Forderung von Europcar nach angeblicher Maestro-Rückbuchung

  • Hallo,


    wollte mal eure Meinung zu folgendem Sachverhalt hören:


    Am 2.1. mieteten meine Freundin und ich einen Mietwagen bei Europcar auf meinen Namen und bezahlten die Miete im Voraus mit der EC-(Maestro)Karte meiner Freundin. Rückgabe erfolgte am 9.1. und Europcar mailte mir am Tag danach die Rechnung zu, aus der hervorgeht, dass alles per EC-Karte bezahlt wurde und kein Betrag mehr fällig ist.


    Anfang März bekomme ich eine Zahlungsaufforderung von Europcar über den Betrag der Miete von 671,02 Euro ohne jegliche weitere Information. Im anschließenden Telefonat behauptet der Kundendienst, dass es eine Maestro-Rückuchung seitens der Bank gegeben haben soll. In den Kontoauszügen meiner Freundin ist keine Rückbuchung zu finden, auch die Bank weiß von nichts. Dies teile ich dem Europcar Kundendienst mit, der daraufhin nochmal nachforschen will. Am 19.3. bekomme ich dann vom Kundendienst per Mail mitgeteilt, dass die Rechnung beglichen ist und schickt nochmal als Bestätigung den Zahlungsbeleg vom 2.1. mit und jeweils eine stornierte und eine korrigierte Rechnung datiert auf den 19.3., die bestätigt, dass alles beglichen wurde.


    Vor einigen Tagen bekam ich nun eine Zahlungsaufforderung der Intrum GmbH über 807,93 Euro, die die Forderung von Europcar übernommen hat. Ich kontaktierte den Europcar Support, der dieses Mal wieder behauptete, dass die Rechnung noch offen sei und es eine Rückuchung der Bank gab. Einen Nachweis über die vermeintliche Rückbuchung habe ich von Europcar nicht gesehen. Man schickte mir als "Nachweis" einen Screenshot einer Softwaremaske, wo steht, dass die Rechnung noch offen ist. Europcar konnte mir auf Nachfrage nicht mal mitteilen, wann genau diese Rückuchung stattgefunden haben soll.

    Heute mailte mir Europcar noch eine auf den 9.1. rückdatierte (!) Rechnung zu, wo als Bemerkung eingefügt wurde, dass es eine Maestro-Rückbuchung gab und ich Europcar bis zum 20.2. 671,02 Euro überweisen solle.


    Der Forderung des Inkassounternehmens habe ich gestern per Einschreiben mit Rückschein widersprochen.

    Ich besitze den Zahlungsbeleg vom 2.1. und mehrere Rechnungen, aus denen hervorgeht, dass kein Betrag mehr fällig ist. Ich habe von Europcar sogar eine korrigierte Rechnung vom 19.3., die meine Version bestätigt (warum da überhaupt was korrigiert wurde, weiß ich bis heute nicht).


    Ich hab noch nie gehört, dass eine Bank eine EC-Kartenzahlung Wochen später einfach so von sich aus rückgängig macht. Die ganze Geschichte stinkt bis zum Himmel, was Europcar hier behauptet.


    Ich werde natürlich allen weiteren Forderungen und Mahnungen fristgerecht widersprechen.

    Habt ihr sonst noch welche Ratschläge? Zu befürchten habe ich nach meinem rudimentären juristischen Verständnis nichts, oder?


    Vielen Dank schon mal im Voraus!

  • Gab es in der Hinsicht des Inkassobüros eine Rückmeldung? Du hast jeden Beleg dafür dass dies ein Missverständnis ist und ein Fehler bei EC ist. Ich würde an deiner Stelle mit dem Anwalt erstmal warten um sich Kosten einzusparen, gerade dann wenn du dir keiner Schuld bewusst bist.


    Banken können Beträge von bis zu 2 Monaten zurückbuchen, zumindest bei mir, das muss aber im Falle (Sparkasse HH) manuell erfolgen.

  • Sofern das was du sagst stimmt:


    - Einfach weiter widersprechen, sollte es zu einem Gerichtsverfahren kommen hast du super leichtes Spiel. Vorher würde ich keinen Anwalt einschalten.


    - Die Geschäftsbeziehung beenden und zukünftig einen seriösen Vermieter aufsuchen

  • Vielen Dank schon mal für die Antworten. Genau das hab ich mir alles schon gedacht.

    Die Antworten des Europcar Supports sind an Absurdität nicht mehr zu überbieten. Ich weiß gar nicht, ob ich weinen oder lachen soll.


    Hier mal als Beispiel, was als Antwort auf meine Frage nach einem Beleg für die vermeintliche Rückbuchung kam:


    "In der letzten E-Mail habe ich Ihnen ein Foto von unserem System aus über den Status der Rechnung versendet. Außerdem hat uns die Buchhaltung auch bestätigt, dass es zu der Rückbelastung kam und diese E-Mail ist auch der Nachweis selbst."


    "Die Rechnung wurde bezahlt erstellt aber im Nachhinein gab es von Ihrer Bank die Rückbelastung und wir haben nicht die Daten von Ihrer Bank bei uns damit wir nachvollziehen, wann die Rückbelastung stattgefunden hat."

  • Spannende Geschichte, halte uns bitte auf dem Laufenden!


    Nebenbei: 670€ für eine Woche ist ein stolzer Preis, das geht sicher günstiger. Kannst dich ja ein bisschen im Forum umschauen, falls dir die Lust auf Mieten nach dieser Geschichte nicht vergangen ist.