Mietwagenschrott

  • bringt auch nichts - Die App wird das wahrscheinlich nicht speichern, und selbst dann kannst du immer noch nicht ausschließen, dass sich jemand anderes das auf seinem Gerät mit geklauten Zugangsdaten eingerichtet hat, und dort die Biometrie genutzt hat.

    Dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass man so leicht den Konsequenzen entkommt. "Im Zweifel für den Angeklagten" wird hier nicht funktionieren.


    Das Spielchen, dass Unfallverursacher von Car Sharing Autos fliehen, gibt's ja seit dem es Car Sharing gibt. Aber ich kann auf die schnelle keinen Bericht einer Gerichtsverhandlung oder ähnliches finden.

  • Beitrag von Oxinomy ()

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  • Naja, in einem Strafprozess werden dann ja, so denke ich zumindest mal, Spuren im Auto gesammelt und die sollte man dem Täter dann eindeutig zuschreiben können.

    DNA- und Vaterschaftstest? Was soll da gemacht werden? Der Account stammt aus dem Darknet und das Billig-Smartphone wurde evtl. sogar aus Kalkül direkt im Auto gelassen, so dass es keine Verbindung zu möglichen anderen Daten des Täters gibt.

    Es handelt sich um reinen Sachschaden. Da macht die Polizei nichts.


    Selbst bei einem sehr schweren Unfall mit Todesfolge (selbst als Zeuge erlebt), bei dem es die Identität des Fahrers unter einem Personenkreis von zwei möglichen und der Polizei bekannten Personen zu identifizieren galt, war es über Monate nicht möglich den Fahrer allein durch die Beweissicherung von Spuren am Fahrzeug eindeutig zu identifizieren.

  • DNA- und Vaterschaftstest? Was soll da gemacht werden? Der Account stammt aus dem Darknet und das Billig-Smartphone wurde evtl. sogar aus Kalkül direkt im Auto gelassen, so dass es keine Verbindung zu möglichen anderen Daten des Täters gibt.

    Es handelt sich um reinen Sachschaden. Da macht die Polizei nichts.


    Fingerabdrücke, Speichel-, Schweiß-, Blutspuren oder irgendwelche Fasern, was weiß ich was man da finden kann und was gemacht wird.


    Ab wann genau sowas gemacht wird, weiß ich nicht, aber man findet en masse Berichte von Fälle, wo eben genau solche Spuren genommen werden. Hier nur zwei Beispiele:


    https://www.schwaebische.de/re…toraser-angeklagt-1306334


    https://www.sueddeutsche.de/pa…20090101-190508-99-137218


    Zu dem Beispiel mit dem Account aus dem "Darknet", das scheint eher ein seltener Einzelfall zu sein. Das klingt nach Superverbrecher aus einem Tatort Drehbuch. In der Praxis sind das doch unreife und impulsive Leute, die spontan ein hohes Risiko eingehen und oder dazu alkoholisiert sind.

  • DNA- und Vaterschaftstest?

    Nein, aber ein Klassiker wären z.B. Faserspuren am Sicherheitsgurt, Fingerabdrücke am Lenkrad (Ja, da sind ganz ganz viele, aber wahrscheinlich auch die des Unfallfahrers. Handydaten im allgemeinen können auch Indizien liefern, z.B. Bluetooth-Verbindungen mit dem Fahrzeug oder Handys, deren Funkzellenwechsel für parallele Bewegung sprechen.

  • Ja, aber Spuren an Lenkrad oder Gurt geben genauso wie Handydaten keinen rechtssicheren Beweis, dass Person xy auch zur Tatzeit Fahrer des Wagens war. Die Sachlage kann noch so offensichtlich sein und man kann es gut oder schlecht finden, aber in einem Rechtsstaat gilt jemand solange als unschuldig, bis die Schuld eindeutig bewiesen ist.

    In beiden genannten Fällen wurden Spuren am Airbag gesichert. Hier ist die Sachlage logischerweise anders. Mit dem Airbag kommt unter normalen Umständen keiner in Berührung. Daher lassen solche Spuren durchaus Rückschlüsse auf den Fahrer zu.

  • Spuren am Gurt können da sehr wohl recht ausschlussreich sein, da bei einem starken Bremsvorgang mit entsprechender Auslösung des Rückhaltesystems sehr viel Reibung zwischen Kleidung und Gurt entsteht, die bei normalem Betrieb ausbleibt. Das führt zur Veränderung der Fasern und kann daher schon mehr aussagen als nur "Eine Person, die Kleidungsstück xyz getragen hatte, saß irgendwann mal am Steuer"