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  • »Unfrequent Traveller« ist der Autor dieses Themas

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Dienstag, 17. Oktober 2017, 19:21

Ausstattung der Mietwagen

Hallo Forum,

die Mietwagenflotten sind ja bekanntlich einer großen Fluktuation unterworfen. Dabei beobachte ich, dass unterschiedliche Ausstattungen eingeflottet werden. Vermutlich tut man das, um den Markt später nicht mit dem immer gleich konfigurierten 5er-BMW etc. zu fluten. Aber unter welchen Gesichtspunkten wird die Ausstattung ausgewählt? Offensichtlich nimmt man ja nicht das, was sich nachher statistisch am besten verkaufen / verleasen lässt (sonst wäre man ja wieder bei der immer gleichen Ausstattung).

Bei Sixt hat es mich zuletzt besonders verwundert, da meiner persönlichen Wahrnehmung nach viele PDAR-Fahrzeuge (BMW G30 520D) häufig leicht besser (Driving Assistant Plus statt "nur" Driving Assistant) ausgestattet waren, als die großen Brüder (BMW G30 530D) aus LDAR. Läuft das so, dass Sixt eine Zahl 5er-BMWs jeweils um die 80.000 € BLP abnimmt, mit unterschiedlichen Motoren und Ausstattungen und es dann so kommt, dass die günstigeren Motoren die bessere Ausstattung abbekommen?

Würde mich über einen Insight freuen.

Viele Grüße
Unfrequent Traveller

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Dienstag, 17. Oktober 2017, 19:43

Offensichtlich nimmt man ja nicht das, was sich nachher statistisch am besten verkaufen / verleasen lässt (sonst wäre man ja wieder bei der immer gleichen Ausstattung).


Wie kommst du darauf, dass sich der Markt niemals ändert und immer derselbe Demnand bleibt?

Die Mietwagen wurden und werden schon immer nach dem zusammengestellt, was der Leasingmarkt will. Kann doch sein, dass die Tendenz jetzt eher zu kleineren Motoren mit besserer Ausstattung geht.
"Miete bei Sixt oder miete nicht bei Sixt - du wirst beides bereuen"

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Mittwoch, 18. Oktober 2017, 01:07

Versteh mich bitte nicht falsch, ich stimme dir vollkommen zu, dass sich die Nachfrage über die Zeit verändert. Mag sein, dass die Leasingkunden zunehmend kleinere Motoren, dafür aber mehr Ausstattung verlangen.

Spielt denn der Werbeaspekt bei der Flotte noch irgendeine Rolle? Im Autohaus steht ja auch eher der gut motorisierte und voll ausgestattete Wagen anstelle der Minimalkonfiguration. Wünschen sich die Hersteller, dass die Mietwagenvermieter eher top ausgestattete Autos vermieten und potentielle Kunden so auf den Geschmack kommen? Also was haben die Hersteller bei der Flottengestaltung in der Praxis mitzureden?

Sphero90

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Mittwoch, 18. Oktober 2017, 01:16

Meines Wissens nach nehmen die Hersteller die Fahrzeuge nach Ablauf des Vertrages zurück und veräußern diese als Jahreswagen.

Deshalb entscheiden die Hersteller aufgrund eigener Analysten, welche Ausstattungen sie brauchen, um den Markt an Gebrauchtwagen abzudecken. Ein Grund für die vielen kleinmotorisierten 3er, vor allem 318d/i, meist mit Stoff, kein HUD, oft keine schöne Anlage verbaut, Kameras Fehlanzeige - der potentielle Kunde für diese Fahrzeugklasse interessiert sich halt oft nicht für die 330 oder 335 bzw ist eben nicht bereit, für ein Fahrzeug, was vielleicht Haman Kardon und Leder-Sportsitze verbaut hat, mehrere Tausend Euro Aufpreis zu bezahlen.

Wenn neue Fahrzeuge - siehe vor einiger Zeit der X4, oder letztes Jahr der 7er und dieses Jahr der 5er - auf den Markt kommen, werden diese zu Beginn meist doch sehr gut ausgestattet. Dies hat sicherlich Marketing-Zwecke, um den ganzen Mietern zu zeigen, was man alles tolles an Bord hat und ein positive Beeinflussung des Unterbewussten für zukünftig anstehende Kaufentscheidungen zu erwirken. Dieser Effekt flaut aber nach der ersten Welle relativ schnell ab. Man siehe die ganzen 5er Benziner, die derzeit eingeflottet werden. Diese haben meist auch nicht alle Spielereien mehr an Bord.
Anders sieht es im Luxus-Segment aus, also 7er, S-Klasse. Da ist in den meisten Fällen schon extrem viel an Bord, aber da ist der Markt auch ein anderer. Wobei ich auch schon 750i's hatte, welche zb ohne HUD oder 360-Grad Kamera auf dem Hof standen - für dieses Segment eher unüblich. Da müsste man im Speziellen den Hersteller fragen, was er sich dabei wohl gedacht hat.

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Mittwoch, 18. Oktober 2017, 08:15

Idealerweise es ist sicherlich von Vorteil, ausschließlich Volle-Hütte-Fahrzeuge bei den AV hinzustellen.

Kann mir aber nur sehr, sehr schwer vorstellen, dass das ökonomisch ist, wenn die hinterher niemand kauft bzw. verschleudert werden müssen. Es zahlt nicht jeder gern 90 k für einen 5er BMW.
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Mittwoch, 18. Oktober 2017, 13:00

Hat aber wiederum auch den Vorteil, dass sehr oft die nichtdeutschen Marken überdurschnittlich gut ausgestattet sind. Hatte zuletzt zwei Mazda, einmal Mazda 6 und einmal CX5 und bei beiden war fast alles drin, was möglich ist. Auf einen Passat mit einer vergleichbaren Ausstattung wie beim Mazda 6 kann ich bei Sixt, Europcar & Co. lange warten.
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