Ex-Mietwagen kaufen?

  • Hallo,
    würd gern mal eure Meinung zum Thema Ex-Mietwagen hören. Ich bin am überlegen ob ich nicht meine 2-3 Wochenendmieten / Monat beende und mir wieder ein Auto kaufe. Bin dabei auf ein Angebot von sehr günstigen Mercedes C180K (kl. Navi/Xenon) und BMW 320d (gr. Navi/Xenon) gestoßen. Neupreis der Fahrzeuge lag meist so im Bereich 40.000 €. Nach ca. 1/2 bis 3/4 Jahr und mit max. 25.000 km kosten die Autos so zw. 23.000 und 26.000 Euro. Man hat noch Werksgarantie und meist ist sogar noch eine Garantieverlängerung dabei, so dass man bis zu 36 Monaten nach EZ vor Überraschungen geschützt ist.
    Ich behandle ja meine Mietwagen immer sehr pfleglich, das wird aber sicherlich nicht bei allen Mietern so sein. Wie ist eure Meinung dazu? Kann man so ein Auto kaufen? Der Preisnachlass ist schon verlockend und die Garantie schützt einem auch erstmal vor bösen Überraschungen...

  • Nach meiner Erfahrung kann man das problemlos tun. Ich habe selbst schon mehrere Autos von Autovermietungen gekauft (für Familie und mich selbst) und habe es nie bereut. Die meisten Mietwagenkunden gehen pfleglich mit den Fahrzeugen um und wenn getrost mal ein oder zwei Fahrer dazwischen waren die das Auto gequält haben, so kann das die Technik verkraften. Wenn man mal nachrechnet, bei 25.000 km können es ja so viele Mieten auch garnicht sein. Meine Meinung :118:

  • Es gibt da sicher negative Ausnahmen, aber generell glaube ich auch dass Mietwagen pfleglich behandelt werden.
    Und die Technik ist heute soweit entwickelt und dauerhaft getestet, dass es dort eigentlich auch nicht zu Problemen kommen sollte.


    Allerdings ist es eine Gewissensfrage. Ich für meinen Teil kann nur behaupten, dass es vom Kopf her schwierig wäre ein Auto zu fahren, wo ich weiß das es schon 200 andere Leute gefahren sind.
    Das schreckt mich persönlich von einem Mietwagenkauf immer wieder ab.


    DonDario : 1. wenn es deine Freunde sind würde ich die mal zurecht weisen. 2. Sowohl das nicht Warmfahren (genauso wie das nicht Einfahren auf den ersten Kilometern) als auch das drehen bis in den roten Bereich darf einem Auto nach heutigem Entwicklungsstand nichts mehr ausmachen. Der rote Bereich auf dem Drehzahlband heißt ja nicht gleich das der Wagen da an der Grenze ist. Offiziell ja, aber da ist sicher noch eine gute Reserve drin.

  • Mietfahrzeuge werden nach jeder Miete gesäubert, und bekommen meist auch eine Wäsche. Das ist sicherlich meher Pflege als ein normales Auto bekommt. Ok der Lack dürfte mehr mikroskopisch kleine Kratzer haben als ein anderer Neuwagen, aufgrund der vielen billigen Autowäscshen, aber das kann man verkraften.


    Das Hauptproblem, wenn dies überhaupt ein Problem ist, sind eben die ersten (1000) km. Da werden wohl die wenigsten Mieter rücksicht nehmen, und den Wagen nach Betriebsanleitung einfahren. Bei eigenem Autos achte ich sehr darauf, aber bei einem Mietwagen nehme ich keine Rücksicht darauf die ersten 1000 km nur 150-160 km/h zu fahren (laut BMW).
    Aber wer das Auto eh alle paar Jahre wechseln will, für den dürfte das Intressant sein. Ich würde es auch machen.

  • Hab den letzten Wagen mit 1xkm auf der Uhr fast ordentlich eingefahren :)
    Bin nie schneller als 140 gefahren, jedenfalls die ersten 500km.
    Trete die Autos zwar auch mal, aber nur um zu testen, was die so hergeben, danach fahre ich wieder gesittet, sonst wird mir ja schlecht...


    Wenn ich mir einen gebrauchten kaufe, dann eher einen ehemligen Mietwagen, als etwas privat verkauftes. Lieber ein Auto, das 5k Kilometer schlecht gefahren wurde, als eins, das durchgehend schlecht gefahren wurde. An solche kann man ja genauso geraten...

  • Also ob das Einfahren heute wirklich noch sein musss? Mein letztes Fahrzeug war ein Neuwagen (Mercedes). Bei der Übergabe wurde das Einfahren empfohlen - es wurde aber auch darauf hingewiesen, dass es nicht unbedingt notwendig sei. Es ist ja auch nicht mehr so wie früher, dass man nach 1000 km schon den ersten Ölwechsel machen muss (wg. irgendwelcher Metallspäe die da vlt. noch drin sind).
    Das Kalt hochdrehen ist sicherlich für Autos mit Turbo oder Kompressor gefährlich. Ansonsten sehe ich da auch keine Gefahr. Ob man dem Auto nach 20.000km schon ansieht, dass bereits 200 Personen damit gefahren sind, werde ich mal bei einem Vorort Termin begutachten. Kann mir schon vorstellen, dass man ein Auto entsprechend gut aufbereiten kann, so dass man davon nix mehr sieht.

  • Bei den Dieseln (und Mietwagen sind ja hauptsächlich Diesel) kann das Warm- und Kaltfahren schon sehr wichtig sein, schon doof wenn man nach 30.000km den ersten Turboschaden hat. Von den ganzen anderen empfindlichen bauteilen wie den Hochdruckpumpen etc beim Diesel will ich gar nicht erst anfangen.
    Ich seh bei uns ja wie die Mietwagen nach relativ wenig Kilometern aussehen, wie viele Kratzer im Innenraum sind, Flecke in den Sitzen etc. Ich würde das nicht haben wollen.

  • Wobei ich auch nochmal eines loswerden möchte.


    Nicht nur die Kunden fahren manchmal wie die letzte Wildsau, sondern auch viele Fahrer der AVs hacken mit den Autos als wenn es keinen Morgen gibt.
    Sehe das immer wieder an den Tankstellen und Waschstraßen, wo die Fahrzeuge aufbereitet werden. Das find ich dann auch relativ unschön.


    Man darf hier keinesfalls alle über einen Kamm ziehen, aber mir ist das jetzt schon desöfteren aufgefallen. Und zwar bei allen Farben.


    Im Endeffekt kann das Fahrzeug selbst nämlich überhaupt nichts dafür, dass es das Schicksal eines Mietwagens ereilt hat.

  • Ich muss Kaffeemännchen eindeutig Recht geben! Vorweg, ich will hier keinen Wagenpfleger pauschal angreifen, jeder ist selbstverantwortlich! Nur, an meiner Stammtankstelle sieht man häufig Wagenpfleger grüner und oranger Coleur (beide Firmen sind relativ nah) und wenn ich dann sehe, wie Fahrzeuge aller Klassen, vornehmlich aber natürlich der höheren, da durch die Einfahrt gejagt werden und nur per Vollbremsung noch an der Zapfsäule halten, komme ich schon ins Kopfschütteln. Gleiches gilt beim Rangieren in den Parkhäusern der AVs.


    Der durschnittliche Mietwagenfahrer geht m.E. achtsam mit dem Gefährt um. Man schaue sich allein an, wieviele Fahrzeuge an großen Flughäfen wie FRA oder MUC täglich umgeschlagen werden und wer sie fährt. Das sind zu mindestens 3/4 Geschäftsleute, die wirklich nur zu einem termin fahren wollen und nicht die Pistensau geben. Zudem, wie schon gesagt wurde, werden MW weit häufiger kontrolliert und gesäubert als durchschnittliche Privatwägen. Es ist ein psychologisches Moment, dass schon viele verschiedene Leute mit dem Wagen gefahren sind, ja, aber die i.d.R. gute Ausstattung, die regelmäßigen Checks, das geringe Alter der Fahrzeuge und die schon angesprochenen Garantien würden mich beim Kauf eines ehemaligen MW bestärken.

  • Bin auch auf der Suche nach einem ehemaligen Mitauto. Gibt es eigentlich öffentliche Autobörsen für Privatperson oder muss man sich an Autohändler wenden. Würde mir gerne den Zwischenhändler sparen.

  • Also ich würde ja gern eure Meinung teilen, aber habe etwas andere Beobachtungen gemacht.


    Ich hatte jetzt schon 3 mal Fahrzeuge die technisch nicht in Ordnung waren(ein Mercedes C180 hatte stark zur Seite gezogen, bei einem Audi A3 hat es Knallgeräusche vom Fahrwerk gegeben und bei einem BMW 318d hat ein Reifen permanent Luft verloren, was allerdings auf einen Vorschaden zurückzuführen war).


    Ich gucke mir regelmäßig am Nürburgring die Touristenfahrten an und wundere mich wieviele Mietwagen dort unterwegs sind. Und das obwohl Rennstreckenfahrten explizit in den AGBs ausgeschlossen sind. Das Problem dabei ist, dass die Nordschleife bei den Touristenfahrten als mautpflichtige Landstrasse zählt und damit nicht unbedingt von dem Ausschluß der AGBs erfasst ist. Aber ist insgesamt juristisch eine heikle Angelegenheit. Ändert jedoch auch nichts daran, dass Mietwagen für sowas herhalten müssen, sei es nun aus Unwissenheit bspw bei ausländischen Urlaubern oder halt aus absicht.


    Und auch im Straßenverkehr wird nicht unbedingt besser mit den Autos umgegangen.


    Seht euch mal diese Videos an:

    [url]http://www.youtube.com/watch?v=f1-e2SNYbN4&NR=1
    [/url]


    http://www.youtube.com/watch?v=DdTSuktWIBk


    Bei Sixt hab ich einmal einen Schlüssel von einem Passat bekommen mit dem jemand versucht hat eine Flaschebier zu öffnen und abgerutscht ist...... Ist echt einfach nur assozial wie einige Leute mit den Autos umgehen :108: :108: :108:


    Mag sein, dass der Großteil der Mieter vernünftig mit den Autos umgeht (hoffe ich sehr), aber es gibt halt auch Einige die es nicht tun. Dass es potenziell mehr Leute gibt die so mit fremden Eigentum umgehen als welche die es mit dem eigenen so machen ist auch irgendwo klar(gerade bei so einem neuen und teuren Mercedes). Von daher dürfte die Chance so einen schlechten Mietwagen zu erwischen deutlich höher sein als bei einem Privatwagen. Ich möchte kein Auto haben mit dem so umgegangen wurde. Das kann auch später noch hohe Kosten nach sich ziehen. Gerade im Fahrwerks und Karosseriebereich sind Schäden und Verschleiß vor dem Kauf nur schwer festzustellen.

  • Also ich habe bisher nur gute Erfahrungen gemacht mit Ex-Miet und Vorführwagen.


    Hatten einen Fiesta, Ex-Europcar, Ex-Leihwagen Autohaus, den wir im Alter von 15 Jahren und 150 TKM verkauft haben, er hat bis auf die üblichen Verschleißteile nie ein Problem gehabt.
    Momentan fahr ich ein 3 Jahre altes Ex-Vorführauto, und es macht keine Probleme die ich nicht auch mit einem Neuwagen haben könnte. Dafür war der Preis SEHR günstig.


    Würde es immer wieder tun und mir nie einen Neuwagen kaufen, daß habe ich einmal gemacht und kräftig dazu bezahlt...

  • Mir wurde mal kurzfristig ein 530xd von einer etwa 40 km entfernten Station beschafft. Die Durschnittsverbrauchsanzeige habe ich in diesem Fahrzeug noch nie auf einem solch hohen Wert gesehn...