Beiträge von TALENTfrei

    Ein Kollege hat damals bei König drei Clios a 59€ Leasingrate genommen. Der Händler ist wirklich nicht empfehlenswert, absolutes Chaos bei allen Angelegenheiten (Fahrzeuge konnten erst nicht gefunden werden, versprochene Ganzjahresreifen wurden nicht geliefert und auch nicht nachgerüstet, telefonische Erreichbarkeit grottig und bei Rückgabe wurde versucht erfundene Mängel in Rechnung zu stellen).


    Trotz der sehr günstigen Konditionen würde er dort nicht mehr leasen wollen.

    ChevyTahoe

    Es macht doch rein rational überhaupt keinen Sinn auf solch kurzen Strecken mit dem PKW zu fahren:


    - Der Verschleiß ist überdurchschnittlich hoch

    - Der Verbrauch ist überdurchschnittlich hoch

    - Die Standzeiten sind in Relation zu den laufenden, kilometerunabhängigen Kosten viel zu hoch

    - Die Fahrzeit dürfte sich kaum unterscheiden (Parkplatzsuche, Wegzeiten)

    - Wie oft erledige ich nach der Arbeit wirklich noch spontan einen Großeinkauf und rechtfertigt dies wirklich die dauerhaften Mehrkosten?


    Ich halte das Fahrrad bestimmt nicht für die einzig wahre Mobilitätslösung, aber gerade für Kurzstrecken ist es nun mal in den meisten Fällen in vielen Punkten das sinnvollste Verkehrsmittel.


    PS:

    Zitat

    Will sie nicht.

    Das hab ich nicht berücksichtigt, bin glaub' ich zu lange Single um die Denkweise der Frauen noch auf dem Schirm zu haben. Ist es wohl besser sie einfach machen zu lassen. Happy wife, happy life ^^

    Gebuchte / erhaltene Klasse: MBMR / MBMR

    Fahrzeug: Toyota Aygo X-Play

    Leistung: 72PS

    Bruttolistenpreis: 13.270€

    Verbrauch: 4,8l Super E10 / 100km (70% Autobahn, 20% Überland & 10% Stadt)

    Gefahrene Kilometer: 630

    Gesamtmietpreis: 14,24€

    Kosten je Kilometer: 0,09€


    Vorwort:

    Für das Wochenende war unter anderem ein Besuch zur IAA in Frankfurt am Main sowie ein Besuch des "Grip Events" auf dem Nürburgring geplant. Nachdem die letzten Mieten meine "YOLO Kostenstelle" massig überbuchten und aufgrund der permanenten Leistung von über 400PS keine Begeisterungsfähigkeit mehr vorhanden war, beschloss ich einfach das kostengünstigste Angebot zu nehmen.

    Dank der damaligen Aktion von Easyrentcars ließen sich vor allem in den kleinen Klassen sehr gute Preise erzielen. Aufgrund der guten Erfahrungen bei der ersten Miete und des günstigsten Preises entschied ich mich für das Angebot von :208:.


    Anmietung:

    Da ich eine große Schwäche für Kleinstwagen habe, war die Vorfreude auf die Miete tatsächlich ziemlich hoch. Pünktlich an der Station angekommen wurde vor mir ein Tourist sehr freundlich auf gutem Englisch bedient. Als ich an der Reihe war wurde mir vom super freundlichen RSA erstmal ein Getränk (Kaffee oder Wasser) und Süßigkeiten angeboten, das gab's so noch bei keinem anderen Anbieter. Danach erfolgte sehr angenehmer Small-Talk, als es dann zur eigentlichen Miete kam gab es freie Auswahl bis einschließlich ECMR.

    Mein Wunsch nach einem Aygo wurde nachgekommen und der RSA schien sogar Ahnung von Autos zu haben, zumindest gab er direkt den Tipp: "Bei den Aygos ist der Schleifpunkt der Kupplung immer etwas weiter hinten".


    Danach erfolgte der Ausdruck des Mietvertrags per Nadeldrucker und es gab die Schlüssel zu einem, trotz bereits 27tkm gelaufenen, schadenfreien weißen Aygo.



    Das Fahrzeug:

    Für mich ist der Aygo (vorallem als x-clusiv Style Selection in Kyotoblau), insbesondere nach dem Facelift mit dem coolen LED-Tagahrlicht, das schönste Fahrzeug in der Kleinstwagenklasse. Von daher freute ich mich umso mehr ihn endlich mal fahren zu können. Obwohl es sich um die zweitkleinste Ausstattungsvariante handelt, sind die Features in dieser Fahrzeugklasse wohl einzigartig: Rückfahrkamera, Touch-Multimediasystem, Bluetooth, Multifunktions-Lederlenkrad, Speedlimiter.

    In meiner favorisierten Ausstattungsvariante würden sogar noch Keyless, Teilledersitze, Carplay/Android Auto, Spurhalteassistent und Lichtautomatik hinzukommen. Und das für einen (Internet-)Neupreis von gerade einmal 12.000€!



    In der Fahrzeugklasse habe ich leider nur den Vergleich zum Fiat Panda, Fiat 500 und VW up!, wobei der VW up! für mich persönlich das schlechteste Fahrzeug im Vergleich ist.


    Trotz der vergleichsweise hohen Laufleistung wirkte das Fahrzeug absolut neuwertig, es waren überhaupt keine Abnutzungsspuren zu erkennen. Das Lenkrad fühlt sich gut an, das Lenken und Schalten gehen sehr leicht von der Hand. Die Geräuschentwicklung im Innenraum ist im Vergleich zu den anderen Kleinstwagen gut, der kleine 3-Zylinder Motor ist absolut ausreichend und solange es nicht zu größeren Steigungen kommt lässt sich dieser durchweg angenehm untertourig fahren.


    Was mir neben dem Design und der Ausstattung besonders gut gefallen hat war das Fahrverhalten. Sowohl im Panda, als auch im up! und 500 hatte ich insbesondere auf der Autobahn immer etwas mit Seitenwinden zu kämpfen. Der Aygo hingegen lag immer spursicher auf der Straße und ließ sich auch durch stärkere Winde nicht aus der Ruhe bringen. Sicherlich ist man dort überwiegend auf der rechten Spur unterwegs, als wir es drauf angelegten haben war aber auch ein Tachowert von 180 km/h drin (bergab). Dann wird aber der Motor und die Windgeräusche unangenehm laut, diese Fahrzeugklasse ist einfach nicht für's Autobahnrasen gebaut.


    Insgesamt war er an den 3-Tagen ein toller Begleiter, auf den ich mich jedes Mal freute wenn wieder eine Fahrt anstand. Die Rückgabe verlief übrigens (wie immer) absolut problemlos und die Rechnung war direkt am nächsten Morgen schon im Posteingang.


    Fazit:

    Würde ich dauerhaft ein Auto benötigen, würde ich mir sehr wahrscheinlich einen Aygo kaufen. Er verbindet alle Vorteile der Kleinstwagenklasse (Parkplatzsuche, Übersichtlichkeit, Verbrauch, Unterhaltskosten, Preis-Leistungsverhältnis) mit einem richtig schicken Design und modernen Ausstattungsoptionen, die bei anderen Herstellern nur höheren Klassen vorbehalten sind. Dazu kommt die gute Raumausnutzung und die lt. diversen Berichten sehr gute Zuverlässigkeit. Ich würde das Fahrzeug (so fern nicht mehr als ein Mitfahrer oder große Fracht zu transportieren sind) jederzeit wieder nehmen.



    Nachdem ich mich nun auch wieder etwas auf den Boden der Realität bringen konnte, ist die nächste anstehende Miete dann übrigens wieder passend ein Chevrolet Suburban o.ä. :P


    Vielen Dank :208:

    Du kannst bei den meisten Anbietern auch direkt online das SCDW Package buchen. Nur bei Buchung über Broker/Vergleichsportal wird quasi der Basistarif beim Anbieter Plus eine externe SB Versicherung gebucht. Daher kommt auch immer der Trubel. Der Vermieter weiß nichts von deiner externen SB Versicherung und versucht daher mit Nachdruck sein eigenes rund um sorglos Paket zu verkaufen.


    Ich selbst buche immer den Tarif mit höchster SB (Kroatien, Portugal und Lanzarote) und hab bisher weder einen Schaden zahlen müssen noch anderweitig böse Überraschungen erlebt. Aber ich glaube ich trete beim Thema Mietwagen auch so selbstbewußt und routiniert auf, dass die gar nicht erst versuchen eime Masche zu probieren.


    Und ja ich bekenne mich zur "40€/Woche" Fraktion und buche immer beim günstigsten Anbieter im Urlaub ;)


    PS: Wenn du es wie von dir beschrieben machen willst würde ich dir empfehlen zu pokern und zu sagen "ich hab eigentlich eine Versicherung aber wenn sie mir den Wagen XY aus ein paar Kategorien höher geben schließe ich das hier noch zusätzlich ab". Ist dann win-win :)

    Im Übrigen würde ich selbst diese Poser-Karren jederzeit ablehnen, das wäre mir allein schon vor meinen Nachbarn zu peinlich, geschweige denn, dass meine Bessere Hälfte da einsteigen würde.

    Das ist etwas was ich nie verstehen werden. Was interessiert mich, was mein Nachbar oder irgendwelche anderen Aussenstehenden über mich denken?


    Ich fahr die Autos ja nicht um Leute zu imponieren, sondern weil ich Spaß am Fahrzeug habe und es mir persönlich gefällt. Ob mein Nachbar alles außer Golf prollig findet oder die Postbotin ein Hass auf schwarze Autos hat ist mir dabei herzlich egal. Wenn ich eine Freundin hätte und die nicht mehr ins Auto einsteigen will, weil der ihr vielleicht nicht zusagt habe ich vielleicht auch einfach eine ziemlich anspruchsvolle/oberflächliche Freundin in dem Moment?

    Ansonsten können die meisten Menschen doch sowieso ein C180 Coupé nicht von einem S63 unterscheiden.


    Ich selbst wurde erst kürzlich beim Spazierengehen in der alten Heimat von einer Dorfbewohnerin angesprochen, was ich denn beruflich machen würde weil ich ständig so teure Autos hätte. Als ich ihr gesagt habe, dass ich Frauen aus Osteuropa verkaufe ist sie einfach gegangen. Was genau wäre jetzt der Vorteil, wenn ich dort nur mit einem Golf aufkreuzen würde? Die Meinung von fremden Menschen interessiert mich einfach nicht, weil ich keinen Vorteil sehe die zu berücksichtigen und mein Freundeskreis weiß, dass Autos einfach mein größtes Hobby sind und ich dabei genauso viel Spaß habe wie die mit ihrem Aufsitzmäher, Boot, Kindern oder whatever :)

    Geschmäcker scheinen tatsächlich sehr verschieden zu sein. Der Eine hält einen Passat für genau so gut wie eine S-Klasse und ich würde einen Passat nicht mal als kostenfreies Upgrade mitnehmen wollen.


    Warum man für einen 8er oder S Coupé viel Selbstbewusstsein braucht erschließt sich mir wirklich nicht. Das brauchte ich eher bei dem türkisen Fiat 500 mit Rosa Spiegelklappen. Der hat auch deutlich mehr Blicke auf sich gezogen wie so ein S63, der hier "an jeder Ecke steht".


    Wenn der gesamte Bericht nicht komplett ironisch geschrieben ist und ich zu blöd bin das zu sehen, kann ich das alles ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Sonst hättest du doch auch einfach ein Downgrade auf Passat, Touran, Tiguan mitnehmen können wenn dir die "Penismobile" sowieso ein Graus waren?

    Man kann ein Auto nicht wie ein menschliches Wesen behandeln - ein Auto braucht Liebe.

    Walter Röhrl





    Vorwort:

    Endlich ist es soweit: Es ist Samstag, die Musik und das Gegröle vom "Christopher Street Day" ballert immer noch durch mein Fenster, der Wecker zeigt 04:30 Uhr -> Zeit zum Aufstehen. Nach der morgendlichen Routine begebe ich mich durch eine Masse von Alkoholleichen und solchen, die es noch werden wollen. Meine Stadtbahn Richtung Flughafen kommt pünktlich und nach kurzer Zeit schallt ein "Theresa du setzt dich jetzt sofort zu mir oder ich zeige der ganzen Bahn Nacktfotos von dir, ich schwör!".

    Ich frage mich innerlich, warum ich mir das gerade antue und mein Gewissen antwortet prompt mit "Heute ist der große Tag. Dir steht deine schon lang ersehnte Ausfahrt mit deinem Freund koelsch bevor. Egal was noch passiert, es ist es Wert".


    Und so sehe ich mich plötzlich im Münchener Flughafen. Der Weg zum ersehnten Sixt Counter zieht sich durch das gesamte Gebäude. koelsch kündigt Verspätung an und so beschließe ich mich um Frühstück zu kümmern. Während ich mich also (zum völlig überteuerten) Bäcker in der Nähe des Sixt Schalters machte, beobachte ich eine offenbar gestörte Frau die im lauten Ton Touristen anschreit und beleidigt. Ich bitte sie weiter zu gehen und die Leute nicht zu belästigen und werde prompt selbst Opfer ihrer lauten Beleidigungen. Willkommen in München.



    Anmietung:

    Irgendwann erspähe ich koelsch der mir direkt mitteilt, dass seine Affäre Kontaktperson bei Sixt heute leider nicht da ist.

    Wir begeben uns trotzdem zum Schalter. Es herrscht reger Andrang, vorallem arabische Touristen sind zu sehen. Ich erspähe den "Platinum Counter" an dem nur eine Familie vor uns ist und beschließe mich direkt dort anzustellen und dem gemeinen Volk nicht die Warteschlange zu verlängern. Ich werde flüchtig begrüßt und koelsch stellt direkt klar, dass er offenbar kein Unbekannter dort ist. Meine Bitte um Luxury wird freudig gefolgt und es werden alle verfügbaren Fahrzeuge aufgelistet. Meine Hoffnung auf einen Z4 wird leider direkt zerschlagen und auch ein 8er ist nicht mehr verfügbar. Frust breitet sich aus und sowohl der RSA, der mittlerweile den Rücklauf checkt, als auch koelsch versuchen mir ein E53 AMG Cabrio schmackhaft zu machen. Eine E-Klasse für eine Strecke die zu 90% nur aus engen Kurven bestehen wird? Ich halte das für keine gute Idee und setze alles auf den Rücklauf. Leider ist der RSA irgendwann am Ende der Return Liste für die nächsten 3 Stunden angekommen und es war noch immer kein Z4 zu finden. Da mietet man extra an der größten Sixt Station überhaupt und bekommt auch beim fünften Versuch keinen Z4 zu sehen, hätte koelsch: nicht in diesem Moment selber die Schlüssel für eben diesen bereits in der Hosentasche hätte ich die Existenz langsam für eine Lüge gehalten.


    Ich frage den RSA, was er denn für den AMG haben will und bekomme zu sehen wie er auf Sixt.de geht, das kommende Wochenende aufruft und stolz verkündet "Ja also der kostet eigentlich 656€, aber ich würde dir da mit 600€ entgegen kommen".

    Ich höre mich ohne nachzudenken sagen "Das ist ein schlechter Scherz oder? Das zahle ich auf keinen Fall!".


    Es folgt eine lange Preisverhandlung und die Schlange hinter mir wird immer größer. Irgendwann einigen wir uns auf einen für mich akzeptablen Betrag und ich bekomme die Anweisung zur Diamond Lounge zu gehen um die Schlüssel entgegen zu nehmen.

    Nach der Entgegennahme nehme ich mir noch ein Getränk und werde von meinem Assistenten koelsch zum Parkplatz geführt.

    Dort angekommen macht sich dann doch ein Grinsen auf meinem Gesicht breit, das Fahrzeug ist wirklich schön und gefällt mir auf Anhieb.


    Die Schadensprüfung bringt keine neuen Schäden zum Vorschein, leider lässt sich zu diesem Zeitpunkt die Kopfstütze noch nicht verstellen und so öffne ich das Dach, mache mich mit dem wunderschönen Cockpit vertraut, starte den Motor, wechsle auf den "Sport" Modus und bekomme während der Ausfahrt aufgrund des überraschend tollen Sounds ziemlich gute Laune.



    Die Ausfahrt

    koelsch holt seinen Z4 M40i aus dem Parkhaus und gemeinsam starten wir Richtung Süden. Nachdem wir einen Stau und einen Supermarkt passiert haben, sehe ich mich plötzlich am wunderschönen Walchensee. Wir fahren einen Rundkurs über den dortigen "Berg" und passieren dann die Mautstraße "Jachenau-Einsiedl". Da mittlerweile meine Eingewöhnungsphase abgeschlossen ist, schalte ich auf den "Sport+" Modus und erlebe auf der Strecke absoluten Fahrspaß. Entgegen meiner Erwartung ist der Wagen nicht nur laut, sondern bietet auch mächtig Vortrieb und dank 4-Matic+ erstaunliche Agilität. Langsam fange ich an mich in das Fahrzeug zu verlieben.



    Nachdem die Straße unfallfrei passiert wurde geht es weiter Richtung Österreich. Nach einem kurzen "Erfrischungsstop" erlebe ich dann am laufenden Band das, auf was ich mich so lange gefreut habe: Berge, Kurven, Seen, Tiere, Schnee.

    Irgendwann trennen sich dann leider unsere Wege. Ich habe beschlossen weiter nach Norditalien zu fahren während Koelsch anderen Verpflichtungen nachgehen muss. So setzte ich meine Reise alleine fort und machte mich auf Richtung "Timmeljochs Pass".



    Leider fängt es auf dem Weg dorthin plötzlich an zu Regnen. Ich halte an einer überdachten Tankstelle und checke meine Wetter-Appm und die Öffnungszeiten des Pass: Halbe Stunde Regen und eine Stunde bis der Pass schließt, das passt. Nach meiner halbstündigen Pause klart dann pünktlich der Himmel auf und ich setze meine Fahrt (natürlich offen) fort. Ich fahre gefühlt 100 Kurven bis ich an einer Mautstelle ankomme. Dort werde ich freundlich mit den Worten "da hast du aber Glück, hier ist in den letzten Minuten niemand mehr lang gekommen, du solltest also komplett freie Fahrt haben" empfangen. 16€ wechseln den Besitzer und ich durchlebe bei strahlendem Sonnenschein auf den weiteren 100 Kurven und ~2500 Höhenmetern neben einer wundervollen Kulisse einen Mix aus Freude, Fahrspaß, Orgasmen und Dankbarkeit.



    Ab diesem Zeitpunkt bin ich vollständig von dem Fahrzeug überzeugt und fühle mich wie vereint. Egal was ich erwarte: Getriebe, Antrieb, Auspuff, Lenkung und Reifen setzen es exakt so um. Die restliche Strecke bis zu meiner geplanten Unterkunft läuft ähnlich weiter.

    Es fallen mir die vielen (orangenen) Blitzer entlang der Strecke auf. Ich erspähe in einem Dorf viele junge hübsche Italienerinnen etwa in meinem Alter. Die Eine zieht mich durch ihr Lächeln so in ihren Bann, dass ich fast einen Unfall baue, zum Glück nochmal gut gegangen.

    Ich beschließe mich lieber mehr der Fahrbahn zu widmen und komme gegen 21 Uhr an meiner Unterkunft an, zumindest sagt mit Google "You've arrived your destination". Allerdings kann ich diese nicht auf Anhieb erspähen und Frage eine Spaziergängerin nach dem Weg, die antwortet mir leider nur auf italienisch, dank Körpersprache zeigt sie mir dann aber die enge Gasse die mich zur Unterkunft bringen soll.



    Im Horse House empfängt mich eine herzlich freundliche Italienerin die mir erst mal einen Tee serviert. Es entwickelt sich ein netter Smalltalk. Meinen Plan nur eine Nacht zu bleiben kann sie zwar nicht ganz nachvollziehen, weil die Gegend ja so viel mehr als nur Straßen zu bieten hätte, findet mein Vorhaben aber irgendwie doch gut. Es erwartet mich ein sehr sauberes und offenbar frisch renoviertes Zimmer. Aufgrund der langen Fahrt falle ich aber sofort ins Bett und schlafe ein.


    Am nächsten Morgen erwartet mich neben dem wunderschönen Anblick des E53 ein leckeres Frühstück mit frisch gepresstem Apfelsaft aus eigenem Anbau. Danach setze ich meine Route fort und begebe mich Richtung Stelvio Pass. Der Weg dorthin ist wieder von wunderbaren Straßen, strahlendem Sonnenschein und dem Gefühl von gefundenem Glück verbunden.

    Der Stelvio Pass selber ist ebenso atemberaubend. Ich empfinde größten Respekt für die zahlreichen Radfahrer auf der Strecke, finde ich es selbst im Auto doch schon anstrengend bis auf die Spitze zu fahren. Dort angekommen ernte ich einige verblüffte Blicke der Leute auf dem Parkplatz, vermutlich weil ich im T-Shirt aufgrund meines Zeitdrucks wie ein Irrer an die Kante laufe, ein Selfie mache und hastig wieder weiter rase. Hier wird mir das erste Mal klar, dass ich vielleicht doch mehr Zeit hätte einplanen sollen.



    Das nächste Ziel war dann wieder München. Ich mache Rast in Garmisch-Partenkirchen und komme mit einigen Saudis ins Gespräch. Wir fachsimpeln etwas über Autos und den heißen Sommer in Riad und ich entschließe mich von nun an Autobahn Richtung München zu fahren, da meine Energie mittlerweile komplett aufgebraucht ist.


    Am darauf folgendem Tag besuche ich noch die BMW Welt und lasse mir eine Werksführung geben, bevor ich mich schon wieder im Flugzeug Richtung Köln sah.


    Schlusswort:

    Insgesamt einer der schönsten Roadtrips die ich bisher durchlebt habe. Auf den ~1.200km habe ich mich sowohl in die Strecke als auch das Fahrzeug verliebt und bin froh, mich für den AMG entschieden zu haben. Die Abgabe verlief tatsächlich nach langer Zeit mal wieder schmerzhaft und ich trauere ihm ehrlich gesagt hinterher. Sollte sich nochmals die Gelegenheit geben, würde ich ihn jederzeit wieder mitnehmen. Der Vergleich mit dem M4 Competition mag unfair sein, aber für mich wäre der E53 definitiv mein Favorit.



    Solltet ihr bis hierhin durchgehalten haben bedanke ich mich. Fragen und Anmerkungen sind gerne gesehen!


    :206:

    Schon wieder wurde mir eine dubiose "Betankungsgebühr" in Rechnung gestellt obwohl ich wieder direkt vor Abgabe vollgetankt habe. Wurde zwar vom Customer Service nach Einreichung des Tankbeleges und des Rückgabeprotokolls wo voll/voll steht wieder storniert, aber ich frage mich trotzdem was das soll.


    Ich hab wenig Lust jetzt jede Rechnung reklamieren zu müssen...

    Ich habe eben bei der Kundenhotline nachgefragt.

    Der Kunde kann sich aussuchen, über welche Seite das Fahrzeug gebucht wird.


    Warum hast du nicht per Einschreiben mit Rückschein beim Vorstand nachgefragt und direkt eine Kostenersparnis über 36 Monate mit angehangen? So ist es doch etwas schwammig..

    Ich frag mich ja immer ob die eine interne Bewerbung im Controlling laufen haben, anders kann ich mir die Motivation dafür nicht erklären.


    Mich hat darauf jedenfalls noch nie jemand angesprochen.