Beiträge von Icerider

    Hallo,

    von mir gibt es jetzt auch kurzes Update. Heute habe ich eine Mail von EC bekommen.

    Das Wichtigste vorweg: EC sieht von der Forderung gegen mich ab.:115::115:


    Ich hatte mich ja nach erhalt der Rechnung sofort und mehrfach per Mail und Fax, unter der Schilderung des Sachverhalts und mit der Argumantationshilfe von hier, an die Regressabteilung gewendet und nichts mehr gehört. Jetzt, zwei Monate und Mahnungen (zuletzt ultimativ und mit Inkasso-Androhung) später, hat jemand aus der Abteilung meine Schreiben zu Gesicht bekommen und die Rechnung storniert, da die Versicherung vom zweiten Unfall bereits bezahlt hat.


    Ich hatte zwischenzeitlich nochmal mit einem Anwalt für Zivilrecht telefoniert (ich wollte nur den Umgang bzgl. Inkasso abklären) und rechtlich verhält sich so wie es T203004 beschreibt. Und bzgl. des gesunden Menschenverstandes stimme ich zu. Nur manchmal haben die Juristen ja noch feine Winkelzüge, die der juristische Laie nicht mehr ganz durchblickt.....


    Ich habe so also noch mal richtig, richtig Schwein gehabt mit dem zweiten Unfall, sonst wäre ich jetzt um 800€ ärmer.


    Wer Probleme mit der Regressabteilung von Europcar hat sollte mal zur Stationsleitung gehen und dort Druck machen, dort habe ich gestern eine Mailadresse vom Regionalleiter bekommen, um die Sache zu eskalieren. Anders kommt man an die Regressabteilung scheinbar nicht ran X/.


    Vielen Dank für euren Rat und eure Hilfe!:206: ist echt spitze.

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    Ansonsten hilft vielleicht auch der Hinweis, dass du den Verdacht hast, dass EC entweder dich oder die Versicherung betrügen will. Denn wenn einer von euch zahlt, ist der Schaden bereits beglichen und kann natürlich nicht ein zweites mal geltend gemacht werden."

    Das hat nichts mit betrügen sondern mit der deutschen Rechtsordnung zu tun, Europcar erhält die Mittel, um die Stoßstange nach jedem Schaden in den Zustand zu versetzen, als wäre der jeweilige Schaden nicht eingetreten (Naturalrestitution). Dafür ist unerheblich, ob ein neuer Schaden durch den selben Mieter, während der Mietzeit des selben Mieters oder durch einen anderen Mieter verursacht wird.

    Dass das zu der absurden Situation führt, dass die Autovermieter für ein Bauteil mehrfach den Neupreis kassieren ohne das Ding jemals austauschen zu lassen, ist mir klar. Eine umfänglich gerechte Neuregelung fällt mir aber auch nicht ein.

    Genau das habe ich auch so ähnlich in meiner Mail ausgeführt.

    Ich bin jetzt nur gespannt wie es weitergeht, da EC als Zahlungsziel den 01.03. genannt hat (also gerade mal 5 Tage seit Rechnungszugang). Ohne genaue weitere Klärung werde ich aber sicher nicht zahlen, um dann auf eine Rückzahung zu hoffen....


    Bei Mehrfachbeschädigung des selben Teils ist es in der Tat nicht einfach mit dem Schadenersatz.


    Das mehrfache fordern von Schadenersatz stellt aber wohl kein Betrugsversuch da, weil es ja erstmal nur eine Forderung ist, die ja nicht erfüllt werden muss..... so hat es mir ein Anwalt zwischen Tür und Angel erklärt.

    Elegenate wäre es aber in der Tat, wenn EC Forderungen nacheinander stellen würde und wenn gezalt wurde niemanden mehr belästigt.

    Hallo Zusammen,


    mein Name ist Zacharias, ich bin 28 Jahre alt und miete mehr fünf bis sechs Mal im Jahr einen Mietwagen, bisher immer ohne Probleme oder Unfälle bei allen Vermietern. Auch beim Car-Sharing mit Flinkster bin ich bisher immer unfallfrei angekommen.


    Im letzten Jahr im September ist es dann aber doch passiert es hat gescheppert und das gleich zwei mal innerhalb von 24 Stunden mit dem selben Mietwagen.;(;(


    Ich hab den Wagen über Check24 mit AutoEurope als Broker bei Keddy (also Europcar) gemietet. Der SB lag bei 950€ mit Erstattung über AutoEurope.


    Kurz zum ersten Unfallhergang:

    Ich fuhr auf eine Autobahn auf, und muss auf der Auffahrt stehen bleiben, da ein Stau die AB blockiert. Die AB und Auffahrt beschreiben eine Linkskurve. Ein LKW links hinter mir fährt langsam vorwärts und touchiert mich dabei leicht an der linken Seite der Stoßstange (Ich schätze der LKW-Fahrer hat nicht auf die Straße geschaut und die Linkskurve hat ihn dann nach Rechts abdriften lassen). Ich hab den Auffahrunfall nur ganz leicht gemerkt, da der Fahrer im letzten Augenblick noch zurück auf seine Spur gezogen ist, aber dennoch war der Lack an der Stoßstange ab. Der LKW-Fahrer fuhr weiter und scheint nicht bemerkt zu haben.

    Ich könnte den LKW aber noch einholen und wir fuhren gemeinsam auf den Standstreifen um auf die Polizei zu warten.

    Die Polizei nimmt den Unfall als unklare Sachlage auf (es steht Aussage gegen Aussage) und entscheidet später ich hätte den Unfall verursacht (das ist aber eine andere Geschichte :cursing:). Auf den Protokoll steht aber unklare Sachlage. (Witzig war die Kommunikation der Beamten mit dem Brummifahrer der als Weißrusse kein Englisch oder Deutsch kann).


    Die Fahrt geht weiter und keine 24 Stunden später scheppert es erneut. (shit happens)

    Ich stehe an einem Zebrastreifen und warte auf eine freie Fahrbahn, als eine Frau beim Rangieren meinen Wagen (es ist immer noch der Wagen vom Vortag) rechts an der hinten Stoßstange touchiert. Die Polizei wir gerufen und der Fall aufgenommen (klare Sachlage, die Frau ist schuld).


    Bei der Rückgabe melde ich die symetrisch verschrammte hintere Stoßstange ordnungsgemäß an und der RSA füllt zwei ADRs aus (für jeden Unfall einen Bericht).

    Mein Selbstbehalt von 950€ wird aber freigegeben, da der RSA angeblich nicht darauf zugreifen kann?!:/


    Jetzt am vergangenen Samstag habe ich eine Rechnung samt Gutachten erhalten, dass die Lackierung des Stoßfängers knapp 800€ kosten soll (für den Streifschaden aus dem ersten Unfall). Der Gutachter hat den Wagen aber wohl nie gesehen (Zitat: "Diese Kalkulation wurde ausschließlich auf Grundlage der seitens des Auftraggebers übermittelten Daten erstellt") und nur die Fotos der linken Hälfte der Stoßstange gesehen.


    Heute habe ich dann bei der Versicherung der Frau aus dem zweiten Unfall angerufen und gefragt was denen in Rechnung gestellt worden ist.

    Die Versicherung hat eine Rechnung samt Gutachten (interessanterweise von einem anderen Gutachter) in Höhe von 1300€ erhalten, da der Stoßfänger lt. Gutachten getauscht werden muss.


    Jetzt stellt sich mir die Frage, wenn die Versicherung ja die Stoßstange ersetzt, warum soll ich dann noch 800€ zahlen, da die neue Stoßstange ja auch meinen Schaden mit ersetzt. Es kann doch nicht richtig sein, dass Europcar für ein und dieselbe Stoßsange zwei Mal Schadenersatz fordert? Zumal ich davon ausgehe dass 800€ für eine ganzheitliche Neulackierung der Stoßstange angesetzt sind.


    Ich habe Europcar per Mail erstmal einen Vorbehalt gegen die Rechnung geschrieben (zumal sie ja eigentlich niedriegere Fallpauschalen haben) und bzgl. der Abrechnung mit der Versicherung angefragt.

    Wie soll ich weiter vorgehen? Ich bin juristisch unbeleckt und weiß nicht ob eine Mail an Europcar reicht, zumal sie ja recht langsam zu sein scheinen.....


    Bisherige Konsequenzen aus der Geschichte:
    1.) Ich hab eine Rechtsschutz abgeschlossen, die mir aber wohl für diesen Fall nicht mehr hilft.

    2.) Ich bin jetzt über I4CH abgesichert bzgl. Selbstbehalt, die Broker sind mir zu unsicher und da ich auch noch an Car-Sharing teilnehme.



    Ich bin für jeglichen Input dankbar.


    Fotos:

    Stoßfänger rechts.jpgStoßfänger li.jpgStoßfänger links.jpg