.

    Es dürfte hier sicher einige interessieren. Es geht um die gängige Praxis - vor allem bei Sixt - bei Bussgeldern eine "Bearbeitungsgebühr" zu erheben.


    Mir ist das gerade bei einem Bussgeld über 10,00€ passiert. Sixt erhebt doch glatt 20,00€ "Bearbeitungsgebühr". :cursing:


    Nach meinem Rechtsempfinden dürfte dieses Vorgehen rechtswidrig sein, weil in der Bearbeitung der Fahreranfrage keine Leistung gegenüber dem Mieter erbracht wird, sondern der Vermieter eine gesetzliche Pflicht des Kfz-Halters erfüllt.


    Ich habe dazu einen interessanten Artikel gefunden: (LINK ->)Gebühren für Knöllchen am Mietwagen: Bearbeitungsentgelt & Servicepauschale – rechtswidrige Praxis der Autovermieter.



    Ich frage mich - warum hat da noch niemand geklagt?

    Man muss nicht zahlen! Das ist rechtswidrig!


    Ich habe dazu ein Urteil gepostet: (Link ->) Glasbruch am Mietwagen während der Miete

    Der Thread ist zwar schon älter, aber vielleicht verirrt sich ja noch jemand hierher.


    Also, aus eigener (mehrmaliger) Erfahrung, zahlt man bei Steinschlagschäden nicht.


    Warum?


    Es gibt mittlerweile mehrer Urteile die die gängige Praxis der Autovermieter rügen.


    Der ADAC hatte mal ein PDF zu dem Thema veröffentlicht. Ich habe es vorliegen und kopiere mal ein paar Auszüge hierher:



    AG Aschaffenburg, 16 C 1891/03 – Das Risiko eines Steinschlagschadens ist vom Mieter ebenso wenig wie vom Vermieter beherrschbar


    Das AG Aschaffenburg entschied bereits mit Urteil vom 28.04.2004, (Az. 16 C 1891/03 = ADAJUR Dok. Nr. 83903) dass der Mieter eines Fahrzeuges für Stein- schlagschäden während der Mietzeit nicht haften muss.


    Im Fall hatten die Parteien eine Selbstbeteiligung in Höhe von 800 Euro vereinbart. Bei Rückgabe wurde ein Steinschlagschaden an der Frontscheibe festgestellt und in der vom Kläger unterzeichneten Schadensanzeige festgehalten. Die Mietwagenfirma ließ die Frontscheibe auswechseln und zog die Kosten für die Schadensbeseitigung in Höhe von 651 Euro über die Kreditkarte des Klägers ein. Die Allgemeinen Ge- schäftsbedingungen enthielten eine Klausel zur verschuldensunabhängigen Haftung für während der Mietzeit entstandene Schäden.

    Der Mieter verklagte die Mietwagenfirma zur Rückzahlung des Betrages. Die Richte- rin verurteilte die Beklagte zur Rückzahlung des eingezogenen Betrages aus unge- rechtfertigter Bereicherung. Grundsätzlich gilt bei der Anmietung eines Fahrzeugs, wie auch im Mietrecht allgemein, dass der Mieter nur für Schäden haftet, die er selbst verschuldet hat. Wird dieses haftungsrechtliche Verschuldensprinzip durch Allgemeine Geschäftsbedingungen ausgeschlossen, so widerspricht diese Regelung dem Gesetz und stellt daher eine unangemessene Benachteiligung des Mieters dar. Die Klausel ist nach § 307 BGB unwirksam.

    Das Risiko eines Steinschlagschadens ist vom Mieter ebenso wenig wie vom Ver- mieter beherrschbar. Wird ein Stein durch ein vorausfahrendes Fahrzeug vom Boden aufgeschleudert und zerstört dieser die Frontscheibe an dem Mietwagen, liegt in der Regel für den Fahrer ein unabwendbares Ereignis vor. Ein Verschulden des Mieters ist daher nicht festzustellen. Somit bestand kein rechtlicher Grund für die Kreditkar- tenabbuchung.


    Nein, du liegst genau richtig. Steinschläge sind durch den Mieter nicht zu vertreten, soweit nicht grob fahrlässig herbeigeführt (und das beweise mal bitte jemand). Selbst Wildunfälle sind laut einem neueren Gerichtsurteil nicht zu verschulden.


    Am besten der Schadenabteilung antworten, dass du den Schaden nicht zu vertreten hast und auf dieses Urteil hier verweisen: https://www.adac.de/infotestra…zGgq5zTTz1LEzzLPv1VP11guq

    Ich kann die Aussage von AudiNarr aus eigener (mehrfacher) Erfahrung bestätigen!


    Die Europcar z.B. versucht immer wieder solche Schäden beim Kunden einzufordern.

    Ich hänge regelmässig das von mir unten hochgeladene PDF an meine eMails an und habe danach meine Ruhe - bis zum nächsten Versuch seitens der Europcar.

    Ich bin immer enttäuschter von der Europcar.
    Seit Jahren bin ich schon im Privilege Elite VIP - Status.
    Alleine dieses Jahr hatte ich 23 Anmietungen.
    Und trotzdem: Updates gibt es quasi gar nicht. Dieses "nach Verfügbarkeit" wird ziemlich gedehnt.


    Aber die Krönung ist die Dreistigkeit, dass die Europcar ihren Kunden tatsächlich diese zweifelhafte "Bearbeitungsgebühr" für Bussgelder berechnet.
    Da zahlt man bei einem 10€ - Knöllchen doch glatt noch mal 15€ "Bearbeitungsgebühr" drauf.
    Lächerlich.
    Oder doch eher dreist und unverschämt?


    Dabei gibt es vom Amtsgericht Leipzig schon einen interessanten Beschluss zu dem Thema: http://www.verkehrslexikon.de/Texte/ZGGebuehr05.php


    Als Kunde komme ich mir verarscht vor und werde in 2017 meine Konsequenzen ziehen.

    Ich halte das doppelte Fahrzeugupgrade für sehr theoretisch.


    Bin seit 2014 auf Privilege Elite VIP - Status und habe trotz Nachfrage noch kein Upgrade erhalten.
    Selbst bei einem Anruf in der Zentrale in Hamburg versteckte man sich hinter der Floskel "geht halt nur nach Verfügbarkeit".


    Vielleicht ist meine Station auch einfach nur zu klein. ;-P