MietwagenNeuvorstellung: BMW 3er G20

BMW 3er G20 – kompakt zusammengefasst:

Was ist besser geworden?

  • Smartphoneanbindung und Klimaautomatik serienmäßig
  • Platzangebot der serienmäßig umklappbaren Rückbank wächst
  • Laser-Fernlicht optional verfügbar
  • Stauassistenten und Fahrhilfen aus 5er und 7er verfügbar
  • Akustikverglasung und sinnvoller Rückfahrassistent optional verfügbar
  • Wischerarme mit integrierten Düsen
  • Tempomat und Parksensoren für vorne und hinten serienmäßig

Was ändert sich nicht im Vergleich zum F30?

  • Fade serienmäßige Optik
  • Motoren werden größtenteils übernommen
  • Ausstattungsoptionen folgen ähnlichem Muster (Lines, Extras)
  • Navi kostet nach wie vor Aufpreis (Neuer Name: „BMW Live Cockpit Plus“ statt „Navigation Business“)

Was ändert sich im Vergleich zum F30?

  • Sehr kleiner serienmäßiger Diesel-Tank (40 Liter), 59 Liter optional
  • 40i (und wohl auch 40d) werden zum M-Performance-Modell
  • Reine Elektroversion ab 2020 wahrscheinlich
  • Hubabhängige Dämpfung im Fahrwerk
  • Lenkung noch leichtgängiger
  • Steuerung verschiedener Fahrzeugfunktionen per Smartphone (zB Klima)
  • + 76 mm Außenlänge, +41 mm Radstand, + 43 mm breitere Spur vorne



Flotterer Dreier: BMW dynamisiert FDMR und FDAR

München – Auch wenn es viele schreiben und behaupten: Der Dreier ist nicht mehr BMWs wichtigstes Auto. In der Zulassungsstatistik parkt die Zweier-Reihe vor dem Klassiker. Und beim Zweier fallen Coupé und Cabrio kaum ins Gewicht. BMW-Kunden kaufen gerne Vans. Wer hätte das gedacht.


In der Mietwagen-Mittelklasse FDMR und FDAR ist der Dreier aber eine feste Größe. Ob divers motorisiert bei Sixt und Europcar – hier war laut Aktuelle-Miete-Thread vom Kassengestell-318i bis zum 340i alles vertreten. Oder solide bis gut ausgestattet in kleinen Dosen bei Hertz, Avis und Enterprise: Der Dreier ist ein gern gefahrener Mietwagen.


Warum viele MietwagenFahrer den Dreier lieben? BMWs Mittelklasse fährt sich traditionell einen Ticken sportlicher und direkter als A4 oder C-Klasse. Dem F30 verleibte BMW mehr Komfort ein. Den soll Generation G20 auch können. Aber die von vielen vermisste klare Kante soll zurückkehren. Wie das gehen soll? Mit passiv-adaptiven Dämpfern, die hubabhängig zunächst weicher und beim Eintauchen nach und nach verhärten.

Darauf freuen sich Mieter: Unsere Highlights am BMW 3er G20

Schade und trotzdem ein Highlight: Es wird keinen „normalen“ R6-Benziner mehr im Dreier geben. Der 40i wird zum M340i – also zum Performance-Modell. Diesen Modellwechsel innerhalb des Modellwechsels werden die Vermieter nutzen, um den 374 PS starken Dreier als Specialcar einzustufen. Insbesondere für Europcar Selection wäre der M340i ein willkommener Kandidat. BMW gibt den Standardsprint auf 100 km/h mit 4,4 Sekunden an – da fehlt nicht viel zum F80-M3 (4,1 Sekunden mit DKG). Erkennungsmerkmale im Parkhaus sind auf den ersten Blick: kupferfarbene Nieren gefüllt mit mercedesken „Diamanten“ vorne und eckig eingefassten Endrohren hinten.


Weiter geht’s im Innenraum. Denn den finden wir auch als Kassengestell, also serienmäßig, durchaus fahrbar. Schnörkellose Sitzbezüge, wertige und großflächige Zierleisten umrahmen eine leicht zum Fahrersitz geneigte Digitalzentrale, sie sich in zwei Stufen aufrüsten lässt. In der Basis ist wieder kein Navi dabei. Immerhin lässt sich das Smartphone integrieren und damit z.B. auch die Klimaanlage steuern. Etwas unglücklich finden wir die Reduzierung des Klimabedienfelds von Drehknöpfen auf Tasten.


Auch die Fahrmaschine Dreier wird digitaler. Mit „Hey BMW“ kann ein „Persönlicher Assistent“ aktiviert werden, sofern das größte Navipaket „BMW Cockpit live professional“ geordert wurde. Ähnlich wie beim MBUX von Mercedes versteht die erweiterte Spracherkennung ganze Sätze, Fragen und Befehle. „Hey BMW, fahre mich zur nächsten Sixt-Station!“ kostet dann kein mühevolles Drehen und Tippen auf dem immer noch vorhandenen Dreh-Drück-Teller, sondern nur noch die Einweggebühr.


Dort kann der nächste Kunde den Dreier in der Fastlane sogar mit dem Smartphone öffnen. Zumindest in der Theorie gibt es damit die Möglichkeit, den Zugang zum Auto direkt vom Vermieter geschickt zu bekommen – ohne dass ein physischer Schlüssel im Auto liegen muss. Ob und wenn ja wie das Öffnen per Smartphone dann im Vermietalltag funktionieren kann, müssen wir abwarten. Ein weiteres einzigartiges Gimmick ist der Rückfahrassistent. Der 3er merkt sich permanent die letzten 50 Meter Fahrweg, wenn man weniger als 36 km/h fährt. Gibt man dem entsprechenden Assistenten (Paketbestandteil Parkassistent Plus) den Startschuss, fährt das Auto diese letzten 50 Meter im Rückwärtsgang exakt zurück – hilfreich in engen Parkgaragen.


BMW 3er G20: digitaler, dynamischer, serienmäßig sinnvoll ausgestattet

Endlich schließt der Dreier die digitale Lücke, die C-Klasse und A4 inzwischen herausgefahren haben. Optisch darf das Design im Einheitsbrei fast als mutig beschrieben werden. In der Praxis sieht der Dreier wie gewohnt nur mit M-Paket fahrbar aus. Hoffen wir, dass BMW hier und beim großen Tank für die Vermieter Kreuze setzt. Und freuen wir uns auf zahlreiche 330d bei Sixt und Europcar – dem einzigen Sechszylinderdiesel in FDAR, nachdem Audi den 3.0 TDI im A4 eingestellt hat.


Bilder: BMW

    Kommentare 2

    • Dann kann man ja endlich den 340i aus FDAR nehmen und als Super Special Car verkaufen, das ist ja immerhin ein M Modell.
      "Sie wissen doch, einen M kann ich Ihnen nicht einfach so mitgeben."

      • So wirds leider kommen. Rein objektiv sollte er wirklich sehr nahe an den aktuellen M rücken. Aber er wird auch in der Miete teuer, davon müssen wir ausgehen. Immerhin: M-Performance-Abgasanlage ist dann immerhin Serie.